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Schwäbisch Hall (ots) - Der Wunsch nach den eigenen vier Wänden braucht Zeit.
Für das notwendige Eigenkapital sparen deutsche Haushalte im Schnitt rund 14
Jahre - das hat das Kieler Institut für Weltwirtschaft berechnet. Das größte
Hindernis ist dabei nicht der Wille, sondern das fehlende Kapital. Welche Spar-
und Anlageformen beim Vorsparen für Wohneigentum helfen - und wie sie sich
sinnvoll kombinieren lassen -, erklärt Matthias Zott, Bausparexperte von
Schwäbisch Hall.
Bausparen, Zinsen sichern, staatliche Förderung nutzen
Bausparen ist ein bewährter Weg zum späteren Immobilienerwerb. Der zentrale
Vorteil: das zinsgünstige Darlehen. Der Darlehenszinssatz steht schon beim
Vertragsabschluss fest und bleibt über die gesamte Laufzeit garantiert - egal
wie sich die Bauzinsen entwickeln. "Bausparen bietet günstige, planbare Zinsen
und feste Raten. Das schafft Sicherheit", sagt Experte Matthias Zott. Hinzu
kommt: Die Zinsen für ein Bauspardarlehen liegen in aktuellen Tarifen häufig
unter denen heutiger - und möglicherweise auch künftiger - Annuitätendarlehen.
Das kann in der späteren Baufinanzierung ein entscheidender Vorteil sein.
Ein weiteres Plus: Bausparen wird vom Staat gefördert. Wohnungsbauprämie,
Arbeitnehmersparzulage und Wohn-Riester-Zulagen können den Aufbau von
Eigenkapital beschleunigen, sofern die Voraussetzungen stimmen. Junge Kunden
unter 28 Jahren erhalten bei Schwäbisch Hall zusätzlich einen einmaligen Bonus
von 200 Euro.
Bausparen ist zudem flexibel . In der Ansparphase sind Sonderzahlungen jederzeit
möglich, in der Darlehensphase unbegrenzte Sondertilgungen. So lässt sich der
Vertrag gut mit anderen Sparformen kombinieren. Für kleinere Modernisierungen
kann ein Bauspardarlehen unter bestimmten Voraussetzungen auch ohne Eintragung
einer Grundschuld genutzt werden.
Für wen eignet sich Bausparen?
Bausparen passt vor allem zu Menschen mit einem konkreten Wohnziel: Kauf oder
Bau einer Immobilie, eine geplante Modernisierung oder eine spätere
Anschlussfinanzierung. Auch sicherheitsorientierte Sparer und Berufseinsteiger
nutzen Bausparen, um sich frühzeitig Eigenkapital aufzubauen und sich günstige
Darlehenszinsen für später zu sichern. Selbst ältere Eigentümer profitieren: Sie
können einen Bausparvertrag nutzen, um altersgerecht umzubauen, energetisch zu
modernisieren oder Kinder und Enkel beim Vermögensaufbau zu unterstützen.
"Bausparen ist keine Einbahnstraße", betont Zott. "Guthaben und Darlehen lassen
sich flexibel für unterschiedliche Wohnvorhaben einsetzen." Wer hingegen auf
hohe Renditen setzt, maximale Freiheit erwartet oder größere Risiken eingehen
möchte, findet in anderen Anlageformen bessere Alternativen. Bausparen lässt
sich jedoch gut mit ihnen kombinieren.
Sparen im Vergleich: die Alternativen
Neben dem Bausparvertrag gibt es weitere Möglichkeiten, Eigenkapital aufzubauen
- jede mit eigenen Stärken und Schwächen. Zu den gängigsten zählen das
klassische Sparbuch, Tagesgeldkonten, Festgeldanlagen und Investmentfonds bzw.
ETFs.
Sparbuch: Das Sparbuch steht für Sicherheit, bietet aber wenig Flexibilität.
Größere Beträge lassen sich nicht jederzeit abheben. Die Verzinsung liegt meist
zwischen 0,15 und 0,25 Prozent - unterhalb der Inflationsrate. Das Guthaben
verliert real an Wert . Geeignet ist das Sparbuch damit eher für kleinere und
kurzfristige Rücklagen.
Tagesgeld: Tagesgeld bietet maximale finanzielle Flexibilität. Das Guthaben ist
jederzeit verfügbar, ohne Laufzeitbindung oder Kündigungsfristen. Damit eignet
sich Tagesgeld für absehbare Ausgaben oder als Notgroschen, zum Beispiel für
unerwartete Kosten - durch eine defekte Waschmaschine oder eine notwendige
Autoreparatur. Variable Zinssätze ermöglichen es, von steigenden Zinsen zu
profitieren. Bei sinkenden Zinsen kann man aktiv werden und flexibel auf andere
Anlageformen umschichten. Es lohnt sich, die Konditionen im Auge zu behalten.
Festgeld: Beim Festgeld wird das Kapital einen festen Zeitraum zu einem
garantierten Zinssatz angelegt. Die Rendite ist höher als auf dem Sparbuch oder
Tagesgeldkonto und planbar. Dafür ist das Geld während der Laufzeit gebunden.
Auch Festgeld schützt nicht zuverlässig vor Inflation.
ETFs und Investmentfonds: Bei Investmentfonds und ETFS investieren Anleger
gleichzeitig in viele Unternehmen und streuen ihr Risiko. ETFs sind
börsengehandelte Investmentfonds, die Marktindizes nachbilden. Beide Varianten
eignen sich vor allem für Menschen, die langfristig Vermögen aufbauen möchten
und zwischenzeitliche Kursschwankungen sowie zeitweise Verluste aushalten
können. In den vergangenen Monaten haben geopolitische Konflikte - Kriege,
Strafzölle oder Rohstoffblockaden - immer wieder für starke Ausschläge an den
Finanzmärkten gesorgt. Deshalb sollte der Anlagehorizont oder die Spardauer bei
mindestens sieben bis zehn Jahren liegen. Langfristig bieten Fonds und ETFs oft
höhere Ertragschancen. Eine Garantie gibt es jedoch nicht.
Fazit: "Es gibt nicht die eine beste Spar- und Anlageform. Entscheidend ist das
Ziel", fasst Matthias Zott zusammen. "Wer weiß, was er erreichen will, findet
die passende Lösung - oft auch durch die Kombination mehrerer Bausteine. Beim
Bausparen lassen sich angesparte Mittel oder Erträge aus anderen Anlagen je nach
Phase für Sonderzahlungen oder -tilgungen nutzen. Wichtig ist, sich vorab selbst
zu fragen, für welches konkrete Ziel, wie lange und mit welchem Risiko man
sparen will. Eine qualifizierte Beratung kann dabei helfen."
Mehr zum Bausparen lesen Sie in unserem Themendossier: Stichwort: Bausparen -
Medienportal der Bausparkasse Schwäbisch Hall
(https://medienportal.schwaebisch-hall.de/themendossiers/stichwort-bausparen/)
Wie entwickeln sich die Bauzinsen angesichts internationaler Krisen? Was tut
sich auf dem Immobilienmarkt. Unsere Expertenmeinung: Immobilienkauf unter neuen
Vorzeichen: Zwischen schwankenden Zinsen, nervösen Märkten, neuen Anforderungen
und Energieeffizienz - Medienportal der Bausparkasse Schwäbisch Hall (https://me
dienportal.schwaebisch-hall.de/2026-03-immobilienkauf-unter-neuen-vorzeichen-zwi
schen-schwankenden-zinsen-nervoesen-maerkten-neuen-anforderungen-und-energieeffi
zienz/)
Für alle, die jetzt bauen oder kaufen wollen - was Kreditnehmer rund um die
Baufinanzierung wissen sollten: Die fünf größten Baufinanzierungs-Mythen im
Faktencheck - Medienportal der Bausparkasse Schwäbisch Hall (https://medienporta
l.schwaebisch-hall.de/presseinformationen/baufinanzierungsmythen-im-faktencheck-
die-5-groessten-irrtuemer-erklaert/)
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