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Wiesbaden (ots) - Die Osteopathie in Deutschland wächst kontinuierlich - und mit
ihr das Vertrauen der Patientinnen und Patienten. Rund 19 Millionen Menschen
haben inzwischen eigene Erfahrungen mit osteopathischer Behandlung gemacht. Mehr
als 10.000 Osteopathinnen und Osteopathen arbeiten hierzulande auf international
anerkanntem Ausbildungsniveau.
Doch dieser Erfolg ruft auch Anbieter auf den Plan, die mit verkürzten oder
stark reduzierten Ausbildungsformaten werben. Anlässlich des Weltverbrauchertags
am 15. März weist der Verband der Osteopathen Deutschland (VOD) e.V. darauf hin,
dass seit geraumer Zeit eine Zunahme von Lehrgängen zu beobachten ist, die weder
Umfang noch Tiefe einer fundierten osteopathischen Qualifikation erreichen. Für
Patientinnen und Patienten wie auch für angehende Osteopathinnen und Osteopathen
birgt das erhebliche Risiken.
Osteopathie braucht Substanz - keine Abkürzungen
Osteopathie ist eigenverantwortliche Heilkunde. Wer sie ausübt, trägt eine hohe
medizinische Verantwortung. Eine qualitätsgesicherte Ausbildung umfasst daher
entsprechend den europäischen und internationalen Vorgaben mindestens vier bis
fünf Jahre beziehungsweise acht bis zehn Semester, ein klar strukturiertes
Curriculum sowie eine klinische Abschlussprüfung.
Dennoch finden sich zunehmend Angebote, die mit kurzen Ausbildungszeiten,
umfangreichen Anrechnungen fachfremder Vorbildungen oder überwiegend digitalen
Formaten werben. Solche "Schnellmodelle" mögen attraktiv erscheinen - sie
ersetzen jedoch keine umfassende medizinisch-osteopathische Qualifikation.
Für Patientinnen und Patienten wird es dadurch schwieriger, die Qualität einer
Behandlung einzuschätzen. Für Absolventinnen und Absolventen solcher Programme
kann sich der vermeintlich schnelle Weg später als berufliche Sackgasse
erweisen.
Fehlende gesetzliche Regelung begünstigt Wildwuchs
Ursache dieser Entwicklung ist das bis heute fehlende eigenständige Berufsgesetz
für Osteopathie in Deutschland. Ohne bundeseinheitliche gesetzliche Vorgaben
existieren weder eine verpflichtende Registrierung noch verbindliche
Ausbildungsstandards. Der Ausbildungsmarkt ist daher bislang nur unzureichend
reguliert.
Der VOD übernimmt seit vielen Jahren freiwillig Verantwortung für
Qualitätssicherung und Patientenschutz. Auf der Therapeutenliste des Verbandes
finden sich ausschließlich Osteopathinnen und Osteopathen mit umfassender,
mindestens vier- bis fünfjähriger Ausbildung, bestandener klinischer
Abschlussprüfung und regelmäßiger Fortbildung. Mit über 6.900 Mitgliedern zählt
der VOD zu den größten Berufsverbänden der Osteopathie in Europa. Gemeinsam mit
dem Bundesverband Osteopathie setzt sich der VOD in der Osteopathie-Allianz für
ein Berufsgesetz ein.
Woran erkennt man eine seriöse Ausbildung?
Wer eine osteopathische Ausbildung beginnen möchte, sollte auf folgende
Kriterien achten ( http://www.youtube.com/watch?v=gufRWKYY5MY ):
- Ausbildungsdauer: mindestens vier bis fünf Jahre bzw. acht bis zehn Semester
- Strukturiertes Curriculum: durchgängiger, aufeinander aufbauender Lehrplan
- Qualifizierte Lehrkräfte: überwiegend erfahrene, selbst praktisch tätige
Osteopathinnen und Osteopathen
- Klinische Abschlussprüfung: praktische Prüfung vor einer extern besetzten
Kommission
Besondere Vorsicht ist geboten, wenn Ausbildungsanbieter gleichzeitig eigene
"Berufsverbände" gründen und eine Mitgliedschaft quasi im Paket mitverkaufen.
Nicht jeder Verband verfügt über transparente Qualitätskriterien oder engagiert
sich aktiv für berufspolitische Interessen und Patientenschutz.
Verantwortung für Vertrauen
Die hohe Akzeptanz der Osteopathie beruht auf Qualität, Sorgfalt und
Professionalität. Damit das Vertrauen der Bevölkerung erhalten bleibt, braucht
es klare Standards - perspektivisch durch eine bundesgesetzliche Regelung,
kurzfristig durch Transparenz und kritische Auswahl von Ausbildungsstätten.
Weitere Informationen zu qualitätsgesicherten Ausbildungswegen und zu den
Kriterien des VOD finden Interessierte unter:
http://www.osteopathie.de/ausbildung
Ein ergänzendes Informationsvideo fasst die wichtigsten Punkte anschaulich
zusammen:
http://www.youtube.com/watch?v=gufRWKYY5MY
Gut zu wissen:
Osteopathie ist eine eigenständige, ganzheitliche Form der Medizin, in der
Diagnostik und Behandlung mit den Händen erfolgen. Osteopathie geht dabei den
Ursachen von Beschwerden auf den Grund und behandelt den Menschen in seiner
Gesamtheit. Osteopathie ist bei vielen Krankheiten sinnvoll und behandelt
vorbeugend.
Hintergrund:
Als deutscher Bundesverband für Osteopathinnen und Osteopathen mit mehr als
6.900 Mitgliedern setzt sich der VOD für Patientensicherheit und
Verbraucherschutz ein. Der VOD e.V. fordert hierfür eine berufsgesetzliche
Regelung und die Schaffung des eigenständigen Berufs des Osteopathen auf
qualitativ höchstem Niveau. Er klärt über die Osteopathie auf, informiert
sachlich und neutral, fördert Forschungsprojekte und betreibt Qualitätssicherung
im Interesse der Patienten. Darüber hinaus vermittelt der VOD hoch qualifizierte
Osteopathen. Über 2,8 Millionen Besucher informieren sich jedes Jahr auf
osteopathie.de. Fast 100 gesetzliche Krankenkassen bezuschussen Osteopathie.
Weitere Informationen:
Verband der Osteopathen Deutschland e.V.
Wilhelmstraße 42
65183 Wiesbaden
Telefon: 0 611 / 5808975 - 0
mailto:info@osteopathie.de
http://www.osteopathie.de
Pressekontakt:
Michaela Wehr
Tel. 0 15 20 / 2 14 71 05
mailto:presse@osteopathie.de
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/79623/6234959
OTS: Verband der Osteopathen Deutschland e.V.
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