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Berlin (ots) - "Die Straße von Hormus ist eine der wichtigsten
Schifffahrtsrouten des Welthandels. Wenn dort auch nur der Verdacht auf mögliche
Verminungsversuche vorhanden ist, geraten Energiepreise, Transportkosten und
Lieferketten weiter unter Druck. Ein großer Teil des weltweiten Öl- und
Flüssiggastransports passiert diese Meerenge - jede Störung wirkt deshalb wie
Sand im Getriebe der globalen Wirtschaft. Freie und sichere Seewege sind die
Grundvoraussetzung für offenen Handel. Sollte es dort tatsächlich Minen geben,
müssen diese schnellstmöglich geräumt werden. Die internationale
Handelsschifffahrt darf nicht zum Spielball geopolitischer Konflikte werden",
kommentiert Dr. Dirk Jandura, Präsident des Bundesverbandes Großhandel,
Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), die aktuelle Lage in der Golfregion.
Jandura weiter: "Alle Maßnahmen, die die Sicherheit ziviler Handelsschiffe und
die Offenhaltung zentraler Seewege gewährleisten, sind grundsätzlich zu
begrüßen. In besonders angespannten Lagen kann dazu auch ein defensiver
militärischer Schutz von Frachtschiffen gehören. Entscheidend ist, dass solche
Maßnahmen klar auf den Schutz der Schifffahrtsfreiheit ausgerichtet sind."
"Auch eine mögliche Beteiligung der Bundesmarine an internationalen Schutz- oder
Begleitmissionen ist aus unserer Sicht denkbar, sofern diese in ein
internationales oder europäisches Mandat eingebettet und völkerrechtlich
eindeutig legitimiert sind. Militärische Sicherungsmaßnahmen können kurzfristig
Stabilität schaffen. Dauerhafte Sicherheit für Handel und Energieversorgung
entsteht jedoch nur durch diplomatische Deeskalation und durch eine breitere
Aufstellung unserer Energie- und Transportwege", Jandura abschließend.
12. März 2026
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