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Frankfurt (ots) - Die EU zeigt auch bei diesem Gipfel, dass sie noch weit davon
entfernt ist, das viel beschworene Ziel von Einigkeit und Stärke zu erreichen.
Bestenfalls kommt sie dieser Absicht mit umstrittenen, aber wenig überzeugenden
Kompromissen näher. Das ist nicht alleine die Schuld der EU. Für den Krieg gegen
den Iran und die damit verbundenen hohen Energiepreise etwa sind die Europäer
nicht unmittelbar verantwortlich. Weshalb sie sich zu Recht nicht an dem
militärischen Konflikt beteiligen wollen. Doch sehr wohl den USA und Israel nach
dem Ende der Gefechte beistehen wollen. Was das genau heißt, jenseits von ein
paar Minensuchbooten, blieb offen. Und auch, ob das US-Präsident Donald Trump
zufriedenstellen wird. Dieses wenig befriedigende Handlungsmuster der
europäischen Krisenmanager findet sich auch bei der Hilfe für die Ukraine. Das
beschlossene Paket für Kiew stellte der ungarische Regierungschef infrage, was
die Hilfeempfänger verständlicherweise nervös macht. Ihnen droht schon bald das
Geld auszugehen, was den Kampf gegen den russischen Aggressor nicht leichter
macht.
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