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Mehr SOS-Infos
https://ots.de/rE3mvq
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Beirut (ots) - Kinder zahlen den höchsten Preis der militärischen Eskalation im
Nahen Osten. Allein im Libanon wurden seit dem 2. März nach aktuellen Angaben
mindestens 83 Kinder getötet und 254 weitere verletzt . Gleichzeitig sind
zahlreiche Familien auf der Flucht.
Die SOS-Kinderdörfer warnen vor den schweren Folgen für die betroffenen Kinder.
"Kinder sollten niemals Angst, Gewalt oder Vertreibung erleben müssen. Solche
Erfahrungen erschüttern ihr Sicherheitsgefühl und ihr Vertrauen in die Welt
zutiefst", sagt Ghada Hachem, Leiterin der SOS-Kinderdörfer im Libanon.
Viele Kinder reagierten auf Krieg und Unsicherheit mit Angst, Verwirrung und
Überforderung, so Hachem. Besonders belastend sei es für sie, wenn gewohnte
Strukturen wegbrächen oder sie von vertrauten Menschen und Orten getrennt
würden. "Diese Reaktionen sind vollkommen natürliche Antworten auf völlig
unnatürliche Umstände."
Die Eskalation hat inzwischen massive Auswirkungen auf die Bevölkerung im
Libanon. Nach offiziellen Angaben sind mittlerweile mehr als 800.000 Menschen
innerhalb des Landes auf der Flucht. Rund 590 Notunterkünfte wurden geöffnet, in
denen über 125.000 Menschen Schutz suchen, darunter zahlreiche Familien mit
Kindern.
Sicherheit und Stabilität für Kinder
Trotz der angespannten Lage sind die von den SOS-Kinderdörfern betreuten Kinder
und Familien im Libanon derzeit in Sicherheit. Die Teams der SOS-Kinderdörfer
stehen in engem Austausch mit den betreuten Kindern und Familien.
"Die Sicherheit der Kinder hat für uns oberste Priorität. Unsere Teams
beobachten die Situation sehr genau und treffen alle notwendigen
Vorsichtsmaßnahmen", sagt Hachem.
Gleichzeitig unterstützen die SOS-Kinderdörfer Kinder und Familien gezielt mit
psychosozialer Hilfe. In den Einrichtungen sorgen Betreuerinnen und Betreuer
dafür, dass Kinder möglichst stabile Tagesabläufe behalten, etwa durch Schule,
gemeinsames Spielen und regelmäßige Aktivitäten.
"Stabilität ist enorm wichtig für Kinder. Verlässliche Beziehungen, sichere
Umgebung und ein geregelter Alltag geben ihnen den Raum, traumatische
Erfahrungen zu verarbeiten", sagt Hachem. Mit emotionaler Unterstützung und
professioneller Begleitung könne es gelingen, dass Kinder wieder Vertrauen
fassen und Hoffnung entwickeln.
Appell an die internationale Gemeinschaft
Angesichts der zunehmenden Gewalt rufen die SOS-Kinderdörfer die internationale
Gemeinschaft zum Schutz von Kindern und Zivilisten auf.
"Kinder müssen jederzeit vor den Auswirkungen von Konflikten geschützt werden.
Ihre Sicherheit, ihr Wohlergehen und ihre Würde sind nicht verhandelbar", sagt
Hachem.
Hilfsorganisationen müssten außerdem sicher arbeiten können, um betroffene
Familien zu unterstützen. Internationale Solidarität und langfristige
Unterstützung seien entscheidend, damit Kinder in Krisengebieten Schutz und
Perspektiven erhalten.
"Jedes Kind verdient Sicherheit und Würde, egal wo es lebt. Gerade in Zeiten von
Krieg muss der Schutz von Kindern oberste Priorität haben", sagt Hachem.
Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:
Boris Breyer
Pressesprecher SOS-Kinderdörfer weltweit
Tel.: 0160 - 984 723 45
E-Mail: mailto:boris.breyer@sos-kd.org
http://www.sos-kinderdoerfer.de
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/1658/6234644
OTS: SOS-Kinderdörfer weltweit e.V.
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