|
WIESBADEN (ots) -
- Erntemenge (-9 %), Anbaufläche (-13 %) und Zahl der Betriebe (-29 %) im Jahr
2025 gegenüber 2015 gesunken
- 79 % des im Jahr 2025 importierten Spargels während der Saison von März bis
Juni eingeführt
Der Spargelanbau in Deutschland geht zurück: Sowohl Erntemenge und Anbaufläche
als auch die Zahl der Spargel anbauenden Betriebe ist in den vergangenen zehn
Jahren gesunken. Im Jahr 2025 wurden in Deutschland 103 900 Tonnen Spargel
geerntet. Das waren 3,9 % weniger als im Jahr 2024 (108 100 Tonnen) und 8,5 %
weniger als zehn Jahre zuvor (2015: 113 600 Tonnen), wie das Statistische
Bundesamt (Destatis) mitteilt. Ein Grund für die geringere Spargelernte ist der
Rückgang der Anbaufläche: Im Jahr 2025 umfasste die gesamte Anbaufläche für
Spargel deutschlandweit 22 500 Hektar - das waren 1,5 % weniger als im Jahr
zuvor (22 800 Hektar) und 12,5 % weniger als im Jahr 2015 mit 25 700 Hektar.
Vor allem kleinere Betriebe haben sich in den vergangenen Jahren aus dem
Spargelanbau zurückgezogen. Dadurch nahm die Zahl der Betriebe deutlich stärker
ab als Anbaufläche und Erntemenge: von 1 900 im Jahr 2015 auf 1 350 im Jahr 2025
- ein Rückgang um 29,3 %.
Die meisten Betriebe gab es 2025 in Bayern (290), Nordrhein-Westfalen (265) und
Baden-Württemberg (210). Die größten Anbauflächen lagen in Niedersachsen (4 300
Hektar), Nordrhein-Westfalen (4 100 Hektar) und Brandenburg (4 000 Hektar).
24 500 Tonnen Spargel wurden 2025 importiert, vor allem aus Spanien, Mexiko und
Griechenland
Spargel kommt nicht nur aus heimischem Anbau, sondern wird auch aus dem Ausland
eingeführt. Im Jahr 2025 wurden 24 500 Tonnen Spargel nach Deutschland
importiert, das entspricht einem Viertel der einheimischen Produktion. Die
Spargel-Importe waren gegenüber dem Jahr zuvor um 6,4 % gestiegen (2024: 23 100
Tonnen), gegenüber dem Jahr 2015 um 3,4 % (23 700 Tonnen). Der überwiegende Teil
des Import-Spargels wird eingeführt, wenn auch hierzulande Saison für das Gemüse
ist: 79,4 % des im Jahr 2025 importierten Spargels wurde in den Monaten März bis
Juni eingeführt.
Wichtigstes Herkunftsland für Spargel war im Jahr 2025 Spanien: 26,8 % des
importierten Spargels kam von dort (6 600 Tonnen). Es folgten Mexiko mit einem
Anteil von 19,7 % (4 800 Tonnen) und Griechenland mit einem Anteil von 19,6 % (4
800 Tonnen).
Im Jahr 2025 wurden 4 500 Tonnen Spargel aus Deutschland exportiert. Das waren
2,7 % weniger als im Jahr 2024 (4 600 Tonnen) und 13,0 % mehr als im Jahr 2015
(4 000 Tonnen).
Methodische Hinweise:
Beim Spargelanbau wird zwischen der gesamten Anbaufläche und der ertragsfähigen
Anbaufläche unterschieden, da Spargel nicht wie andere Gemüsearten bereits im
Pflanz- beziehungsweise Aussaatjahr geerntet werden kann.
Gegenstand der Außenhandelsstatistik ist der grenzüberschreitende Warenverkehr
Deutschlands mit dem Ausland. Dargestellt werden die deutschen Exporte und
Importe von Spargel auf Basis der Warennummer WA07092000 (Spargel, frisch oder
gekühlt).
Weitere Informationen:
Detaillierte Ergebnisse zu Spargelanbau und -ernte sind in den Tabellen
41215-0001 bis 0011 "Anbaufläche, Erntemenge (Gemüse): Deutschland,
Bundesländer, Jahre, Gemüsearten" in der Datenbank GENESIS-Online verfügbar.
Außenhandelsergebnisse in der Gliederung nach Warennummern sind in der Datenbank
GENESIS-Online im Bereich Außenhandel über die Tabelle 51000-0016 abrufbar.
Diese Pressemitteilung ist, gegebenenfalls ergänzt mit weiteren Informationen
und Verlinkungen zum Thema, veröffentlicht unter
www.destatis.de/pressemitteilungen.
Weitere Auskünfte:
Pressestelle
Telefon: +49 611 75 3444
www.destatis.de/kontakt
Pressekontakt:
Statistisches Bundesamt
Pressestelle
www.destatis.de/kontakt
Telefon: +49 611-75 34 44
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/32102/6240977
OTS: Statistisches Bundesamt
|