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Berlin (ots) - Future Skills sind kein Zusatzangebot, sondern ein strategischer
Orientierungsrahmen für Hochschulen im Wandel. Mit MC4genKI entwickelt die
Technische Hochschule Nürnberg ein hochschulweites, systematisches
Qualifizierungsmodell zur Förderung von KI-Kompetenzen bei Studierenden. Für den
innovativen und übertragbaren Ansatz erhält sie vom Stifterverband die
Hochschulperle des Monats März.
Die Hochschulperle des Monats März zum Thema "Future Skills 2030 - Kompetenzen
für die Welt von morgen" geht an das Qualifizierungsmodell MC4genKI der
Technischen Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm (die Ohm). Die Ohm verfolgt mit
MC4genKI ein gestuftes Gesamtmodell: ein gemeinsames Kompetenzfundament für alle
Studierenden und darauf aufbauend ein weiterführender, individualisierbarer
Lernpfad. Herzstück des Konzepts ist der kooperative Ansatz mit dem KI-Campus:
Statt isoliert eigene Angebote zu entwickeln, bindet die Hochschule gezielt
vorhandene, qualitätsgesicherte Inhalte ein, sprich digitale Lehr- und
Lernmaterialien, die unter einer offenen Lizenz (OER) zugänglich sind.
Alle Studierenden erwerben zunächst über den verpflichtenden Online-Grundkurs
des KI-Campus "AIce Your Exams - Generative KI als Copilot im Schul- und
Unialltag" ein gemeinsames Kompetenzfundament im Umgang mit generativer KI. Der
Grundkurs - ein von Studierenden für Studierende entwickeltes Format - überzeugt
dabei durch hohe Praxisnähe und passgenaue Ausrichtung auf Anforderungen im
Studienalltag.
Darauf aufbauend eröffnet das interdisziplinäre Micro-Credential-Programm
MC4genKI -Studierenden aller Fachrichtungen einen weiterführenden Lernpfad, um
ihre Kompetenzen im Umgang mit generativer KI systematisch zu vertiefen. Im
Mittelpunkt stehen sowohl die praktische Anwendung als auch die reflektierte
Einordnung der Technologie. So lernen die Studierenden unter anderem, KI-Tools
für Text, Bild, Audio, Video oder Coding einzusetzen und ihre Funktionsweise zu
verstehen. Sie lernen deren Einsatz in wissenschaftlichen und beruflichen
Kontexten kritisch zu reflektieren sowie Chancen und Risiken zu bewerten. Je
nach Prüfungsordnung kann die erfolgreiche Teilnahme am Programm mit
ECTS-Punkten (European Credit Transfer System), anerkannt werden.
Ein besonderes Merkmal des Programms ist die sogenannte Learning Journey:
Studierende reflektieren auch im Austausch mit Unternehmen ihre eigenen Stärken
und Entwicklungspotenziale im Umgang mit KI. Darauf aufbauend wählen sie
passende Online-Kurse auf dem KI-Campus aus und dokumentieren ihre Erkenntnisse
in Transfer- und Reflexionsphasen. Dadurch stärkt das Programm nicht nur
KI-Kompetenz, sondern auch Selbstlernkompetenz und die Fähigkeit, individuelle
Lernwege im Sinne des lebenslangen Lernens aktiv zu gestalten.
"Das Qualifizierungsmodell MC4genKI zeigt beispielhaft, wie vorhandene Expertise
systematisch in die eigene Lehre eingebunden werden kann, um die Stärkung von
Future Skills institutionell zu verankern", so die Jury des Stifterverbandes zu
ihrer Entscheidung, die Hochschulperle des Monats März an die Technische
Hochschule Nürnberg zu vergeben. "Bestehende Inhalte werden kuratiert, in einen
strukturierten Lernpfad integriert, so dass Studierende sie effektiv nutzen
können. Es entsteht ein Konzept, das sich auf andere Hochschulen übertragen
lässt."
Weitere Informationen finden Sie unter https://ots.de/771mIA
Hochschulperlen sind innovative, beispielhafte Projekte, die an einer Hochschule
realisiert werden. Jeden Monat stellt der Stifterverband eine Hochschulperle
vor. Aus den Monatsperlen wird einmal im Jahr per Abstimmung die Hochschulperle
des Jahres gekürt.
Im Jahr 2026 wird die Hochschulperle des Monats von der Allianz für Future
Skills im Rahmen der Zukunftsmission Bildung des Stifterverbandes
ausgeschrieben. Mit der Zukunftsmission Bildung will der Stifterverband ein
Bildungssystem für eine Welt im Wandel gestalten, das schnell mehr Menschen mit
den notwendigen Kompetenzen aus- und weiterbildet. Es werden Projekte
ausgezeichnet, die Studierende, Promovierende oder Hochschulbeschäftigte gezielt
auf eine sich wandelnde Arbeits- und Lebenswelt vorbereiten. Gesucht werden
Projekte, die Future Skills bereits wirksam berücksichtigen und verankern und
damit einen aktiven Beitrag zur Gestaltung einer Welt im Wandel leisten.
Bewerbungen und Vorschläge sind jederzeit möglich unter:
https://www.stifterverband.org/hochschulperle
Der Stifterverband ist eine Gemeinschaft von rund 3.500 engagierten Menschen,
Unternehmen und Organisationen aus Wirtschaft, Wissenschaft und
Zivilgesellschaft. Ziel seiner Arbeit ist, Bildung und Wissenschaft neu zu
denken und zu gestalten, um die Innovationskraft der Gesellschaft nachhaltig zu
stärken. Als zentraler Impulsgeber analysiert er aktuelle Herausforderungen,
fördert Modellprojekte und ermöglicht deren Verbreitung in vielfältigen
Netzwerken. Er vernetzt Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft,
entwickelt gemeinsam Ideen und stößt politische Reformen an. In seinem Wirken
konzentriert er sich auf zwei Handlungsfelder: Bildung und Kompetenzen sowie
Kollaborative Forschung und Innovation. https://www.stifterverband.org
Pressekontakt:
Peggy Groß
Pressesprecherin des Stifterverbandes
T 030 322982-530
mailto:presse@stifterverband.de
Technischen Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm
Thu Van Le Thi
Lehr- und Kompetenzentwicklung (LeKo)
Bereich Future Skills &Micro-Credentials
T 0911 5880-2731
mailto:thuvan.lethi@th-nuernberg.de
http://www.th-nuernberg.de/leko
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/18931/6243860
OTS: Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft e.V.
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