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Altenkirchen (ots) -
Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer kleiner und mittlerer Unternehmen
(KMU) verbringen einen erheblichen Teil ihrer Arbeitszeit mit operativen
Entscheidungen, die grundsätzlich delegierbar wären.
Unklare Zuständigkeiten, fehlende Standards und ineffiziente Kommunikation
führen dazu, dass strategische Aufgaben im Tagesgeschäft untergehen.
Der Unternehmensberater Bernd Breitmaier begleitet KMU in einem zwölfmonatigen
Programm beim systematischen Aufbau tragfähiger Organisationsstrukturen. Ziel
ist es, Führungskräfte zu entlasten und Teams arbeitsfähig zu machen.
Wenn fehlende Strukturen zur Dauerbelastung werden
Viele Unternehmen wachsen organisch. Prozesse entstehen schrittweise,
Zuständigkeiten bleiben informell geregelt. Wissen liegt häufig bei einzelnen
Personen, statt dokumentiert und zugänglich zu sein. Fällt eine Schlüsselperson
aus oder wächst das Team, geraten Abläufe ins Stocken. Rückfragen an die
Geschäftsführung häufen sich, Meetings dauern länger als geplant, Projekte
verzögern sich.
"Führungskräfte werden oft zum Flaschenhals, weil Strukturen fehlen - nicht
weil sie unfähig wären", sagt Prof. Dr. Martin Hilb, emeritierter Professor für
Unternehmensführung an der Universität St. Gallen. Fehle es an klar definierten
Rollen und Entscheidungsräumen, verpufften selbst gute Strategien im operativen
Alltag.
Breitmaier greift diesen Gedanken auf. "Selbstständige Teams entstehen nicht
durch Motivation, sondern durch Klarheit über Aufgaben, Befugnisse und
Verantwortung", erklärt er. Im Zentrum seiner Arbeit steht daher das sogenannte
ABV-Modell. Es regelt systematisch, wer welche Aufgaben übernimmt, welche
Entscheidungen eigenständig getroffen werden dürfen und wer die Verantwortung
trägt.
Zwölf Monate Begleitung in fünf Phasen
Das Programm ist auf ein Jahr angelegt und gliedert sich in mehrere Phasen. Es
beginnt mit einem 30-minütigen Gespräch zur ersten Standortbestimmung. Es folgt
eine vierwöchige Analysephase mit Interviews, Beobachtungen vor Ort und einer
Leadership-Cockpit-Analyse, einem diagnostischen Instrument zur Bewertung von
Führungsstrukturen. Daraus entsteht ein konkreter Fahrplan für die weitere
Entwicklung.
In der anschließenden Umsetzungsphase werden Verantwortlichkeiten definiert,
Standards eingeführt und Abläufe strukturiert dokumentiert. Ziel ist es,
operative Routinen delegierbar zu machen und Entscheidungsspielräume
transparent festzulegen. "Viele Rückfragen entstehen, weil Mitarbeiter nicht
wissen, was sie selbst entscheiden dürfen", so Breitmaier. Erst klar definierte
Spielräume ermöglichten echte Selbstständigkeit.
Ein weiterer Baustein ist die Etablierung verbindlicher Standards.
Dokumentierte Prozesse sollen sicherstellen, dass Qualität nicht vom Wissen
einzelner Personen abhängt. Gerade in wachsenden Unternehmen sei dies
entscheidend, um Kontinuität zu gewährleisten und neue Mitarbeitende schneller
zu integrieren.
Parallel zur strukturellen Arbeit begleitet Breitmaier die Geschäftsführung als
externer Sparringpartner. In regelmäßigen Gesprächen werden unternehmerische
Entscheidungen reflektiert, komplexe Situationen eingeordnet und Prioritäten
geschärft. Nach zwölf Monaten erfolgt eine erneute Analyse mit Auswertung der
erreichten Veränderungen und einem Entwicklungsplan für die kommenden Jahre.
Struktur als Antwort auf Fachkräftemangel und Wettbewerbsdruck
Im wirtschaftlichen Kontext gewinnt das Thema zusätzlich an Bedeutung.
Fachkräftemangel und steigender Wettbewerbsdruck erhöhen den Bedarf an klar
organisierten Arbeitsumgebungen. Unternehmen, die transparente
Entscheidungswege und nachvollziehbare Zuständigkeiten bieten, gelten als
attraktiver für qualifizierte Mitarbeitende. Fehlende Strukturen können dagegen
zu Unzufriedenheit, erhöhter Fluktuation und ineffizienten Abläufen führen.
Untersuchungen des Fraunhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation
zeigen, dass mangelnde Rollenklarheit zu den häufigsten Ursachen für
Ineffizienz in mittelständischen Unternehmen zählt. Mitarbeitende, die ihre
Verantwortlichkeiten kennen und Entscheidungsspielräume verstehen, arbeiten
produktiver und berichten häufiger von Zufriedenheit im Arbeitsalltag.
"Gute Leute wollen wissen, woran sie sind. Klare Rahmenbedingungen geben
Orientierung - und entlasten die Führung", sagt Breitmaier. Nach eigenen
Angaben hat er bislang mit mehr als 40 KMU Projekte durchgeführt. In einzelnen
Fällen sei die Zahl der Rückfragen an die Geschäftsführung deutlich gesunken,
zugleich hätten sich Kommunikationswege verkürzt und die Effektivität im
Unternehmen wurde deutlich gesteigert.
Erfahrungen aus unterschiedlichen Branchen
Sven Hirsch, Geschäftsführer von Hirsch Architekten, berichtet, dass durch die
Zusammenarbeit Themen umgesetzt wurden, die zuvor lange liegen geblieben seien.
Mark Breuer, Geschäftsführer der Domiziel gGmbH, spricht von mehr Struktur und
Qualität im Arbeitsalltag sowie einer spürbaren Entlastung in seiner Rolle als
Geschäftsführer.
Auch im Sportumfeld wurde der Ansatz eingesetzt. Michael Tarnat, ehemaliger
Fußballnationalspieler und Leiter von Nachwuchsleistungszentren bei Bayern
München und Hannover 96, hebt die Fähigkeit Breitmaiers hervor,
Verbesserungspotenziale zu erkennen und konsequent umzusetzen. Durch die
Begleitung seien Prozesse klarer organisiert worden.
Trend zur langfristigen Prozessbegleitung
Der Ansatz reiht sich in einen breiteren Trend ein: weg von kurzfristiger
Konzeptberatung, hin zu kontinuierlicher Begleitung bei der Umsetzung. Viele
Unternehmen suchen weniger zusätzliche Strategiepapiere als vielmehr
Unterstützung bei der nachhaltigen Verankerung von Strukturen im Alltag.
"Unternehmer brauchen keine weiteren Präsentationen. Sie brauchen jemanden, der
mit ihnen konsequent an der Umsetzung arbeitet", sagt Breitmaier. Strukturen
entstünden nicht durch einzelne Workshops, sondern durch kontinuierliche Arbeit
über Monate hinweg.
Die Investition in das Programm richtet sich nach Unternehmensgröße und
Ausgangslage. Breitmaier begleitet nach eigenen Angaben maximal fünf
Unternehmen gleichzeitig, um eine intensive Betreuung sicherzustellen.
Erfolgreiche Führung beginne nicht mit Kontrolle, sondern mit klar definierten
Rahmenbedingungen. Wer Verantwortung systematisch verteilt, Standards etabliert
und Entscheidungswege transparent macht, gewinne Zeit für strategische Aufgaben
- und schaffe zugleich Orientierung für das gesamte Team.
Weitere Informationen sind auf der Website von Bernd Breitmaier abrufbar.
www.strukturbegleitung.de
Pressekontakt:
Bernd Breitmaier
Birkenweg 8
57610 Altenkirchen
Mobil: 0177 7284 258
E-Mail: mailto:bernd.breitmaier@menschprofi.de
Website: http://www.strukturbegleitung.de
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