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Frankfurt am Main/Bielefeld (ots) - Mehr als eine Million Deutsche betroffen -
Viele davon verlieren ihre finanzielle Existenz - IB leistet Aufklärung in
mehreren Fanprojekten
Der Internationale Bund (IB) (https://www.internationaler-bund.de/) sowie der
Fachverband Glücksspielsucht e.V. (https://gluecksspielsucht.de/) fordern ein
Verbot von Sportwetten-Werbung in Fußballstadien. "Es ist inakzeptabel, dass
Profi-Clubs Geld damit verdienen, das Suchtrisiko ihrer Fans massiv zu erhöhen.
Die Folgen für Betroffene sind drastisch", sagt IB-Präsidentin Petra Merkel.
Mehr als eine Million Menschen
(https://datenportal.bundesdrogenbeauftragter.de/gluecksspiel) gelten in
Deutschland als glücksspielsüchtig. Hinzu kommen noch einmal rund drei
Millionen, die diesbezüglich ein riskantes Verhalten zeigen. Betroffene
verlieren oft die Kontrolle, verbringen täglich stundenlang am Smartphone oder
PC und können nicht aufhören, Geld zu setzen (https://www.zdfheute.de/ratgeber/g
esundheit/sportwetten-spielsucht-hilfe-symptome-100.html) . Sie sind häufig
nicht mehr in der Lage, ihren Alltag zu bewältigen und wetten auch dann weiter,
wenn sie es sich finanziell nicht mehr leisten können.
Es würde den Vereinen gut zu Gesicht stehen, freiwillig auf diese Werbegelder zu
verzichten - besonders viele junge Männer betroffen
IB und Fachverband sind der Ansicht, dass die Vereine gegenüber ihren Fans in
der Verantwortung stehen. "Viele Süchtige verlieren ihr gesamtes soziales Umfeld
und ihre finanzielle Existenz. Es würde den Clubs gut zu Gesicht stehen,
freiwillig auf diese Werbegelder zu verzichten. Tun sie es nicht, sollte der
Gesetzgeber dringend stärker regulieren, damit Kinder- und Jugendschutz,
Prävention und klare Werbebeschränkungen wirksam umgesetzt werden", fordert
Ilona Füchtenschnieder vom Fachverband Glücksspielsucht.
Ein großes Problem bei diesem Thema ist die dauerhafte Verfügbarkeit. In den
Online-Portalen der oft milliardenschweren Wettkonzerne können Fans 24 Stunden
am Tag Einsätze platzieren. Es gibt zudem besondere Angebote, beispielsweise
kann man während eines Fußballspiels darauf setzen, welches Team das nächste Tor
schießt. Dadurch entsteht ein besonderer Adrenalin-Rausch, dem sich Süchtige oft
nicht entziehen können.
Der IB betreibt sieben Fanprojekte von der 1. bis zur 4. Liga im Männerfußball.
Das sind soziale Angebote für Anhänger*innen zwischen 12 und 27 Jahren. Die
Zielgruppe gilt als für Sportwetten sehr empfänglich (https://www.hls-online.org
/aktuelle-meldungen/sportwetten-die-verfuehrung-minderjaehriger-zum-gluecksspiel
/) , speziell junge Männer. Daher leisten viele IB-Fanprojekte Aufklärungsarbeit
zu den Risiken.
Unter der Woche gibt es in den Fanprojekten meist offene Treffs. Für viele der
Fans sind die hauptamtlichen Sozialarbeiter*innen dort eine wichtige oder sogar
die einzige vertrauensvolle Anlaufstelle in allen Lebenslagen. Die
Mitarbeitenden der IB-Fanprojekte sind zudem bei den Spielen der Teams im
Stadion.
Pressekontakt:
Internationaler Bund
Matthias Schwerdtfeger
Tel.069-945 45 108
0171 546 75 35
mailto:matthias.schwerdtfeger@ib.de
http://www.ib.de
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/43905/6244080
OTS: Internationaler Bund
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