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Jülich (ots) -
- Ericsson und das Forschungszentrum Jülich wollen gemeinsam an Technologien für
die Weiterentwicklung von 5G und die Einführung von 6G-Netzen arbeiten, die
das gesamte Ericsson-Produktportfolio betreffen.
- Für die Entwicklung und Erprobung neuer KI-Verfahren zur Bewältigung der
komplexen Anforderungen von 6G soll Europas erster Exascale-Supercomputer
JUPITER zum Einsatz kommen.
- Im Fokus stehen unter anderem hocheffiziente, vom Gehirn inspirierte
Computing-Ansätze ("Neuromorphes Computing") zur Verarbeitung anspruchsvoller
Netzwerkaufgaben sowie zur Stärkung der digitalen europäischen Infrastruktur.
Ericsson und das Forschungszentrum Jülich wollen die Leistungsfähigkeit und
Effizienz zukünftiger Mobilfunknetze entscheidend voranbringen. Im Fokus stehen
zukünftige Lösungen, die so wenig Energie wie möglich verbrauchen und
gleichzeitig eine herausragende Intelligenz und Performance aufweisen.
Die Kooperation bringt Ericssons Erfahrung im Aufbau und Betrieb von
Telekommunikationsnetzen mit der Expertise des Forschungszentrum Jülich im
Bereich des Hochleistungsrechnens und neuer Computerarchitekturen zusammen. Dazu
zählt auch der Aufbau des Exascale-Supercomputers JUPITER, des derzeit
leistungsstärksten Rechners Europas, durch das Jülich Supercomputing Centre
(JSC).
Ein Schwerpunkt der Zusammenarbeit liegt auf hocheffizienten Computing-Ansätzen,
die vom Gehirn inspiriert sind ("Neuromorphes Computing") und neue Möglichkeiten
für die Verarbeitung anspruchsvoller Netzwerkaufgaben eröffnen - um grundlegende
Technologien für die Infrastruktur der nächsten Generation voranzutreiben.
Im Rahmen der Kooperation wollen die Partner Lösungen mit künstlicher
Intelligenz und High Performance Computing (HPC) untersuchen, die die
Weiterentwicklung von 5G unterstützen und die Grundlage für künftige
6G-Netzwerke bilden sollen. Die ersten kommerziellen 6G-Dienste werden
voraussichtlich um das Jahr 2030 eingeführt.
"Diese Zusammenarbeit hat das Potenzial, einen wichtigen Beitrag zu einer
nachhaltigen digitalen Zukunft zu leisten", sagt Prof. Laurens Kuipers, Mitglied
des Vorstands des Forschungszentrums Jülich. "Wir verbinden unsere Exzellenz im
Höchstleistungsrechnen und unsere Forschung zu neuen, vom Gehirn inspirierten
Rechenansätzen mit der Expertise von Ericsson im Telekommunikationssektor: für
energieeffizientere Netzlösungen und die Stärkung einer souveränen europäischen
Infrastruktur."
Nicole Dinion, Head of Architecture and Technology, Cloud Software and Services,
Ericsson, erklärt: "Die Zukunft der Mobilfunknetze ist eng verknüpft mit
künstlicher Intelligenz und dem Bedarf nach einer beispiellosen
Energieeffizienz. Durch die Zusammenarbeit mit dem Forschungszentrum Jülich, das
seit Jahren weltweit führend in den Bereichen Supercomputing und angewandte
Physik ist, verbinden wir die dortige Forschungs- und Rechenleistung mit unserem
Fachwissen in allen Bereichen der Telekommunikationstechnologie. Gemeinsam
werden wir Architekturen erforschen, die die nächste Generation der
Telekommunikation prägen werden."
Im Rahmen der neuen Partnerschaft sollen KI-Modelle und -Methoden untersucht
werden, um das Kernnetz, das Netzwerkmanagement und das Funkzugangsnetz (RAN)
von Ericsson zu verbessern.
Die Zusammenarbeit umfasst mehrere Forschungsfelder:
- KI-Methoden für das gesamte Ericsson-Produktportfolio: Systematischer
Vergleich verschiedener Ansätze zur Bewertung der Ausführungsgeschwindigkeit,
Skalierbarkeit für große Datenmengen, Informationsspeicherung und der
Speichereffizienz. Sofern Sicherheits- und Geschäftsbedingungen es erlauben,
können die Rechenressourcen von JUPITER auch für das Training größerer Modelle
genutzt werden.
- Energieeffizientes Computing für KI-Anwendungen in Funk- und Edge-Systemen:
Entwicklung und Erprobung effizienter Lösungen für Aufgaben wie
Kanalabschätzung und Massive MIMO - eine Schlüsseltechnologie moderner
Mobilfunknetze, bei der viele Geräte über viele Antennen gleichzeitig
kommunizieren. Dazu gehört auch die Untersuchung neuartiger
Systemarchitekturen wie Neuromorphes Computing (z. B. auf Basis von
Memristoren), um Optimierungsprozesse zu beschleunigen und den
Energieverbrauch gegenüber klassischen Verfahren zu senken.
- HPC- und Cloud-Architekturen für KI: Weiterentwicklung und Anwendung von
Konzepten der Modularen Supercomputing-Architektur (MSA) aus der Jülicher
Forschung - insbesondere aus dem Jülich Supercomputing Centre (JSC) - zum
Exascale-Computing sowie Analyse betrieblicher Strategien wie
Wärmerückgewinnung zur Steigerung der Energieeffizienz in HPC- und
Cloud-Umgebungen.
Darüber hinaus wird die Zusammenarbeit Erkenntnisse zur Umsetzbarkeit von
Cloud-Strategien liefern - auf Basis von Konzepten aus dem EuroHPC-Ökosystem,
das gemeinsam mit führenden europäischen Zentren wie dem JSC eine
Supercomputing-Infrastruktur von Weltklasse aufbaut.
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