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Köln (ots) - Der WDR will seine jungen Radiowellen strategisch neu aufstellen,
um gezielt jüngere Menschen, vor allem mit internationalen Biografien, zu
erreichen. Der gesetzliche Auftrag des WDR sieht vor, dass eines der Programme
weiterhin das interkulturelle Zusammenleben als Schwerpunkt hat.In
Nordrhein-Westfalen haben über 40 Prozent der unter 30-Jährigen eine
Einwanderungsgeschichte. Darüber hinaus will der WDR auch diejenigen ansprechen,
die die WDR-Angebote bislang kaum oder wenig nutzen. Die jungen Angebote sollen
zudem als digitale Medienmarken konsequent weiterentwickelt werden. Der
umfassende Relaunch der drei jungen Programme ist schrittweise ab Anfang 2027
geplant. Das Vorhaben bedarf noch der Befassung und Zustimmung der WDR-Gremien.
Bündelung unter Dach von 1LIVE
Die bisherigen drei jungen Programme 1LIVE, 1LIVE DIGGI und COSMO sollen künftig
unter dem Dach von 1LIVE gebündelt werden. Neben der bekannten jungen Welle
1LIVE soll das bisherige COSMO zu einem Programm für die kulturell diverse und
urbane Community weiterentwickelt werden, bei der die weltweit größte und
verbindende Jugendkultur HipHop eine zentrale Rolle spielt. Das neue dritte
Programm, das wie bisher 1LIVE DIGGI online und über DAB+ empfangbar ist, soll
sich an die wachsende Gruppe junger Menschen richten, die sich in einer digital
überreizten Medienwelt nach Ruhe, Sicherheit und einer unaufgeregten
Medienumgebung sehnen.
Mehr Perspektivenvielfalt
"Diese Neuausrichtung unserer jungen Radiowellen ist ein mutiger und
konsequenter Schritt", sagt Andrea Schafarczyk, WDR-Programmdirektorin für NRW,
Wissen und Kultur. "Junge Menschen mit ihren vielfältigen Bedürfnissen nutzen
Radio und Audioangebote heute deutlich situativer und plattformübergreifender
als noch vor einigen Jahren." Um sie mit öffentlich-rechtlichen Inhalten zu
erreichen, brauche es deshalb Angebote, die das berücksichtigten und sich in
ihrer Ansprache deutlich unterschieden. "Mit den drei jungen WDR-Programmen rund
um 1LIVE haben wir das Potenzial, dieser Entwicklung zu begegnen", sagt
Schafarczyk.
Schiwa Schlei, Programmchefin von 1LIVE und COSMO, ergänzt: "Mit der
Weiterentwicklung bilden wir die Realität in unserem Sendegebiet ab: Kulturelle
Vielfalt prägt NRW. Indem wir diesen Alltag und diese Perspektivenvielfalt
stärker in unsere Berichterstattung integrieren, werden wir der Tatsache
gerecht, dass Migration schon längst Teil der Normalität unseres Publikums ist.
Diese Normalität soll künftig alle drei Programme prägen."
Die Ausgestaltung der jungen Radiowellen geschieht im Zuge der Anforderungen
durch den Ende 2025 in Kraft getretenen Reformstaatsvertrag.
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