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Nürnberg (ots) - Eine immowelt Analyse über den Einfluss der
Energieeffizienzklasse auf den Angebotspreis von Häusern und Wohnungen zeigt:
- Wohnungen mit Effizienzklasse A+ kosten rund 20 Prozent mehr als vergleichbare
Angebote mit mittlerer Klasse D
- A+-Häuser werden im Schnitt 15 Prozent teurer angeboten als Eigenheime mit
mittlerem Standard
- Deutliche Abschläge für schlechte Energiebilanz: Häuser der Klasse H liegen
rund 17 Prozent unter den Preisen von Klasse D
- Preisentwicklung seit Zinsanstieg 2022: Energieeffiziente Immobilien erholen
sich schneller
Die Energieeffizienz hat sich zu einem entscheidenden Preisfaktor bei
Wohnimmobilien entwickelt. Während eine schlechte Energiebilanz deutliche
Preisabschläge nach sich zieht, erzielen besonders effiziente Gebäude deutlich
höhere Preise. Wohnungen mit der besten Energieeffizienzklasse A+ kosten im
bundesweiten Durchschnitt rund 20 Prozent mehr als vergleichbare Objekte mit
mittlerem Energiestandard der Klasse D. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle
Analyse von immowelt über den Einfluss der Energieeffizienzklasse auf den
Angebotspreis von Häusern und Wohnungen, die im Jahr 2025 auf immowelt.de
inseriert wurden.
Untersucht wurde, wie stark sich die durchschnittlichen Angebotspreise der
einzelnen Energieeffizienzklassen vom mittleren Standard der Klasse D
unterscheiden. Dieser ist in Deutschland bei angebotenen Wohnimmobilien am
weitesten verbreitet. In der Berechnung wurde der genaue Einfluss des
Energiestandards auf den Angebotspreis bestimmt, während andere Faktoren wie
Lage, Größe oder Ausstattung bewusst ausgeklammert wurden, um den Effekt der
Energieeffizienz klar sichtbar zu machen.
"Die Energieeffizienz ist längst zu einem zentralen Werttreiber auf dem
Immobilienmarkt geworden", sagt immowelt Geschäftsführer Theo Mseka. "Käufer
achten stärker als früher auf laufende Energiekosten und mögliche
Sanierungsaufwände. Entsprechend erzielen besonders effiziente Gebäude deutliche
Preisaufschläge, während Immobilien mit schwacher Energiebilanz häufig nur über
niedrigere Einstiegspreise Käufer finden."
Ineffiziente Häuser mit Preisabschlag von bis zu 17 Prozent
Besonders deutlich wirkt sich eine schlechte Energieeffizienzklasse auf die
Angebotspreise von Häusern aus. Eigenheime mit der niedrigsten
Energieeffizienzklasse H werden durchschnittlich rund 17 Prozent günstiger
angeboten als vergleichbare Häuser mit dem mittleren Standard der Klasse D. Auch
Häuser mit den Klassen G und F weisen deutliche Preisabschläge auf.
Generell zeigt sich: Je weiter ein Haus energetisch vom mittleren Standard
abweicht, desto stärker schlägt sich dies im Angebotspreis nieder. Am oberen
Ende der Skala kommt es dementsprechend zu deutlichen Aufschlägen. Häuser mit
Energieeffizienzklasse A+ kosten im bundesweiten Durchschnitt rund 15 Prozent
mehr als Eigenheime mit mittlerem Standard. Auch Häuser mit den Klassen A und B
erzielen noch merkliche Preisaufschläge.
Wohnungen: Bis zu 20 Prozent Preis-Plus für beste Energiebilanz
Bei Eigentumswohnungen wirkt sich die Energieeffizienz ebenfalls deutlich auf
den Angebotspreis aus, allerdings fallen die Abschläge bei ineffizienten
Objekten etwas geringer aus als bei Häusern. Wohnungen mit der schlechtesten
Energieeffizienzklasse H werden im Deutschlandmittel rund 9 Prozent günstiger
angeboten als vergleichbare Apartments mit der Klasse D.
Ein Grund dafür könnte sein, dass Wohnungseigentümer energetische
Sanierungskosten in der Regel gemeinsam innerhalb der Eigentümergemeinschaft
tragen, wodurch die finanzielle Belastung für einzelne Käufer geringer ausfällt
als bei Einfamilienhäusern.
Dennoch zeigt sich auch bei Wohnungen ein deutlicher Aufpreis für besonders
effiziente Gebäude: Apartments mit Energieklasse A+ kosten durchschnittlich rund
20 Prozent mehr als vergleichbare Objekte mit mittlerem Energiestandard. Auch
Wohnungen der Klassen A und B werden spürbar teurer angeboten.
Preisentwicklung: Effiziente Immobilien stabiler
Die wachsende Bedeutung der Energieeffizienz zeigt sich auch bei der
Preisentwicklung seit dem Zinsanstieg und der Energiekrise im Jahr 2022.
Wohnimmobilien mit hoher Energieeffizienz verzeichneten infolge der gestiegenen
Zinsen zwar zunächst gemeinsam mit dem restlichen Markt sinkende Angebotspreise,
erholten sich anschließend jedoch deutlich schneller.
Besonders ineffiziente Gebäude gerieten während der Marktphase nach dem
Zinsanstieg im Jahr 2022 stärker unter Druck. Neben gestiegenen
Finanzierungskosten spielten auch höhere Energiepreise sowie die Debatte um
strengere energetische Vorgaben eine Rolle. Entsprechend mussten Verkäufer
häufig größere Preisabschläge akzeptieren.
Gleichzeitig bleiben solche Immobilien für viele Käufer weiterhin ein möglicher
Einstieg in den Markt. Der niedrigere Kaufpreis kann es ermöglichen, eine
Immobilie zu erwerben und notwendige energetische Sanierungen erst zu einem
späteren Zeitpunkt umzusetzen.
Die Pressemitteilung inklusive Grafiken steht auch hier zum Download bereit. (ht
tps://content.cdn.immowelt.com/iw_group2/import/Redaktion/Pressemitteilungen/202
6/2026_03_19_PM_Energieeffizienz_Preiseinfluss_final.pdf)
Detaillierte Informationen zum aktuellen Preisniveau in den unterschiedlichen
Regionen Deutschlands liefert die immowelt Price Map
(https://www.immowelt.de/immobilienpreise/deutschland) .
Immobilie vermieten oder verkaufen: Hier können Eigentümer ganz einfach eine
aufmerksamkeitsstarke Anzeige erstellen
(https://www.immowelt.de/anbieten/immobilienanzeigen)
Berechnungsgrundlage:
Datenbasis für die Untersuchung waren Wohnungen und Häuser (freistehende
Einfamilienhäuser, Doppelhaushälften und Reihenendhäuser), die im Jahr 2025 auf
immowelt.de zum Kauf angeboten wurden. Für die Analyse des Preis-Effekts wurden
ausschließlich Inserate aus dem Jahr 2025 berücksichtigt. Für die Untersuchung
der Preis- und Wertentwicklung über die Zeit wurden zusätzlich historische
Angebote herangezogen. Berücksichtigt wurden nur Angebote, die älter als 2 Jahre
sind und preislich sowie größentechnisch nicht als Ausnahmen gelten. Um den
reinen Effekt des Energiestandards auf den Preis zu messen, wurde ein
hedonisches Modell angewendet. Hierbei wurden nur Häuser mit gleichem Baujahr
verglichen, damit ältere Häuser nicht automatisch günstiger erscheinen. Zudem
wurde berücksichtigt, ob Häuser allgemein renoviert wurden, um nicht
fälschlicherweise einen höheren Preis der Energieeffizienz zuzuschreiben, wenn
er beispielsweise durch eine neue Küche zustande kommt. Zur Bewertung in
Prozentzahlen wurde ein Vergleich mit einem Referenzobjekt der
Energieeffizienzklasse D durchgeführt.
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