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Ein Jahr nach dem Erdbeben in Myanmar: Humanitäre Lage bleibt prekär / Aktionsbündnis Katastrophenhilfe ruft zu Spenden auf

24.03.2026 12:36 Uhr Aktionsbündnis Katastrophenhilfe

Berlin (ots) - Ein Jahr nach dem verheerenden Erdbeben in Myanmar ist die Not der Menschen weiterhin groß. Das Aktionsbündnis Katastrophenhilfe zieht eine gemischte Bilanz. Mit umfangreichen Hilfsmaßnahmen seiner Mitgliedsorganisationen konnten hunderttausende Menschen erreicht werden. "Die humanitäre Lage in Myanmar bleibt angesichts von bewaffneten Konflikten, Vertreibung und wirtschaftlicher Krise äußerst angespannt", beschreibt Dominique Mann, Geschäftsführer des Aktionsbündnisses Katastrophenhilfe, die Situation in dem Land.

Das Erdbeben traf Myanmar am 28. März 2025 in einer ohnehin fragilen Situation. Bereits seit dem Machtwechsel 2021 ist das Land von Gewalt, Flucht und wirtschaftlichem Zusammenbruch geprägt. Nach aktuellen Angaben der Vereinten Nationen sind im Jahr 2026 mehr als 16 Millionen Menschen auf humanitäre Hilfe angewiesen. Rund 3,6 Millionen Menschen sind vertrieben, viele von ihnen mehrfach.

Vor allem in den besonders betroffenen Regionen leben zahlreiche Familien in provisorischen Unterkünften - oft ohne ausreichenden Zugang zu Nahrung, sauberem Wasser oder medizinischer Versorgung.

Umfangreiche Hilfe der Bündnisorganisationen

Rund 2,3 Millionen Euro gingen nach dem Erdbeben an Spenden beim Aktionsbündnis Katastrophenhilfe ein. Mit den Spenden an das Aktionsbündnis und weiteren Geldern haben die Mitgliedsorganisationen und ihre Partner seit dem Erdbeben schnell und umfassend reagiert:

Caritas international erreichte gemeinsam mit lokalen Partnern mehr als 300.000 Menschen. Unmittelbar nach der Katastrophe wurden Lebensmittel, Hygieneartikel und Bargeld verteilt. Darüber hinaus unterstützte Caritas Familien beim Wiederaufbau ihrer Häuser und Existenzgrundlagen. Bis heute gehören auch psychosoziale Angebote und Schulungen zur Katastrophenvorsorge zum Hilfsprogramm.

Auch die Diakonie Katastrophenhilfe leistete umfassende Unterstützung. In mehreren Projekten erhielten tausende Menschen Bargeldhilfen, Hygieneartikel und Kochutensilien. Insgesamt profitieren rund 300.000 Menschen von Maßnahmen zur Stärkung der Widerstandsfähigkeit, darunter Mikrozuschüsse für Infrastrukturreparaturen und Schulungen zur Katastrophenvorsorge.

Das Deutsches Rotes Kreuz brachte bereits kurz nach dem Erdbeben 42 Tonnen lebenswichtige Hilfsgüter ins Land. Weitere 37 Tonnen folgten im Mai und Juni. Dazu gehörten Zelte, Decken, Hygieneartikel und Werkzeugsets. Zudem leistet das Deutsche Rote Kreuz über seine Schwestergesellschaft, das Rote Kreuz Myanmar, weitere Hilfe. Ein zentraler Punkt ist dabei die Katastrophenvorsorge. Beispielsweise werden durch Trainings in Schulen. Kinder und ihre Familien darauf vorbereitet, sich im Fall eines Erdbebens besser schützen zu können.

UNICEF ist seit mehr als sieben Jahrzehnten in Myanmar für Kinder im Einsatz. Unmittelbar nach dem Erdbeben versorgte UNICEF Kinder und ihre Familien mit lebenswichtigen Hilfsgütern wie Zelten, Planen, Medikamenten und Erste-Hilfe-Sets und unterstützte die Trinkwasserversorgung. Gleichzeitig leistete UNICEF psychosoziale Hilfe für betroffene Kinder, richtete provisorische Lernzentren in Notunterkünften ein und half beim Wiederaufbau von Schulen - damit Kinder trotz der Krise weiter lernen und Halt finden können.

Heute sind viele Familien in ihre teilweise reparierten Häuser zurückgekehrt oder leben in Übergangsunterkünften. Lebensmittel sind auf Märkten wieder verfügbar, in einigen Städten kehrt ein Stück Alltag zurück. Dennoch bleibt die Situation für viele Menschen äußerst prekär. Besonders gefährdete Gruppen - etwa Menschen ohne gesichertes Einkommen oder mehrfach vertriebene Familien - kämpfen weiterhin ums Überleben. Psychische Belastungen, Einkommensverluste und unsichere Zukunftsperspektiven prägen den Alltag.

Weitere Unterstützung dringend nötig

Die Umsetzung der Hilfe findet unter schwierigen Rahmenbedingungen statt. "Dank der jahrzehntelangen Erfahrung der Organisationen finden ihre Partner und sie jedoch Mittel und Wege, bedarfsgerechte Hilfe zu den Menschen zu bringen", so Dominique Mann.

Ein Jahr nach dem Erdbeben haben die Hilfsmaßnahmen der Bündnisorganisationen dazu beigetragen, das Überleben hunderttausender Menschen zu sichern und wichtige Schritte im Wiederaufbau zu ermöglichen. Dennoch bleibt die Perspektive in Myanmar und den Nachbarländern fragil. Weitere Unterstützung ist notwendig,

Das Aktionsbündnis Katastrophenhilfe ruft zu Spenden für die Hilfsmaßnahmen seiner Mitgliedsorganisationen auf:

Spendenkonto:

IBAN: DE65 100 400 600 100 400 600

BIC: COBADEFFXXX

Stichwort: Nothilfe Myanmar und Südostasien

Online-Spenden: http://www.aktionsbuendnis-katastrophenhilfe.de/jetzt-spenden

Pressekontakt:

Dominique Mann Geschäftsführer Aktionsbündnis Katastrophenhilfe mailto:presse@aktionsbuendnis-katastrophenhilfe.de T: 030 8145799 01 M: 0172 623 28 74

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/63169/6242222 OTS: Aktionsbündnis Katastrophenhilfe


Quelle: ots / newsaktuell - Pressemitteilung - Aktionsbündnis Katastrophenhilfe
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