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Baden-Baden (ots) - Vom gefeierten Hoffnungsträger der Energiewende zum
verurteilten Millionenbetrüger / 90-minütiger Dokumentarfilm von Jan Peter und
Sandra Naumann / Im Ersten am 8. April 2026 um 22:50 Uhr
HIER (https://share.ard-zdf-box.de/s/c9BYN2eCgzMJtG7?dir=/Mediathekstrailer&edit
ing=false&openfile=true) jetzt der Langtrailer
HIER (https://ardtvaudio.de/beitrag/12539) der ARD-Audiolink mit O-Tönen der
Filmemacher:innen und
HIER (https://pressekits.daserste.de/holt) das Pressedossier
Nächste Woche startet die außergewöhnliche Dokumentation "Holt - Der
Windkraft-Schwindler" in der ARD Mediathek (https://1.ard.de/holt?pr) . Der Film
erzählt die wahre Geschichte von Hendrik Richard Holt - einem jungen Unternehmer
aus dem emsländischen Haselünne, der zum Hoffnungsträger der deutschen
Energiewende aufsteigt und schließlich als Betrüger verurteilt wird. Dabei
zeichnet die Doku den Aufstieg und Fall eines Mannes nach, dessen
Selbstinszenierung, politische Nähe und familiäres Umfeld ein Betrugssystem
ermöglichen, das auf eine Beute von mehr als einer Milliarde Euro abzielt.
Ein betrügerisches Imperium
Im Alter von nicht mal 30 Jahren gilt Holt als Visionär. Seine Firma, die Holt
Holding, wird als modernes Familienunternehmen präsentiert, Holt ist politisch
bestens vernetzt und scheinbar prädestiniert, große Windkraftprojekte in
Deutschland durchzusetzen - selbst dort, wo Widerstand von Bürger:innen und
Kommunen herrscht. Energiekonzerne investieren in das Versprechen, frühzeitig
Zugriff auf genehmigungsreife Großprojekte zu erhalten. Doch dieses Versprechen
basiert auf Fälschungen. Projektunterlagen samt Unterschriften, Bestätigungen
und vollständigen Dokumentenketten werden systematisch manipuliert - teils
schlicht am Rechner erstellt. Zustimmungserklärungen von Eigentümern, Gemeinden
und Behörden existieren nur auf dem Papier. So entsteht der Anschein
realisierungsfähiger Windkraftprojekte und die Grundlage für einen geplanten
Milliarden-Deal - auf einem Fundament aus Täuschungen.
Täuschung und Selbsttäuschung
Erst als eine Kommunalbeamtin Anzeige erstattet, gerät das System ins Wanken.
Die Staatsanwaltschaft Osnabrück ermittelt, arbeitet sich durch Akten, Verträge
und gefälschte Dokumente - und deckt Schritt für Schritt die Dimension des
Schwindels auf. Es beginnt ein Katz-und-Maus-Spiel zwischen Ermittlern und einem
Mann, der weiter an seine eigene Legende glaubt. Holt selbst spricht immer
wieder davon, unbedingt Milliardär werden zu wollen. Am Ende folgt der Zugriff:
Im April 2020 wird Holt im Berliner Hotel Adlon festgenommen. 2022 wird er
gemeinsam mit weiteren Beteiligten wegen bandenmäßigen Betrugs zu langjährigen
Haftstrafen verurteilt.
Holt befindet sich derzeit im offenen Vollzug. Der Film zeigt, wie dieses System
funktionieren konnte: getragen von Holts charismatischer Selbstdarstellung, dem
Image eines erfolgreichen Familienunternehmens und einem Umfeld, das lieber an
den großen Wurf glaubt, als genau hinzusehen. Mehrere Familienangehörige sind
aktiv in die Geschäfte eingebunden und werden später ebenfalls zu langjährigen
Haftstrafen verurteilt. Der Betrug zerstört nicht nur das Vertrauen von
Investoren und Partnern, sondern auch eine Familie.
Eine Geschichte über Gier und Moral
"Holt - Der Windkraft-Schwindler" zeigt Hendrik Holt ausführlich selbst vor der
Kamera - ebenso seine Ehefrau und seine Großmutter, frühere Weggefährten, aber
auch Ermittler, Staatsanwälte und Journalist:innen, die den Fall über Jahre
begleitet haben. Der Film legt offen, wie Betrug entstehen kann, wenn Image,
Machtversprechen und familiäre Loyalitäten einander verstärken - und wie schwer
es ist, ein solches System zu stoppen. Und so ist der Film mehr als die Chronik
eines spektakulären Wirtschaftsstrafverfahrens: Er ist ein dokumentarischer
Wirtschaftsthriller über Selbstinszenierung, Größenwahn und die blinden Flecken
eines Systems, das großen Versprechen oft zu lange glaubt. Zugleich ist er das
Porträt eines Mannes, der seine eigene Rolle immer weiter steigert - bis sie ins
Absurde kippt.
Ein neues Projekt des "Lubi"-Teams
Nach der erfolgreichen Doku-Serie "Lubi - Ein Polizist stürzt ab" setzt das Team
um Jan Peter, Sandra Naumann und dem Produzenten Alexander Bickenbach von
Frisbeefilms die Zusammenarbeit mit dem SWR fort, diesmal gemeinsam mit HR und
NDR. Jan Peter schrieb, erneut als kreative Leitung, gemeinsam mit Sandra
Naumann das Drehbuch und führte Regie. Die Bildgestaltung lag bei Jürgen
Rehberg.
Zitat Alexander Bickenbach, Produzent
"Der Fall Hendrik Holt eröffnete uns die Möglichkeit, eine Geschichte zu
erzählen, die weit über einen Wirtschaftsskandal hinausgeht. Dieser Betrug
funktionierte nicht im Verborgenen - er funktionierte, weil alle hinsahen und
trotzdem glaubten. Im Zentrum steht Holt selbst: seine Selbstinszenierung und
Täuschungen, die kollektiven Projektionen auf ihn und die Mechanismen eines
Systems, das solche Figuren überhaupt erst zulässt. Daraus entsteht
schonungsloses, intensives und druckvolles Entertainment - ein Film über
Wahrheit, Lüge und Selbstbetrug, erzählt auch durch den Täter selbst als
Protagonisten."
Zitat Sandra Naumann, Co-Autorin
"Holt bewegte sich an der Schnittstelle von Politik, Wirtschaft und Energiewende
- also in einem Bereich, der gesellschaftlich hoch aufgeladen ist und in dem
große Versprechen, Förderlogiken und Interessen aufeinandertreffen. Nicht der
spektakuläre Betrugsfall an sich hat uns interessiert, sondern die Frage, warum
er möglich war - und warum so viele bereit waren, ihm zu glauben. Diese
gesellschaftliche Dimension war der ausschlaggebende Grund, den Fall filmisch zu
untersuchen."
Zitat Jan Peter, Creator, Drehbuchautor und Regisseur
"Dabei war uns wichtig, unterschiedliche Perspektiven abzubilden: die des
Täters, seines familiären und geschäftlichen Umfelds sowie die der
Ermittlungsbehörden und der Journalisten, die den Fall über Jahre begleitet
haben. Hendrik Holt hat sein Leben, seinen Erfolg und seine Rolle über Jahre
hinweg selbst inszeniert - gegenüber Geschäftspartnern, in der Öffentlichkeit
und in sozialen Medien. Wir greifen diese Selbstinszenierung filmisch auf und
führen sie weiter, bis sie sich selbst entlarvt."
Produktion
"Holt - Der Windkraft-Schwindler" ist eine Produktion von Frisbeefilms im
Auftrag von SWR, HR und NDR, in Koproduktion mit Avanga und Fortis Imaginatio.
Ein Film von Jan Peter und Sandra Naumann. Die Redaktion verantworten Mirjam
Dolderer und Antje Stamer (SWR), Julia Klüssendorf (HR) und Timo Großpietsch
(NDR). Produzenten sind Alexander Bickenbach und Manuel Bickenbach
(Frisbeefilms), Koproduzenten Tina Illgen und Michael Faustino-Bauer. Ab
27.03.2026 in der ARD Mediathek (https://1.ard.de/holt?pr) und am 8.04.2026 um
22:50 Uhr im Ersten
Der Film steht für Journalist:innen im Vorführraum des Presseservice Das Erste
(https://presse.daserste.de/index~login.html) zur Ansicht bereit.
Fotos unter ARD-foto.de (http://www.ard-foto.de/) .
Sollten Sie an Interviews mit den Filmemacher:innen interessiert sein, bitte
lassen Sie es uns wissen.
Für weitere Informationen und Interviewanfragen:
Anja Käumle, PR & Kommunikation, Tel. +49 171 2074418,
E-Mail: mailto:anja.keumle@gmail.com
Katy Steinfeld, Steinfeld PR & Management, Tel. +49 172 89 69 413,
E-Mail: mailto:ks@steinfeldpr.de
Pressestelle SWR: Daniela Kress, mailto:daniela.kress@SWR.de
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/153003/6239265
OTS: ARD Mediathek
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