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Tausende Häftlinge vorzeitig aus dem Gefängnis entlassen / Mehr als 6000 Gefangene kamen 2025 früher frei / große Unterschiede zwischen den Ländern

20.03.2026 03:05 Uhr Neue Osnabrücker Zeitung

Osnabrück (ots) - Im vergangenen Jahr sind in Deutschland mindestens 6125 Häftlinge vorzeitig aus dem Gefängnis entlassen worden. Das ergibt eine Umfrage der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (noz) unter den Justizministerien der Länder. Die meisten vorzeitigen Entlassungen verzeichnete Baden-Württemberg: Dort kamen 2061 Gefangene vorzeitig frei.

Mit deutlichem Abstand folgt Niedersachsen mit 896 vorzeitigen Freilassungen. In Hessen lag die Zahl in einer ähnlichen Größenordnung (814). Rheinland-Pfalz entließ 485 Menschen vor dem ursprünglich angeordneten Ende ihrer Haft, im Saarland waren es 361 - etwas mehr als in Hamburg (346).

Es folgen Berlin (326), Sachsen (280), Brandenburg (202), Sachsen-Anhalt (137) und Thüringen (129). Die wenigsten vorzeitigen Entlassungen wurden in Bremen registriert (88). In Sachsen-Anhalt bleibt die Zahl der vorzeitigen Freilassungen uneindeutig. Bayern, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein erheben hierzu keine Daten.

Auch bei den Anteilen zeigen sich deutliche Unterschiede. Im Saarland lag der Anteil der vorzeitigen Gefängnisaustritte an allen Freilassungen bei rund 45 Prozent. In Hessen und Baden-Württemberg betrug er jeweils etwa 30 Prozent und in Niedersachsen knapp 20 Prozent. Deutlich niedriger fiel die Quote in Sachsen und Thüringen aus: Dort lag der Anteil bei rund zwölf beziehungsweise acht Prozent.

Pressekontakt:

Neue Osnabrücker Zeitung Redaktion

Telefon: +49(0)541/310 207

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/58964/6239538 OTS: Neue Osnabrücker Zeitung


Quelle: ots / newsaktuell - Pressemitteilung - Neue Osnabrücker Zeitung
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