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Berlin (ots) - Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) begrüßt die gestrige Ankündigung
von Bundesumweltminister Carsten Schneider, zeitnah einen Gesetzentwurf zur
Stärkung der Natürlichen Infrastruktur vorzulegen. Gleichzeitig kritisiert die
DUH die massiven Einschnitte in geltendes Naturschutzrecht durch das sogenannte
Infrastrukturzukunftsgesetz.
Dazu sagt DUH-Bundesgeschäftsführer Sascha Müller-Kraenner:
" Der Gesetzentwurf enthält viele überfällige Regelungen, um jene dringend
benötigte natürliche Infrastruktur zu sichern und auszubauen, die uns vor
Hochwasser und Hitzewellen schützt, unser Trinkwasser bereitstellt und die
Artenvielfalt bewahrt. Ohne gesunde Natur ist auch nachhaltiges Wirtschaften
nicht möglich . Das von der Bundesregierung gleichzeitig mit Brachialgewalt
vorangebrachte Infrastrukturzukunftsgesetz würde durch die Aufhebung der
Naturschutzausgleichsmaßnahmen vor Ort jedoch unheilbaren Schaden an unserer
Natur anrichten, der durch ein nachgeschobenes Gesetz nicht eingehegt werden
kann. Wir sehen die große Gefahr, dass dieses Gesetz nicht einmal ansatzweise
ausgleicht, was das Infrastrukturzukunftsgesetz an Schaden anrichtet . Wir
fordern daher von den Abgeordneten der SPD und der CDU: Streichen Sie die
geplanten Änderungen des Bundesnaturschutzgesetzes aus dem
Infrastrukturzukunftsgesetz und nutzen Sie den Entwurf des
Bundesumweltministeriums, um ein Zukunftsgesetz für die grün-blaue Infrastruktur
in Deutschland auf den Weg zu bringen. Die vorgelegten Ansätze, eine
Flächenkulisse zu definieren, in der das überragende öffentliche Interesse
endlich auch für Moor- und Auenrenaturierung und Waldschutz gilt und in der
Vorkaufsrechte für Bund, Länder und Kommunen helfen, ein grün-blaues Netz an
Lebensräumen für Mensch und Natur zu sichern, sollten als Minimum für eine
klimaresiliente und zukunftsfähige natürliche Infrastruktur in Deutschland
gelten."
Pressekontakt:
Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer
0160 90354509, mailto:mueller-kraenner@duh.de
DUH-Newsroom:
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OTS: Deutsche Umwelthilfe e.V.
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