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Bensheim (ots) - Wüsten breiten sich aus, Seen und Flüsse vertrocknen - in immer
mehr Regionen der Welt wird Wasser knapp, besonders in Afrika. Wasser fehlt zum
Trinken ebenso wie für die tägliche Reinigung von Gesicht und Händen. Ohne
sauberes Wasser erkranken viele Menschen an schweren Krankheiten. So zum
Beispiel die 40-jährige Mekiya aus Äthiopien. Sie hat sich mit der
Augenkrankheit Trachom infiziert. Eine Augeninfektion, die bis ins 20.
Jahrhundert unter den Namen "Körnerkrankheit" oder "Ägyptische Augenkrankheit"
auch in Europa häufig war. Unbehandelt führt sie zu Blindheit. Anlässlich des
Weltwassertages am 22. März macht die Christoffel-Blindenmission (CBM)
(https://www.cbm.de/) darauf aufmerksam, wie wichtig eine gute Wasserversorgung
ist - gerade im Kampf gegen Trachom.
"Es juckt, es sticht. Ich möchte immer mein Auge reiben. Mein rechtes Auge tränt
unaufhörlich", beschreibt Mekiya aus Äthiopien ihre Situation. Mit der Zeit
wurden die Schmerzen immer schlimmer: Die wiederkehrenden Entzündungen ließen
ihr Augenlid vernarben, die Wimpern wachsen jetzt nach innen und scheuern bei
jedem Lidschlag über die empfindliche Hornhaut. Deshalb fing sie an, sich die
Wimpern ausreißen zu lassen. "Das war auch schmerzhaft", sagt sie. Bereits seit
zwei Jahren lebt sie mit den Qualen.
Nachbarschaftshilfe der anderen Art
Schließlich bekommt Mekiya Hilfe von einer Nachbarin. Erst einen Monat zuvor
hatte diese eine Ausbildung zur Gesundheitshelferin absolviert - die Nachbarin
erkennt: Mekiya ist an der bakteriellen Augeninfektion erkrankt - übertragen von
Fliegen oder einem gemeinsam benutzten Handtuch. Sie weiß, nur eine
Augenoperation kann Mekiya noch helfen, bevor die Wimpern die Hornhaut komplett
blind scheuern. Dank der CBM-Spenderinnen und Spender muss sich die 40-Jährige
nicht sorgen, wie sie die Operation bezahlen soll. Nach der OP ist Mekiya
erleichtert: "Ich fühle mich viel besser und kann jetzt klar sehen. Kein
Schmerz, keine Tränen mehr", sagt sie dankbar.
Wasser für alle
Dass sich Menschen wie Mekiya mit Trachom infizieren, ist keine Seltenheit.
Ihnen fehlt häufig der Zugang zu sauberem Wasser und das Wissen, wie wichtig
gute Hygiene ist, um Trachom vorzubeugen. Sichere Wasserstellen, die für alle
zugänglich sind, sind genauso wichtig wie Zäune, damit Tiere sie nicht
verunreinigen. Daher hat die CBM allein in Äthiopien im vergangenen Jahr 28
Wasserstellen gebaut, von denen mehr als 16.000 Menschen profitieren - Tag für
Tag. Damit ist sie einen Schritt weiter, Trachom bis zum Jahr 2030 endgültig zu
besiegen.
Online-Vortrag zum gegen Trachom
Mehr über Menschen wie Mekiya und was die CBM mit ihrer Kampagne gegen die
bakterielle Augenkrankheit Trachom unternimmt, erfahren Interessierte am 31.
März von 18 bis 18.30 Uhr in einem online-Webinar. Unter dem Titel "Was wird aus
meinen Kindern, wenn ich erblinde? - So besiegen wir die Augenkrankheit Trachom"
berichten zwei Mitarbeiter über die CBM-Trachom-Arbeit. Jetzt anmelden:
http://www.cbm.de/veranstaltungen .
Über die CBM
Die Christoffel-Blindenmission (CBM) zählt zu den international führenden
Organisationen für inklusive Entwicklungszusammenarbeit. Sie unterstützt
Menschen mit Behinderungen in den ärmsten Ländern der Welt - und das seit fast
120 Jahren. Gemeinsam mit ihren lokalen Partnern sorgt sie dafür, dass sich das
Leben von Menschen mit Behinderungen grundlegend und dauerhaft verbessert. Sie
leistet medizinische Hilfe und setzt sich für gleichberechtigte
gesellschaftliche Teilhabe ein. Ziel ist eine inklusive Welt, in der Menschen
mit und ohne Behinderungen ihre Fähigkeiten einbringen können und niemand
zurückgelassen wird. Im Jahr 2024 förderte die CBM 330 Projekte in 37 Ländern.
Mehr unter https://www.cbm.de/ .
CBM-Pressestelle:
Marion Muhalia
Tel.: 06251-131 341
E-Mail: mailto:presse@cbm.org
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/37342/6237894
OTS: cbm Christoffel-Blindenmission e.V.
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