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Osnabrück (ots) - Atze Schröder hat seine Familiengeschichte auch mithilfe einer
Therapeutin aufgearbeitet, weil er sich gefragt hat, warum so viel Wut und
Traurigkeit in ihm stecken: "Ich habe die Familiengeschichte meines Vaters
aufgearbeitet, in der es sehr viele Suizide gab - seine Mutter hat sich erhängt,
vier Brüder haben Suizid begangen. Das hat sich in der näheren Familie teilweise
fortgesetzt", sagte der Komiker und Schauspieler der "Neuen Osnabrücker Zeitung"
(noz). Er sehe bei Cousinen und Cousins, "dass viele an der Kante leben und
einige tatsächlich abgestürzt sind."
Er sei früher "extrem jähzornig" gewesen, das sei aber ganz gut raustherapiert.
Nur im Stau werde er noch mal wütend. Dass Wut und Traurigkeit in ihm stecken,
habe er erst nach dem Tod seines Vaters realisiert, der in seinen Armen
gestorben ist: "Ich dachte, ich hätte damit die Trauer erledigt, weil wir da
quasi Abschied genommen haben. Aber ich habe im Laufe des Jahres danach gemerkt,
ui, da ist noch eine Menge Traurigkeit in mir."
Trost anzunehmen fällt Atze Schröder nicht leicht, das könne er nur schwer
zulassen: "Ich bin im Vortäuschen des Trost-Annehmens besser geworden. Aber ich
muss eigentlich immer erst die Nacht drüber schlafen, dann kann ich das so
richtig annehmen."
Mittlerweile weint der Starkomiker allerdings meist nur noch vor Glück, sagt er:
"Ich bin nah am Wasser gebaut und heule oft." Zuletzt, als er sein Patenkind
besucht hat: "Ihre Schwiegereltern in spe, das sind so nette Leute. Und dann
habe ich mich hinterher so gefreut, dass die so nett sind, dass mir die Tränen
runtergelaufen sind."
Atze Schröder ist noch bis zum Herbst mit seinem Programm "Lovemachine" in
Deutschland, der Schweiz und Österreich auf Tour.
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