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München (ots) - Nach langen und intensiven Abstimmungen ist es soweit: Der
Wirtschaftsausschuss des Bayerischen Landtags hat heute der Reform des
Bayerischen Jagdgesetzes zugestimmt. Die Novelle stärkt die Eigenverantwortung
vor Ort, schafft praktikable und rechtssichere Lösungen bei der Abschussplanung
von Rehwild, passt Jagdzeiten an und nimmt Wolf sowie Goldschakal in das
Jagdrecht auf. Ziel der Reform ist ein ausgewogenes Verhältnis von Wald und
Wild, weniger Bürokratie und die Stärkung des an Grund und Boden gebundenen
Jagdrechts.
Steffen Vogel , Mitglied des Wirtschaftsausschusses und Vorsitzender der
Enquete-Kommission Bürokratieabbau, erklärt: "Mit dieser Reform geben wir den
Menschen vor Ort die Instrumente, um Verjüngung und gesunde Wildbestände
passgenau zu steuern. Die Aufnahme von Wolf und Goldschakal ins Jagdrecht ist
notwendig. Mit der Reform erfolgen auch die notwendigen Klarstellungen zur Kitz-
und Wildtierrettung. Damit reduzieren wir Bürokratie und schaffen
Rechtssicherheit."
Der umweltpolitische Sprecher Alexander Flierl ergänzt: "Wolf und Goldschakal
gefährden die Artenvielfalt und können erhebliche Schäden in der Landwirtschaft
verursachen. Ihre Aufnahme in das bayerische Jagdrecht ist deshalb folgerichtig.
Ohne diesen Schritt geraten Naturschutz und Rechtssicherheit gleichermaßen unter
die Räder. Durch das neue Jagdrecht auf Bundes- und Landesebene kann jetzt
gehandelt werden, wo Zäune oder Herdenschutz nicht mehr ausreichen. Das gilt
besonders in den alpinen Regionen Bayerns. Darüber hinaus bleiben die bislang
dem Jagdrecht unterstellten Tierarten weiterhin dort verankert. Das ist
sachgerecht, weil die bestehenden Regelungen mit klaren Zuständigkeiten,
Hegepflichten und fachlichen Anforderungen einen bewährten Rahmen bieten, in dem
Wildtiermanagement und Artenschutz verantwortungsvoll miteinander verbunden
sind."
Walter Nussel , Berichterstatter im Wirtschaftsausschuss und Beauftragter der
Staatsregierung für Bürokratieabbau: "Die Eckpunkte des neuen Jagdrechts wurden
in zahlreichen Gesprächen eng mit den betroffenen Verbänden abgestimmt. Wir
setzen auf mehr Eigenverantwortung für Grundbesitzer und Jägerschaft, erweitern
die Handlungsmöglichkeiten vor Ort, bauen Bürokratie ab und stärken eine
zurückhaltende Rolle des Staates. Unsere Richtung bleibt: Kontrolle nur dort, wo
es wirklich notwendig ist."
Pressekontakt:
Sebastian Kraft
Pressesprecher
E-Mail: mailto:sebastian.kraft@csu-landtag.de
Michaela Lochner
Stv. Pressesprecherin
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Tobias Klahr
Stv. Pressesprecher
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OTS: CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag
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