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Bad Hersfeld (ots) - Deutschlands großer Grillfachhändler Grillfürst begrüßt die
aktuelle EU-Zollreform als überfälliges Signal. Geschäftsführer Joachim Weber
kritisiert jedoch ein strukturelles Vollzugsdefizit bei der Kontrolle von
Direktimporten aus Drittstaaten und fordert wirksame Maßnahmen gegen
Verbraucherrisiken und Wettbewerbsverzerrung.
Grillfürst begrüßt die aktuelle EU-Zollreform und die vorgesehene Handling Fee
für Kleinsendungen sowie neue Verantwortlichkeiten bei Plattformbetreibern als
richtiges Signal. Rat und Parlament haben sich auf eine Reform des
EU-Zollrahmens verständigt, die schärfere Kontrollen unsicherer Waren vorsieht;
zusätzlich gilt ab 1. Juli 2026 eine vorläufige 3-Euro-Abgabe auf Kleinsendungen
unter 150 Euro. "Die EU erkennt endlich an, dass es ein massives Problem gibt.
Aber eine Gebühr allein schützt weder Verbraucher noch den ehrlichen
Mittelstand", sagt Joachim Weber, Geschäftsführer von Grillfürst.
Als ein marktführender Multichannel-Händler im Grill Bereich steht Grillfürst
für fairen Wettbewerb über alle Vertriebskanäle hinweg. Nicht akzeptabel sei
jedoch ein Markt, in dem regelkonforme Händler alle Vorgaben zu
Produktsicherheit, Dokumentation und Haftung erfüllen müssen, während
Direktimporte aus Drittstaaten sehr häufig an wirksamer Kontrolle
vorbeigelangen.
Milliarden Sendungen, kaum Kontrolle
Die Dimension ist enorm: Laut EU-Kommission kamen 2024 rund 4,6 Milliarden
Kleinsendungen unter 150 Euro in die EU - etwa 12 Millionen pro Tag, 91 Prozent
davon aus China. 2025 lag das Volumen bereits bei rund 5,8 Milliarden Sendungen.
"Wer Milliarden Sendungen weitgehend nur verwaltet, statt sie wirksam zu
kontrollieren, schafft Risiken für Verbraucher und benachteiligt regelkonforme
Unternehmen", so Weber.
Hohe Mängelquoten - auch bei offiziellen Kontrollen
In einer EU-weiten Kontrollaktion lag die Nichtkonformitätsquote bei
Online-Importen bei 65 Prozent bei Kosmetika, 60 Prozent bei persönlicher
Schutzausrüstung und 63 Prozent bei Nahrungsergänzungsmitteln. Auch Grillfürst
hat Produkte über Plattformen aus Drittstaaten testweise eingekauft und prüfen
lassen. Ergebnis: Bei über 50 Prozent der Testkäufe wurden Mängel festgestellt -
etwa bei Kennzeichnung, Dokumentation oder Materialkonformität. Ein erheblicher
Teil dieser Produkte hätte nach Einschätzung des Unternehmens nicht verkauft
werden dürfen. "Gerade bei Produkten mit Lebensmittelkontakt reden wir nicht
über Formalien, sondern über Gesundheitsschutz. Wenn wir die gleichen Maßstäbe
wie bei unseren Eigenmarken anlegen, gehen massenweise rote Lampen an", sagt
Weber.
"Nicht fehlende Regeln - sondern fehlende Durchsetzung"
Für Produkte gelten strenge gesetzliche Anforderungen, deren Überwachung in
Deutschland bei den Behörden der Bundesländer liegt. Gleichzeitig dokumentieren
Marktüberwachungsbehörden regelmäßig Mängel bei Billigprodukten - etwa fehlende
CE-Kennzeichnung, Überschreitung von Grenzwerten, nichtzugelassene
Inhaltsstoffe, fehlende Konformitätserklärungen oder unzureichende
Herstellerangaben.
"Das ist kein Vorwurf an einzelne Behörden. Aber es ist ein strukturelles
Problem: Wenn Regeln existieren, aber millionenfach nicht durchgesetzt werden,
dann ist das ein staatliches Vollzugsdefizit", so Weber.
Grillfürst fordert deshalb deutlich mehr risikobasierte Kontrollen an den
EU-Außengrenzen, eine konsequente Zoll und Marktüberwachung, die schnellere
Entfernung auffälliger Angebote von Plattformen, klare Rückverfolgbarkeit der
verantwortlichen Wirtschaftsakteure und spürbare Sanktionen bei Verstößen. Dass
die EU Plattformen und Verkäufer künftig stärker als verantwortliche Importeure
in die Pflicht nehmen will, ist richtig - dieser Kurs muss jetzt schneller und
konsequenter umgesetzt werden.
"Wer in Deutschland und Europa sauber arbeitet, prüft, dokumentiert, haftet und
investiert, darf nicht länger gegen nicht kontrollierte Geschäftsmodelle
antreten müssen, die von mangelhafter Durchsetzung profitieren. Verbraucher
haben Anspruch auf sichere Produkte. Der Mittelstand hat Anspruch auf fairen
Wettbewerb. Eine Gebühr und die Verantwortung bei den Plattformbetreibern ist
ein Anfang - mehr nicht.", so Weber.
ÜBER GRILLFÜRST
Grillfürst entwickelte sich seit seiner Gründung in 2010 zu einem der führenden
Fachhändler für Grillgeräte, Outdoorküchen und BBQ-Zubehör in Deutschland. Das
Unternehmen bietet mit 7000 Artikeln und 60 Marken ein umfangreiches Sortiment
aus hochwertigen Gas-, Kohle- und Pelletgrills, Smoker-Lösungen sowie passendem
Zubehör - ergänzt durch starke Eigenmarken und exklusive Markenpartnerschaften.
Mit einem klaren Fokus auf Qualität, Beratung und Service verbindet Grillfürst
in seiner Multi-Channel-Strategie stationäres Einkaufserlebnis mit einem
leistungsstarken E-Commerce-Angebot. Kundinnen und Kunden profitieren von
fachkundiger Beratung, Rezept- und Anwendungscontent sowie einem breiten
Ersatzteil- und After-Sales-Service. Grillfürst versteht BBQ als Genuss- und
Gemeinschaftserlebnis und verfolgt das Ziel, Menschen für das Grillen zu
begeistern - vom Einsteiger bis zum ambitionierten Pitmaster. Das Unternehmen
steht für Leidenschaft am Grill, Innovation im Outdoor-Cooking und ein
Einkaufserlebnis, das Kompetenz und Begeisterung vereint.
https://www.grillfuerst.de/
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