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Berlin (ots) - Bioenergieanlagen in Deutschland besitzen ein erhebliches
Potenzial für sogenannte Negativemissionen. Technologien wie BECCS (Bioenergy
with Carbon Capture and Storage) und BECCU (Bioenergy with Carbon Capture and
Utilization) können einen wichtigen Beitrag leisten, um verbleibende
Treibhausgasemissionen auszugleichen.
Die Studie, die von Seeger Engineering erstellt wurde - im Auftrag des
Hauptstadtbüros Bioenergie (bei dem der Bundesverband Bioenergie beteiligt ist)
und des Bundesverbands der deutschen Bioethanolwirtschaft - analysiert die
Kosten der CO2-Abscheidung in drei Bioenergieanwendungen: gasförmiger, flüssiger
und fester Biomasse.
Die geringsten Kosten entstehen bei den Anlagen mit flüssiger Biomasse
(Bioethanol) mit rund 60 Euro pro Tonne CO2, da das CO2 hier bereits in hoher
Konzentration anfällt und nicht verflüssigt werden muss. Bei der gasförmigen
Biomasse, also Biogas- und Biomethananlagen, liegen die Kosten bei etwa 117 Euro
pro Tonne, bei der festen Biomasse, den Holzenergieanlagen, bei rund 119 Euro
pro Tonne CO2. Als zentrale Kostentreiber identifiziert die Studie vor allem den
Energiebedarf, insbesondere für Strom, sowie die Anlagengröße, Auslastung und
Wärmeintegration.
Das Potenzial der CO2-Abscheidung ist beträchtlich: Bereits bestehende
Bioenergieanlagen könnten laut einer Vorgängerstudie ( hier
(https://www.bioenergie.de/download_file/force/1820/201) ) 13,1 Millionen Tonnen
CO2 pro Jahr abscheiden, bei weiterem Ausbau sogar bis zu 30 Millionen Tonnen
jährlich.
Stefan Walter, Geschäftsführer des Bundesverbands der deutschen
Bioethanolwirtschaft unterstreicht: "Einige Bioethanol-Anlagen liefern bereits
heute biogenes CO? für die stoffliche Nutzung. Die weiteren erheblichen
Potenziale für die Abscheidung, Speicherung und Nutzung sollten gehoben werden,
um auftretende CO 2 -Restemissionen künftig auszugleichen. Entscheidend ist nun,
dass die Politik den regulatorischen Rahmen schafft. Dazu gehören langfristig
klare Regeln für den CO ? -Transport und die Speicherung sowie wirtschaftliche
Anreizen für Investitionen."
Sandra Rostek, Leiterin des Hauptstadtbüros Bioenergie, erklärt: "Bioenergie mit
CO2-Abscheidung bietet die Chance, erneuerbare Energie zu erzeugen und
gleichzeitig CO2 dauerhaft aus der Atmosphäre zu entfernen. Gerade weil ein
großer Teil der Bioenergieanlagen bereits existiert, könnten negative Emissionen
vergleichsweise schnell realisiert werden. Damit dieses Potenzial gehoben werden
kann, braucht es jetzt eine Anschubfinanzierung für erste Projekte - etwa aus
Einnahmen des Emissionshandels bzw. dem Klima- und Transformationsfonds."
Die Studie finden Sier hier (https://www.hauptstadtbuero-bioenergie.de/applicati
on/files/6817/7305/3274/2026.03.14_Kurzstudie_Wirtschaftlichkeit_von_CO2-Abschei
dung.pdf) , das Hintergrundpapier hier (https://www.hauptstadtbuero-bioenergie.d
e/application/files/2517/7305/3261/2026.03.14_HBB_Hintergrund_BECCS_Kosten_Studi
e_final.pdf) .
Pressekontakt:
Bundeverband Bioenergie e.V.
Simone Jost
Leitung Kommunikation
mailto:jost@bioenergie.de
T. 0177-4132945
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/69110/6235611
OTS: Bundesverband BioEnergie e.V.
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