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WIESBADEN (ots) -
- US-Dollar mit einem Anteil von 26,4 % zweitwichtigste Währung bei
Warenexporten in Nicht-EU-Staaten
- Importe aus Drittstaaten zu 45,2 % in US-Dollar und zu 43,8 % in Euro bezahlt
- Statistisches Bundesamt bietet ab sofort monatliche Auswertungen zum
Außenhandel nach Rechnungswährungen
Im Jahr 2025 war der Euro bei deutschen Warenexporten in Staaten außerhalb der
Europäischen Union (Drittstaaten) das meistverwendete Zahlungsmittel. Wie das
Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, wurden nach vorläufigen Ergebnissen
54,7 % der deutschen Exportgeschäfte in die Drittstaaten in Euro abgewickelt. In
US-Dollar wurden 26,4 % der Exporte abgerechnet. Danach folgten Exportgeschäfte
in britischem Pfund mit einem Anteil von 4,8 %, chinesischem Renminbi Yuan mit
2,7 % und Schweizer Franken mit 2,4 %. Die restlichen 8,9 % der Exporte in
Drittstaaten wurden in anderen Währungen bezahlt. Ab dem Berichtsmonat Januar
2026 bietet das Statistische Bundesamt monatliche Auswertungen zum Außenhandel
nach Rechnungswährungen in einem neuen Statistischen Bericht an.
Deutsche Importe: US-Dollar wichtigstes Zahlungsmittel
Importseitig war der US-Dollar im Jahr 2025 das am weitesten verbreitete
Zahlungsmittel im Warenhandel mit Drittstaaten. 45,2 % der Importgeschäfte
wurden in US-Dollar bezahlt. In Euro wurden 43,8 %, in chinesischem Renminbi
Yuan 3,6 %, in Schweizer Franken 2,8 % und in britischem Pfund 1,7 %der
Importgeschäfte abgerechnet. In anderen Währungen wurden nur 2,9 % der Importe
bezahlt.
Exporte in die Vereinigten Staaten werden zu über zwei Dritteln in US-Dollar
bezahlt
Im Handel mit den wichtigsten Empfängerländern deutscher Waren außerhalb der
Europäischen Union (EU) unterscheiden sich die Anteile der bei Exportgeschäften
genutzten Rechnungswährungen stark. So wurden die Exporte in die Vereinigten
Staaten im Jahr 2025 zu 68,6 % in US-Dollar und zu 30,6 % in Euro abgerechnet.
Nur 0,8 % der exportierten Waren wurden in anderen Währungen gezahlt.
Demgegenüber wurden die von Deutschland nach China exportierten Waren im Jahr
2025 hauptsächlich in Euro bezahlt (61,0 %). Danach folgten die chinesische
Währung Renminbi Yuan mit einem Anteil von 23,0 % und der US-Dollar mit 15,1 %.
In anderen Währungen wurden lediglich 0,9 % der Exportgeschäfte mit China
abgewickelt.
Auch im Handel mit dem Vereinigten Königreich wurden 2025 die meisten deutschen
Exporte in Euro bezahlt (48,5 %). Der US-Dollar spielte mit einem Anteil von 8,1
% nur eine untergeordnete Rolle. Weitaus mehr Exporte in das Vereinigte
Königreich wurden in britischem Pfund abgerechnet (41,4 %). Andere Währungen
hatten bei den deutschen Exportgeschäften mit dem Vereinigten Königreich einen
Anteil von 2,0 %.
Beim Handel mit der Schweiz dominierten im Jahr 2025 die Exporte, die in Euro
abgewickelt wurden. Der Euro lag mit einem Anteil von 71,0 % weit vor dem
Schweizer Franken mit 22,0 % und dem US-Dollar mit 4,4 % an den
Rechnungswährungen. Andere Währungen hatten lediglich einen Anteil von 2,6 %.
Importe aus China meist in US-Dollar abgewickelt
Auch bei den Importen nach Deutschland aus den wichtigsten Lieferländern
außerhalb der EU ergab sich für die Zahlungsabwicklung nach Währungen ein
differenziertes Bild. Im Handel mit China wurden im Jahr 2025 mit einem Anteil
von 50,8 % die meisten Wareneinfuhren in US-Dollar abgerechnet. In Euro wurden
31,1 % und in chinesischem Renminbi Yuan nur 16,7 % der Importgeschäfte
abwickelt (andere Währungen: 1,4 %).
Bei den Importen aus den Vereinigten Staaten hatte der US-Dollar in Jahr 2025
mit einem Anteil von 78,4 % eine noch größere Bedeutung als bei den
Exportgeschäften. In Euro wurden lediglich 20,0 % der Importwaren gezahlt
(andere Währungen: 1,7 %).
Bei Importgeschäften mit der Schweiz hingegen spielte der US-Dollar im Jahr 2025
mit einem Anteil von 6,6 % nur eine untergeordnete Rolle. Hier dominierte der
Euro mit einem Anteil von 67,0 % der abgerechneten Währungen, gefolgt vom
Schweizer Franken mit einem Anteil von 23,4 % (andere Währungen: 3,1 %).
Der Handel mit dem Vereinigten Königreich wurde auch importseitig hauptsächlich
in Euro abgerechnet. Im Jahr 2025 lag der Euro mit einem Anteil von 50,3 % an
den fakturierten Währungen vor dem US-Dollar mit 25,9 % und dem britischen Pfund
mit 23,2 % (andere Währungen: 0,6 %).
Exporte in Drittstaaten machen 44,1 % der gesamten deutschen Exporte aus
Im Jahr 2025 machte der Handel mit Drittstaaten 44,1 % der deutschen
Gesamtexporte und 34,6 % der Gesamtimporte aus. Dieser Außenhandel über die
EU-Grenzen hinweg (Extrahandel) wird von der Zollverwaltung abgewickelt, dabei
werden die jeweiligen Rechnungswährungen erfasst. Für den Handel mit anderen
EU-Staaten (Intrahandel) liegen in der Außenhandelsstatistik keine Angaben zu
den fakturierten Währungen vor.
Methodische Hinweise:
Im Extrahandel (Handel mit Drittstaaten außerhalb der EU) werden die
Warenverkehre von der Zollverwaltung erhoben und an das Statistische Bundesamt
übermittelt. Die Zollverwaltung erhebt grundsätzlich die Währung, in der ein
Warenverkehr gezahlt wurde. Das hier erhobene Merkmal "Währung" wird für die
Außenhandelsstatistik nach Rechnungswährungen verwendet. In der
Intrahandelsstatistik wird die Währung, die für die Zahlung verwendet wurde,
nicht erhoben. Für die Zollabwicklung in Deutschland (und der EU) ist bei
Rechnungen in Fremdwährungen der offizielle Wechselkurs der Europäischen
Zentralbank (EZB) maßgebend. Veröffentlicht werden immer die gemeldeten
beziehungsweise umgerechneten Statistischen Werte in Euro.
Weitere Informationen:
Ab Berichtsmonat Januar 2026 bietet das Statistische Bundesamt den Statistischen
Bericht "Außenhandel nach Rechnungswährungen (TIC)" als monatliche Publikation
an. Dieser Statistische Bericht stellt dar, in welchen Währungen die im Handel
mit Drittstaaten veröffentlichten Importe und Exporte (in Euro) ursprünglich
gezahlt wurden. Die gemeldeten Währungen sind verknüpft mit weiteren Merkmalen
der Außenhandelsstatistik (Partnerländer, Warensystematiken).
Alle detaillierten Ergebnisse zum Außenhandel des Berichtsmonats Januar 2026
bietet die Datenbank GENESIS-Online (Tabellen 51000). Ausgewählte Tabellen
bietet auch die Themenseite "Außenhandel" im Internetangebot des Statistischen
Bundesamtes.
Die Ergebnisse zum Außenhandel sind auch im "Dashboard Konjunktur" verfügbar,
das Teil des "Dashboard Deutschland" (www.dashboard-deutschland.de) ist. In
diesem Datenportal bündelt das Statistische Bundesamt hochaktuelle Indikatoren
der amtlichen Statistik und weiterer Datenanbieter zu den Themen Arbeitsmarkt,
Bauen und Wohnen, Energie und Ukraine. Mit dem "Pulsmesser Wirtschaft" steht
dort auch ein Tool zur Konjunkturbeobachtung in Echtzeit bereit.
Diese Pressemitteilung ist, gegebenenfalls ergänzt mit weiteren Informationen
und Verlinkungen zum Thema, veröffentlicht unter
www.destatis.de/pressemitteilungen.
Weitere Auskünfte:
Außenhandel
Telefon: +49 611 75 2481
www.destatis.de/kontakt
Pressekontakt:
Statistisches Bundesamt
Pressestelle
www.destatis.de/kontakt
Telefon: +49 611-75 34 44
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/32102/6239611
OTS: Statistisches Bundesamt
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