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Hannover (ots) -
- EKD, Brot für die Welt und Diakonie Katastrophenhilfe rufen zu humanitärer
Hilfe auf
Hannover (23. März 2026). Auf Initiative der Leitenden Geistlichen der
Gliedkirchen der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) ruft die EKD
gemeinsam mit Brot für die Welt und Diakonie Katastrophenhilfe dazu auf, die
Ärmsten der Welt vor den Folgen des Krieges im Iran zu schützen. Überall in der
Region spitzen sich im Schatten des Krieges die Konflikte weiter zu und
verschärfen humanitäre Krisen. Nur Verhandlungen können den regionalen
Flächenbrand, der zunehmend zur globalen Krise wird, beenden. Ziel aller
politischen Bemühungen muss ein gerechter und nachhaltiger Frieden sein, der
Sicherheit, Würde und Lebensperspektiven für alle Menschen in der Region
gewährleistet.
Innerhalb des Irans sind die Menschen dem Regime und dem Krieg hilflos
ausgeliefert, unzählige sind auf der Flucht. Die Bekämpfung der Hisbollah im
Libanon führt zu neuen Fluchtbewegungen innerhalb des Landes und infolgedessen
zu einer besorgniserregenden humanitären Lage. Geflüchtete Syrerinnen und Syrer
kehren wegen der Kämpfe im Libanon zurück. Doch die Situation in Syrien ist nach
wie vor fragil. Die Menschen benötigen dringend humanitäre Hilfe. Durch den
medialen Fokus auf die Kampfhandlungen in der Golfregion geraten die Gewalt
durch militante Siedler und die Bedrängnis vieler Menschen im Westjordanland aus
dem Blickfeld.
Die Grenzübergänge nach Gaza bleiben weitgehend geschlossen, sodass kaum
Hilfslieferungen den stark zerstörten Küstenstreifen erreichen. Der Hunger wird
so wieder zunehmen. In Israel, im Irak und in den Golfstaaten leiden die
Menschen ebenfalls unter Raketenbeschuss, Zerstörung und Tod.
"Als Kirche rufen wir zur Deeskalation und zum Schutz der Zivilbevölkerung auf.
Wir appellieren an die internationale Gemeinschaft und die politisch
Verantwortlichen: Schützt die Menschen und kehrt zurück zu Gespräch und
Verhandlung. Wohin sollen Krieg und Zerstörung denn noch führen?" sagt die
Ratsvorsitzende der EKD, Bischöfin Kirsten Fehrs. Sie ergänzt: "Diese Lage
fordert auch die Kirchen weltweit heraus. Als Teil der einen Kirche Jesu Christi
stehen wir in geistlicher Gemeinschaft mit unseren Geschwistern in der Region -
insbesondere mit unserer Partnerkirche der Evangelisch-Lutherischen Kirche in
Jordanien und im Heiligen Land, aber auch mit den Kirchen in Syrien, im Libanon
und im Iran. Und wir stehen in geschwisterlicher Gemeinschaft mit jüdischen
Menschen auf der ganzen Welt. Wir betonen das Existenzrecht und die Sicherheit
Israels."
Dagmar Pruin, Präsidentin von Brot für die Welt und Diakonie Katastrophenhilfe,
macht auf die wachsenden globalen Folgen des Krieges aufmerksam: "Dieser Krieg
droht zu einer weltweiten Krise zu werden, unter der die Ärmsten am meisten
leiden. Es entwickelt sich eine erneute weltweite Ernährungskrise. Steigende
Rohstoffpreise bedeuten auch steigende Lebensmittelpreise und mangelnde
Versorgung notleidender Menschen. Das betrifft vor allem die Menschen in der vom
Krieg direkt betroffenen Region und im Globalen Süden. Es sind die Armen, die
die höchsten Kosten dieses Krieges tragen, wenn er anhält."
Die Diakonie Katastrophenhilfe bittet um Spenden für die Nothilfe im Nahen Osten
Diakonie Katastrophenhilfe
Evangelische Bank
IBAN: DE68 5206 0410 0000 5025 02
BIC: GENODEF1EK1
Stichwort: Nothilfe Nahost
Online unter: http://www.diakonie-katastrophenhilfe.de/spenden/
Pressekontakt:
Carsten Splitt, Pressesprecher Evangelische Kirche in Deutschland (EKD), Tel.
+49 511 2796-269, mobil: 0151 12134283E-Mail: presse@ekd.de, www.ekd.de
(https://newsletter.ekd.de/r/mwJacJH131157ms15754.html)
Prokop Bowtromiuk, Pressesprecher Brot für die Welt
Tel.: 030 65211 1559, mobil: 0172 58213 13
prokop.bowtromiuk@brot-fuer-die-welt.de
Diese Pressemitteilung wird von den Pressestellen der EKD, Diakonie
Katastrophenhilfe und Brot für die Welt zeitgleich verschickt.
Mehrfachzusendungen bitten wir zu entschuldigen.
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Carsten Splitt
Evangelische Kirche in Deutschland
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