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Kiew/Bonn (ots) - 11. März 2026 - Bundestagspräsidentin Julia Klöckner hat bei
ihrem heutigen Besuch in der ukrainischen Hauptstadt Kiew in allen Gesprächen
mit politisch Verantwortlichen die Befürchtung wahrgenommen, dass angesichts des
Iran-Kriegs die Ukraine in den Hintergrund gedrängt werden könnte. "Alle haben
die Sorge, dass die Welt jetzt auf den Mittleren und Nahen Osten blickt, und die
Ukraine vergessen wird", äußerte sich die CDU-Politikerin nach Gesprächen mit
dem ukrainischen Präsidenten Selenskyj und weiteren hochrangigen Politikern im
Fernsehsender phoenix. Insofern sei ihre Reise nach Kiew wichtig gewesen, "denn
die Ukraine führt nicht nur einen Kampf für sich selbst, denn wir wissen auch,
dass weitere Staaten Europas im Blickfeld des Aggressors Putin sind".
Im Rahmen ihres Besuchs hatte Klöckner auch durch Russland zerstörte
Heizkraftwerke besichtigt. "Bei minus 20 Grad im Winter hat Präsident Putin
Krieg gegen die Bevölkerung geführt", so die CDU-Politikerin. Trotz aller
Kriegsfolgen sei die Widerstandskraft der Ukraine ungebrochen. "Das ist eine
sehr starke und resiliente Gesellschaft", meinte Klöckner. Sie erlebe die
Hauptstadt Kiew als "Mahnmal". Für Europa hilfreich sei aus ihrer Sicht etwa
auch das Drohnen-Know-how der Ukrainer. "Das Wissen in der Ukraine, wie Drohnen
aufgespürt, umgeleitet und zerstört werden, wie man aber auch Drohnen
entwickelt, die sehr modern sind und unter dem Radar bleiben, da sind die
Ukrainer führend", so Klöckner. Von dieser Expertise könne man in Europa nur
profitieren.
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