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Berlin (ots) - Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) kritisiert aktuelle Vorschläge wie
die Begrenzung der Erhöhung von Spritpreisen auf einmal am Tag oder die
Einführung autofreier Sonntage als reine Symbolpolitik. Angesichts der aktuellen
Ölkrise und des unzureichenden Klimaschutzprogramms fordert die DUH kurzfristig
ein Tempolimit als wirksame Maßnahme.
Dazu sagt DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch:
"Statt reiner Symbolpolitik braucht es ein Tempolimit. Nur ein Tempolimit kann
kurzfristig und nahezu kostenfrei unsere Abhängigkeit von Öl reduzieren und
Millionen Tonnen CO2 einsparen. Ein Tempolimit von 100 km/h auf Autobahnen und
80 km/h außerorts kann bis zu 4,7 Milliarden Liter Kraftstoff pro Jahr und 11,7
Millionen Tonnen CO2 pro Jahr einsparen. Ein geringerer Verbrauch entlastet
zudem die Geldbeutel der Bürgerinnen und Bürger. Die Konsequenz der
gegenwärtigen Ölkrise muss ein Tempolimit sein, kein autofreier Sonntag oder
absurde Vorschläge wie die Erhöhung der Pendlerpauschale. Die Bundesregierung
muss jetzt kurzfristig ein Tempolimit einführen."
Hintergrund:
Die Berechnung des Sprit-Einsparpotentials beruht auf der Studie "Modellierung
der Umweltwirkung von Tempolimit-Maßnahmen auf Autobahnen und außerorts" des
Umweltbundesamtes (2024). Das dort berechnete CO2-Einsparpotential wurde,
anteilig auf die Kraftstoffe Benzin (55 Prozent) und Diesel (45 Prozent), in
Kraftstoff-Verbrauch umgerechnet. Zuletzt wurde die Kraftstoffmenge von Volumen
(4,7 Mrd. Liter) in Gewicht (3,7 Mio. Tonnen) umgerechnet, um den Anteil am
Gesamt-Kraftstoffverbrauch anzugeben (7 Prozent). Diese Umrechnung ist nötig, da
der Gesamt-Kraftstoffverbrauch stets in Tonnen angegeben wird.
Pressekontakt:
Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer
0171 3649170, mailto:resch@duh.de
DUH-Newsroom:
030 2400867-20, mailto:presse@duh.de
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OTS: Deutsche Umwelthilfe e.V.
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