|
Berlin (ots) - Mit bundesweit geschlossenen Apotheken und rund 25.000
Demonstrierenden in Berlin, Düsseldorf, Hannover und München haben die
Apothekenteams ein deutliches Signal ausgesendet. "Apotheken gibt es nicht zum
Nulltarif. Wir wollen darauf aufmerksam machen, dass die Apotheken seit Jahren
unterfinanziert sind. Die Folge ist, dass sich das Apothekensterben immer weiter
fortsetzt", sagt Thomas Preis, Präsident der ABDA - Bundesvereinigung Deutscher
Apothekerverbände, der heute auch auf der Kundgebung in Düsseldorf gesprochen
hat: "Für die Menschen in Stadt und Land verlängern sich mit jeder geschlossenen
Apotheke die Wege zur nächsten heilberuflich geführten Apotheke. Wir fordern
deshalb die Bundesregierung auf, das Apothekenhonorar endlich zu erhöhen." Preis
sagt: "Frau Bundesgesundheitsministerin, handeln Sie jetzt! Stehen sie weiter zu
Ihren deutlichen Worten und setzen Sie die Erhöhung des Fixums um! Und
ermöglichen Sie den Apotheken endlich jährliche, faire Verhandlungen zu unserem
Honorar, damit wir nicht wieder länger als ein Jahrzehnt von steigenden Kosten
abgehängt werden. Der Honorarstillstand muss endlich ein Ende haben."
Die ABDA-Mitgliederversammlung hatte den 23. März zum bundesweiten Protesttag
der Apothekerschaft erklärt. Die Apothekerverbände hatten daraufhin alle
Inhaberinnen und Inhaber zu Apothekenschließungen aufgerufen. Zudem wurden in
den Städten Berlin, Düsseldorf, Hannover und München Kundgebungen und
Demonstrationen organisiert. Preis dazu: "Ich danke allen Kolleginnen und
Kollegen für ihr riesiges Engagement! In München hatten wir 3.500 Besucherinnen
und Besucher, in Hannover 5.000, in Berlin 6.000 und in Düsseldorf sogar 10.000.
Das zeigt, wie sehr die Apotheken durch den Honorarstillstand belastet sind."
Auf den Protesttag hatten sich die Teams mit ihren mehr als 160.000
Beschäftigten in den vergangenen Wochen mit ABDA-Kampagnenmaterialien
vorbereitet. Preis dazu: "Von unserer Kampagnenseite wurden mehr als 150.000
Protestmaterialien heruntergeladen. In den vier Großstädten kamen insgesamt
2.000 Demoschilder, 5.500 Klatschpappen, 7.000 Protestflyer und 2.500
Trillerpfeifen zum Einsatz. Auch das zeigt, wie geschlossen die gesamte Branche
hinter unseren Forderungen steht." ABDA-Präsident Preis erinnert zudem an die
Online-Petition: "Unsere Petition "Apothekensterben stoppen - Koalitionsvertrag
jetzt umsetzen!" auf http://www.openpetition.de hat inzwischen fast 100.000
Unterschriften erreicht. Das zeigt uns mehr als deutlich: Auch die Bevölkerung
steht hinter uns. Die Menschen brauchen die wohnortnahe Arzneimittel- und
Gesundheitsversorgung durch die Apotheken."
Mehr Infos unter http://www.abda.de und http://www.gesundheitsichern.de
Pressekontakt:
Benjamin Rohrer, Pressesprecher, 030 40004-131, mailto:b.rohrer@abda.de
Christian Splett, Stv. Pressesprecher, 030 40004-137, mailto:c.splett@abda.de
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/7002/6241849
OTS: ABDA Bundesvgg. Dt. Apothekerverbände
|