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Wien (ots) - Erstmalig konnte Studie einen Einfluss von hochverarbeiteten
Lebensmitteln bei Männern und Frauen auf Fruchtbarkeit und ungeborene Kinder
nachweisen
In der westlichen Welt besteht bereits die Hälfte unserer Ernährung aus
sogenannten hochverarbeiteten Lebensmitteln. Darunter verstehen wir Nährstoffe
aus der Massenproduktion, welche reich an zugesetzten Zuckern, Salzen und
gesättigten Fettsäuren und gleichzeitig arm an Ballaststoffen sind, also
beispielsweise Softdrinks, Fertiggerichte, Chips und Süßigkeiten. Mehrere
Studien konnten bereits Ernährungsgewohnheiten mit einer erniedrigten
Fruchtbarkeit bei Frauen und Männern in Verbindung bringen; die gestern
erschienene Studie untersuchte jedoch erstmals sowohl die mütterliche als auch
die väterliche Aufnahme von hochverarbeiteten Lebensmitteln hinsichtlich deren
Einfluss auf die Fruchtbarkeit und folglich auch auf die Entwicklung des
ungeborenen Kindes.
"Die Studie an über 1000 Männern und Frauen konnte zeigen, dass vor allem die
männliche Fruchtbarkeit unter einer erhöhten Aufnahme von hochverarbeiteten
Lebensmitteln leidet", erklärt Priv.-Doz. DDr. Michael Feichtinger,
Kinderwunschexperte und Leiter des Wunschbaby Instituts Feichtinger in Wien.
Die Studie konnte interessante Unterschiede in den Ernährungsgewohnheiten von
Männern und Frauen sowie deren Fruchtbarkeit feststellen: "Während sich die
männliche Aufnahme von hochverarbeiteten Lebensmitteln auf eine längere Dauer
bis zur Erfüllung des Kinderwunsches ausgewirkt hat, konnte bei Frauen mit einer
erhöhten Aufnahme ein verlangsamtes Wachstum des ungeborenen Kindes in den
ersten sieben Schwangerschaftswochen festgestellt werden. Dies deutet darauf
hin, dass sich hochverarbeitete Lebensmittel beim Mann direkt auf die
Samenqualität auswirken, während sie bei der Frau eher die Entwicklung ihres
ungeborenen Babys beeinflussen", so Feichtinger weiter.
"Während die soeben publizierte Studie die weitere kindliche Entwicklung nicht
untersuchte, konnten andere Studien ein langsameres Wachstum zu Beginn der
Schwangerschaft mit Schwangerschaftskomplikationen wie Frühgeburten und einer
negativen Auswirkung auf die kindliche Langzeitgesundheit zeigen. Sowohl im
Sinne der eigenen Gesundheit sowie der Fruchtbarkeit als auch zum Wohle des
ungeborenen oder zukünftigen Kindes sollten Männer wie Frauen möglichst auf
hochverarbeitete Lebensmittel verzichten", so Feichtinger abschließend.
Lin, C. H. X., Gaillard, R., Mulders, A., Jaddoe, V. W. V., & Schipper, M. C.
(2026). Periconceptional ultra-processed food consumption in women and men,
fertility, and early embryonic development. Hum Reprod .
https://doi.org/10.1093/humrep/deag023
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