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Berlin (ots) - Ein Jahr nach dem verheerenden Erdbeben in Myanmar ist die Not
der Menschen weiterhin groß. Das Aktionsbündnis Katastrophenhilfe zieht eine
gemischte Bilanz. Mit umfangreichen Hilfsmaßnahmen seiner
Mitgliedsorganisationen konnten hunderttausende Menschen erreicht werden. "Die
humanitäre Lage in Myanmar bleibt angesichts von bewaffneten Konflikten,
Vertreibung und wirtschaftlicher Krise äußerst angespannt", beschreibt Dominique
Mann, Geschäftsführer des Aktionsbündnisses Katastrophenhilfe, die Situation in
dem Land.
Das Erdbeben traf Myanmar am 28. März 2025 in einer ohnehin fragilen Situation.
Bereits seit dem Machtwechsel 2021 ist das Land von Gewalt, Flucht und
wirtschaftlichem Zusammenbruch geprägt. Nach aktuellen Angaben der Vereinten
Nationen sind im Jahr 2026 mehr als 16 Millionen Menschen auf humanitäre Hilfe
angewiesen. Rund 3,6 Millionen Menschen sind vertrieben, viele von ihnen
mehrfach.
Vor allem in den besonders betroffenen Regionen leben zahlreiche Familien in
provisorischen Unterkünften - oft ohne ausreichenden Zugang zu Nahrung, sauberem
Wasser oder medizinischer Versorgung.
Umfangreiche Hilfe der Bündnisorganisationen
Rund 2,3 Millionen Euro gingen nach dem Erdbeben an Spenden beim Aktionsbündnis
Katastrophenhilfe ein. Mit den Spenden an das Aktionsbündnis und weiteren
Geldern haben die Mitgliedsorganisationen und ihre Partner seit dem Erdbeben
schnell und umfassend reagiert:
Caritas international erreichte gemeinsam mit lokalen Partnern mehr als 300.000
Menschen. Unmittelbar nach der Katastrophe wurden Lebensmittel, Hygieneartikel
und Bargeld verteilt. Darüber hinaus unterstützte Caritas Familien beim
Wiederaufbau ihrer Häuser und Existenzgrundlagen. Bis heute gehören auch
psychosoziale Angebote und Schulungen zur Katastrophenvorsorge zum
Hilfsprogramm.
Auch die Diakonie Katastrophenhilfe leistete umfassende Unterstützung. In
mehreren Projekten erhielten tausende Menschen Bargeldhilfen, Hygieneartikel und
Kochutensilien. Insgesamt profitieren rund 300.000 Menschen von Maßnahmen zur
Stärkung der Widerstandsfähigkeit, darunter Mikrozuschüsse für
Infrastrukturreparaturen und Schulungen zur Katastrophenvorsorge.
Das Deutsches Rotes Kreuz brachte bereits kurz nach dem Erdbeben 42 Tonnen
lebenswichtige Hilfsgüter ins Land. Weitere 37 Tonnen folgten im Mai und Juni.
Dazu gehörten Zelte, Decken, Hygieneartikel und Werkzeugsets. Zudem leistet das
Deutsche Rote Kreuz über seine Schwestergesellschaft, das Rote Kreuz Myanmar,
weitere Hilfe. Ein zentraler Punkt ist dabei die Katastrophenvorsorge.
Beispielsweise werden durch Trainings in Schulen. Kinder und ihre Familien
darauf vorbereitet, sich im Fall eines Erdbebens besser schützen zu können.
UNICEF ist seit mehr als sieben Jahrzehnten in Myanmar für Kinder im Einsatz.
Unmittelbar nach dem Erdbeben versorgte UNICEF Kinder und ihre Familien mit
lebenswichtigen Hilfsgütern wie Zelten, Planen, Medikamenten und
Erste-Hilfe-Sets und unterstützte die Trinkwasserversorgung. Gleichzeitig
leistete UNICEF psychosoziale Hilfe für betroffene Kinder, richtete
provisorische Lernzentren in Notunterkünften ein und half beim Wiederaufbau von
Schulen - damit Kinder trotz der Krise weiter lernen und Halt finden können.
Heute sind viele Familien in ihre teilweise reparierten Häuser zurückgekehrt
oder leben in Übergangsunterkünften. Lebensmittel sind auf Märkten wieder
verfügbar, in einigen Städten kehrt ein Stück Alltag zurück. Dennoch bleibt die
Situation für viele Menschen äußerst prekär. Besonders gefährdete Gruppen - etwa
Menschen ohne gesichertes Einkommen oder mehrfach vertriebene Familien - kämpfen
weiterhin ums Überleben. Psychische Belastungen, Einkommensverluste und
unsichere Zukunftsperspektiven prägen den Alltag.
Weitere Unterstützung dringend nötig
Die Umsetzung der Hilfe findet unter schwierigen Rahmenbedingungen statt. "Dank
der jahrzehntelangen Erfahrung der Organisationen finden ihre Partner und sie
jedoch Mittel und Wege, bedarfsgerechte Hilfe zu den Menschen zu bringen", so
Dominique Mann.
Ein Jahr nach dem Erdbeben haben die Hilfsmaßnahmen der Bündnisorganisationen
dazu beigetragen, das Überleben hunderttausender Menschen zu sichern und
wichtige Schritte im Wiederaufbau zu ermöglichen. Dennoch bleibt die Perspektive
in Myanmar und den Nachbarländern fragil. Weitere Unterstützung ist notwendig,
Das Aktionsbündnis Katastrophenhilfe ruft zu Spenden für die Hilfsmaßnahmen
seiner Mitgliedsorganisationen auf:
Spendenkonto:
IBAN: DE65 100 400 600 100 400 600
BIC: COBADEFFXXX
Stichwort: Nothilfe Myanmar und Südostasien
Online-Spenden: http://www.aktionsbuendnis-katastrophenhilfe.de/jetzt-spenden
Pressekontakt:
Dominique Mann
Geschäftsführer Aktionsbündnis Katastrophenhilfe
mailto:presse@aktionsbuendnis-katastrophenhilfe.de
T: 030 8145799 01
M: 0172 623 28 74
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/63169/6242222
OTS: Aktionsbündnis Katastrophenhilfe
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