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Berlin (ots) - Finanzierungsvolumen der vdp-Mitgliedsinstitute steigt 2025 um
15,7 %
Mit 148,6 Mrd. Euro vergaben die im Verband deutscher Pfandbriefbanken (vdp)
zusammengeschlossenen Institute im Jahr 2025 ein deutlich höheres Volumen an
Immobiliendarlehen als im Vorjahr. Der Anstieg belief sich auf
15,7 % (2024: 128,4 Mrd. Euro). Mit Quartalswerten zwischen 36,3 und 38,2 Mrd.
Euro verteilte sich das Neugeschäft gleichmäßig über das gesamte Jahr, wobei der
Höchstwert im Schlussquartal erreicht wurde.
Wie in den Vorjahren dominierten die Wohnimmobiliendarlehen auch 2025 das
Immobilienfinanzierungsgeschäft: Die Finanzierungen für Wohnobjekte erreichten
ein Volumen von 92,6 Mrd. Euro - ein Plus in Höhe von 17,5 % im Vergleich zum
Vorjahreswert (2024: 78,8 Mrd. Euro).
Das Volumen neuer Darlehen für Gewerbeimmobilien summierte sich über alle vier
Quartale auf 56,0 Mrd. Euro - ein Plus von 12,9 % gegenüber 2024. Ausgehend von
einem niedrigen Niveau erholte sich das Neugeschäft im Berichtsjahr leicht,
blieb aber angesichts der strukturellen Veränderungen auf dem
Gewerbeimmobilienmarkt und des gesamtwirtschaftlichen Umfelds deutlich unter dem
langjährigen Durchschnitt.
"Das Immobilienkreditgeschäft der Pfandbriefbanken ist 2025 über nahezu alle
Objektarten hinweg angestiegen." Jens Tolckmitt
"Die Pfandbriefbanken blicken in Anbetracht der wirtschaftlichen und
geopolitischen Umstände auf ein zufriedenstellendes Immobilienkreditgeschäft im
Jahr 2025", stellte vdp-Hauptgeschäftsführer Jens Tolckmitt fest. Das
Neugeschäftsvolumen sei über nahezu alle Objektklassen hinweg angestiegen. Dabei
hat die Kreditnachfrage im Wohnimmobilienbereich nicht nur für den
Bestandserwerb, sondern - ähnlich zu den moderat steigenden
Baugenehmigungszahlen, die das Statistische Bundesamt kürzlich vorgestellt hat -
auch für den Wohnungsneubau zugenommen, so Tolckmitt.
Wohnimmobilienfinanzierung: Ein- und Zweifamilienhäuser an der Spitze
Das Neugeschäft bei Wohnobjekten wurde im Jahr 2025 erneut von Darlehen für Ein-
und Zweifamilienhäuser dominiert - auf sie entfielen mit 44,2 Mrd. Euro knapp 48
% des Gesamtvolumens im Segment Wohnen (92,6 Mrd. Euro). Dahinter folgten - mit
Volumina von 22,8 bzw. 20,7 Mrd. Euro - Darlehen für Mehrfamilienhäuser bzw. für
Eigentumswohnungen. Mit 27,4 % war bei Darlehen für Mehrfamilienhäuser der
höchste Zuwachs im Berichtsjahr zu verzeichnen. Ein- und Zweifamilienhäuser
sowie Eigentumswohnungen erreichten Steigerungsraten von 16,3 % bzw. 15,6 %.
Gewerbeimmobilienfinanzierung: Mehr als die Hälfte entfällt auf Büros
Mit einem Volumen von 28,8 Mrd. Euro machten Darlehen für Büros 2025 mehr als
die Hälfte des gesamten Neugeschäfts bei Gewerbeimmobilien aus (56,0 Mrd. Euro).
Das Neugeschäft bei Einzelhandelsobjekten und Hotels lag mit Volumina von 13,5
bzw. 4,5 Mrd. Euro wie in den Vorjahren deutlich dahinter. Die Darlehensvergabe
für Industriegebäude belief sich im Berichtsjahr auf 1,2 Mrd. Euro, für sonstige
gewerblich genutzte Objekte auf 8,0 Mrd. Euro.
Bestand an Immobilienfinanzierungen bewegt sich seitwärts
Zum 31. Dezember 2025 erreichten die von den vdp-Mitgliedsinstituten
ausgereichten Immobiliendarlehen eine Summe von 1.040,3 Mrd. Euro. Damit hielt
sich der Immobilienfinanzierungsbestand insgesamt zwar ungefähr auf dem
Vorjahresniveau (31.12.2024: 1.042,1 Mrd. Euro), allerdings verlief die
Entwicklung bei den Segmenten unterschiedlich: Einem Anstieg um 1,3 % beim
Wohnimmobiliendarlehensbestand stand ein Rückgang um 3,8 % bei
Gewerbeimmobiliendarlehen gegenüber. Mit einem Anteil von 85,3 % entfiel der
weit überwiegende Anteil des Finanzierungsvolumens unverändert auf Objekte in
Deutschland.
Die vollständigen Daten zum Immobilienfinanzierungsgeschäft der
vdp-Mitgliedsinstitute sowie Tabellen und Grafiken zur freien Verwendung sind
auf der vdp-Website erhältlich - unter folgendem LINK.
(https://www.pfandbrief.de/deutlicher-zuwachs-an-immobiliendarlehen/)
Pressekontakt:
Carsten Dickhut
T +49 30 20915-320
E mailto:dickhut@pfandbrief.de
Horst Bertram
T +49 30 20915-380
E mailto:bertram@pfandbrief.de
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/29608/6241978
OTS: Verband deutscher Pfandbriefbanken (vdp) e.V.
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