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Zur Studie
https://ots.de/ymCpvb
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München (ots) -
- Fast ein Drittel der Verbraucher:innen (29%) ist unzufrieden mit ihrer
aktuellen medizinischen Versorgung, vor allem die Terminverfügbarkeit in
Praxen wird von jedem Zweiten als schwierig angesehen.
- Die Mehrheit (60%) kann sich vorstellen, ausgewählte Gesundheitsleistungen bei
Händlern wie Supermärkten oder Drogerien in Anspruch zu nehmen.
- Größter Vorbehalt sind Bedenken bezüglich der Qualität der medizinischen
Dienstleistung.
Der deutsche Gesundheitsmarkt steht vor erheblichen strukturellen Engpässen: Die
Nachfrage nach Gesundheitsleistungen steigt, während Krankenhäuser, Arztpraxen
und Apotheken an ihre Grenzen stoßen. Fast jede:r Dritte ist mit der allgemeinen
medizinischen Versorgung unzufrieden, wie eine Deloitte-Befragung von 1.000
deutschen Konsument:innen im Februar 2026 zeigt. Hier könnte der Einzelhandel
als Anbieter von niedrigschwelligen Gesundheitsdiensten Abhilfe schaffen.
60 Prozent der Befragten können sich grundsätzlich vorstellen,
Gesundheitsdienstleistungen wie Augentests oder Blutabnahmen im Einzelhandel
wahrzunehmen. Besonders Drogerien werden als geeigneter Rahmen angesehen (39%),
gefolgt von Einkaufszentren (25%) und Supermärkten (17%). Rund ein Drittel (36%)
gibt an, solche Angebote weiterhin ausschließlich in Arztpraxen annehmen zu
wollen, was weiteres Potenzial, aber auch den Bedarf an noch zu leistendem
Vertrauensaufbau zeigt. Hauptanreize des Einzelhandels sind Faktoren wie kürzere
Wartezeiten (47%), die Nähe zu üblichen Wegen (35%) und einfache
Terminvereinbarung (34%). Diagnostische Leistungen wie Augen- oder Hauttests
werden dabei bevorzugt (43%) gegenüber dem Kauf von rezeptfreien Medikamenten
(29%) und telemedizinischen Beratungen (27%). "Eine hohe Kundenorientierung ist
in der Branche von je her entscheidend, damit könnte der Einzelhandel auch im
Gesundheitsbereich überzeugen", sagt Egbert Wege, Einzelhandelsexperte und
Partner bei Deloitte.
Qualität entscheidet über breite Akzeptanz
Der Erfolg von Gesundheitsservices im Einzelhandel hängt maßgeblich von der
wahrgenommenen Professionalität ab. Fast die Hälfte der Befragten (48%), die
solche Angebote nicht nutzen wollen, nennt Bedenken bezüglich der Qualität der
Dienstleistung als Grund. Ein genereller Mangel an Vertrauen (16%) und Bedenken
hinsichtlich der Hygiene (13%) spielen eine nachgelagerte Rolle. "Einzelhändler
sind gut beraten, eng mit dem ersten Gesundheitsmarkt zu kooperieren, um
glaubwürdige Qualitätssignale zu senden - etwa durch Partnerschaften mit
Fachärzt:innen oder zertifizierten Anbietern und mit klar definierten
Ausbildungsstandards für das Personal", sagt Wege. "So kann es gelingen das
Beste beider Branchen im Sinne der Gesundheitsversorgung der Menschen
zusammenzuführen."
Jede Zweite würde für Gesundheitsservices den Einkaufsort wechseln
52 Prozent der Interessierten würden sogar ihr übliches Geschäft wechseln, um
eine Gesundheitsdienstleistung im Einzelhandel wahrzunehmen und gleichzeitig
ihren Einkauf zu erledigen. Zudem haben die Verbraucher:innen großes Interesse
an der Erweiterung des Sortiments um Nahrungsergänzungsmittel (45%),
Naturheilmittel (43%) oder medizinische Hilfsmittel wie Lesebrillen oder
Inhalatoren (37%) in direkter Nähe zu den Gesundheitsservices. "Durch
hochwertige, vertrauenswürdige Gesundheitsangebote können sich Einzelhändler vom
Wettbewerb abheben, neue Kundenströme anziehen und ihr Sortiment erweitern",
schließt Egbert Wege.
Hier finden Sie die vollständige Studie " Vom Point of Sale zum Point of Health
(https://www.deloitte.com/de/de/Industries/consumer/research/einzelhandel-und-ge
sundheitsversorgung.html) ".
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