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Mainz (ots) - Die hohen journalistischen Standards des ZDF verlässlich
gewährleisten - das soll durch einen umfassenden Maßnahmenkatalog sichergestellt
werden. Dieser wurde im Zuge der Aufarbeitung eines fehlerbehafteten Beitrags im
"heute journal" erarbeitet und beinhaltet unter anderem einen Ausbau der
Kompetenzen zur Verifikation von Bewegtbildmaterial sowie eine verbindliche
Quellenhierarchie. Der Maßnahmenkatalog wurde dem ZDF-Fernsehrat in der Sitzung
am Freitag, 13. März 2026, vorgestellt.
ZDF-Intendant Dr. Norbert Himmler: "Als öffentlich-rechtlicher Sender tragen wir
eine besondere redaktionelle und publizistische Verantwortung. Es ist
unabdingbar, dass sich die Zuschauerinnen und Zuschauer auf unsere unabhängige,
ausgewogene und transparente Berichterstattung verlassen können. Das ist die
Grundlage unseres Auftrags. Wenn uns dabei - wie in diesem Fall - Fehler
unterlaufen, müssen wir sie benennen, sie aufarbeiten und aus ihnen lernen."
Die Fernsehratsvorsitzende Gerda Hasselfeldt: "Das Publikum erwartet vom ZDF zu
Recht auch im Zeitalter von KI verlässliche Informationen. Wenn aber dennoch
einmal Fehler passieren, müssen diese gründlich aufgearbeitet werden. Wichtige
und richtige Schritte dazu sind eingeleitet worden. Nun müssen die vorgestellten
Maßnahmen zur Sicherung der journalistischen Standards konsequent Anwendung
finden. Deren Wirksamkeit wird der Fernsehrat zu gegebener Zeit prüfen."
In dem "heute journal"-Beitrag vom 15. Februar 2026 wurde an einer Stelle
KI-generiertes Bildmaterial verwendet, eine weitere Sequenz stammte aus einem
anderen Kontext. Das ZDF hat dafür um Entschuldigung gebeten und über die Fehler
aufgeklärt: In eigener Sache: Fehler in ZDF-Beitrag über ICE (https://www.zdfheu
te.de/politik/ausland/falsche-bilder-zdf-heute-journal-ice-usa-100.html) .
ZDF-Chefredakteurin Bettina Schausten informierte den ZDF-Fernsehrat in der
Sitzung am Freitag, 13. März 2026, darüber, welche Lehren das ZDF aus dem Fehler
zieht: "Glaubwürdigkeit ist unser höchstes Gut. Wir zeigen mit den beschlossenen
Maßnahmen, dass es uns mit der Aufarbeitung sehr ernst ist. Die Arbeit an einer
nachhaltigen Qualitätssicherung ist damit nicht beendet, sondern bleibt eine
Daueraufgabe - zumal im KI-Zeitalter, das gerade erst begonnen hat. Dafür machen
wir uns fitter."
Die ZDF-Chefredaktion hat im Rahmen der Aufarbeitung fünf Handlungsfelder
identifiziert. Die Handlungsfelder knüpfen dabei an die genannten Fehler im
"heute journal" an. Hierbei wurden zugleich die zukünftigen Herausforderungen
des Qualitätsjournalismus in den Blick genommen und ein ganzheitliches
Maßnahmenfeld erarbeitet:
1. Die Chefredaktion stärkt das Wissen zu Künstlicher Intelligenz im redaktionel
len Zusammenhang systematisch und nachhaltig.
2. Die Chefredaktion baut die Kompetenzen zur Verifikation von Bildmaterial in d
en Redaktionen aus.
3. Fremdmaterial kommt nur im Rahmen einer verbindlichen Quellenhierarchie zur A
usstrahlung.
4. Die Abnahmeprozesse werden an die Herausforderungen des Digitalen angepasst.
5. Es wird eine Fehlerkultur gestärkt, in der Fehler transparent benannt, konseq
uent aufgearbeitet und korrigiert werden.
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In eigener Sache: Fehler in ZDF-Beitrag über ICE
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OTS: ZDF
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