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Berlin (ots) - Die SPD-Bundestagsfraktion stellt sich gegen das Aus für den
internationalen Freiwilligendienst "kulturweit". Er ist ein wichtiger
Bestandteil der auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik und soll erhalten
bleiben. Seit 2009 ermöglicht das Programm jungen Menschen, sich weltweit in
Kultur- und Bildungseinrichtungen zu engagieren und internationale Verständigung
zu stärken. Nach Angaben des Auswärtigen Amtes soll die Förderung aus
Haushaltsgründen beendet werden. Der letzte Jahrgang wird im September 2026
starten.
Martin Rabanus, Sprecher für Kultur und Medien:
"Wir sollten internationale Freiwilligendienste nicht als verzichtbare
Zusatzaufgabe behandeln, sondern sie als Kern moderner Kulturpolitik verstehen.
'kulturweit' zeigt seit Jahren, wie junge Menschen Verantwortung übernehmen,
Weltzugewandtheit leben und Kulturarbeit als demokratische Praxis begreifen. Wer
solche Programme streicht, riskiert, dass Deutschland kulturelle Präsenz und
Glaubwürdigkeit verliert. Wir erleben weltweit Debatten über Einfluss, Werte und
kulturelle Erzählungen. Wenn wir kulturelle Zusammenarbeit ernst nehmen, dann
stärken wir diejenigen, die Dialog schaffen und Vertrauen aufbauen."
Nancy Faeser , zuständige Berichterstatterin:
"Die geplante Einstellung von 'kulturweit' ist bedauerlich. Das Programm hat
über viele Jahre hinweg jungen Menschen ermöglicht, internationale Erfahrungen
zu sammeln, kulturelle Brücken zu bauen und ein authentisches Bild Deutschlands
in der Welt zu vermitteln. Gerade in einer Zeit, in der nationalistische
Tendenzen weltweit wieder zunehmen und internationale Spannungen wachsen, sind
Austausch, Begegnung und gegenseitiges Verständnis wichtiger denn je. Deshalb
sollte jetzt gemeinsam nach Wegen gesucht werden, wie das Programm erhalten und
weitergeführt werden kann."
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