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Singapur/Bonn (ots) - Boris Pistorius (SPD) will keine Handelsschiffe aus dem
Persischen Golf herausbringen, solange die Kriegshandlungen im Nahen Osten
anhalten. Der Bundesverteidigungsminister sagte im Gespräch mit dem
Fernsehsender phoenix: "Das ist zur Zeit nicht verantwortbar." Es bräuchte "so
viele Kriegsschiffe und so viel Luftunterstützung" um während der
Kampfhandlungen die Handelsschiffe, die im Persischen Golf liegen,
herauszubringen, das sei "mit einem unverhältnismäßigen Risiko verbunden".
Überhaupt lasse man sich auf keinen Fall in den Krieg hineinziehen. Das sei die
klare Position aller europäischen aber auch anderer Partner wie Japan. "Aber
klar ist auch, dass wenn dieser Krieg vorbei ist, werden wir darüber natürlich
miteinander reden." Dann werde jeder seine Beiträge leisten, "um die Sicherheit
der Meere, die Freiheit der Handelswege wieder zu gewährleisten". Leider sei man
noch nicht so weit.
Boris Pistorius betonte die Bedeutung der Zusammenarbeit mit Partnern im
indopazifischem Raum. "Nicht nur um der Sicherheit im Indopazifik willen,
sondern auch weil wir einfach wissen, dass die Konflikte und Krisen der Welt
heute mehr denn je miteinander verknüpft sind." Mit Like-minded-Partnern wie
etwa Australien, Japan oder Singapur wolle man "als die Mittelmächte dieser
Welt" gemeinsame Verantwortung übernehmen und enger zusammen zu rücken.
Grundsätzlich wiederholte der Verteidigungsminister seinen Appell zur schnellen
Beendigung des Krieges im Nahen Osten: "Es braucht ein Ende der Attacken des
Iran auf die Golfstaaten, auf die Erdölproduktionsanlagen." Die Sperrung der
Straße von Hormus müssen aufgehoben werden. "Das ist das Gebot der Stunde. So
viele Länder hängen davon ab, wir brauchen und dürfen uns keine weitere
Eskalation dort erlauben."
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