|
WIESBADEN (ots) - Ob bemalt, gefärbt oder ausgeblasen - bunte Eier gehören an
Ostern für viele dazu. Ein Teil der hiesigen Versorgung mit Hühnereiern wird
durch Importe aus den Nachbarländern sichergestellt. Aus den Niederlanden
stammten 3,7 Milliarden (68,7 %) der im Jahr 2025 importierten frischen
Hühnereier, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt. Weitere wichtige
Eier-Lieferanten waren Polen mit einem Anteil an den Eier-Einfuhren von 15,9 %
(861 Millionen) und Belgien mit 3,5 % (190 Millionen).
Insgesamt wurden 5,4 Milliarden Eier im Jahr 2025 importiert. Demgegenüber
standen Exporte von 1,2 Milliarden Eiern und eine heimische Produktion von 13,7
Milliarden Eiern. Die Zahl der importierten Eier ist zurückgegangen: Im Jahr
2025 wurden 3,8 % weniger Eier importiert als im Vorjahr (5,6 Milliarden). In
den vergangenen zehn Jahren sank die Importmenge um 20,9 % (2015: 6,9 Milliarden
Eier). Auch die Zahl der exportierten Eier ist gesunken: Im Jahr 2025 waren es
11,6 % weniger ausgeführte Eier als im Vorjahr (1,4 Milliarden) und 40,1 %
weniger als im Jahr 2015 (2,1 Milliarden). Die inländische Eierproduktion
hingegen ist in den vergangenen zehn Jahren um 16,4 % gestiegen (2015: 11,8
Milliarden).
Ob als Osterei, Backzutat oder Frühstücksei: Der Verbrauch von Eiern in
Deutschland ist in den vergangenen Jahren gestiegen. Der durchschnittliche
Verbrauch lag im Jahr 2025 nach vorläufigen Angaben der Bundesanstalt für
Landwirtschaft und Ernährung (BLE) bei 252 Eiern pro Kopf. Gegenüber dem Vorjahr
stieg der Verbrauch um vier Eier pro Kopf. 2015 waren es 228 Eier pro Kopf.
Methodische Hinweise:
Gegenstand der Außenhandelsstatistik ist der grenzüberschreitende Warenverkehr
Deutschlands mit dem Ausland. Dargestellt werden die deutschen Exporte und
Importe von frischen Hühnereiern auf Basis der Warennummer WA04072100 (Eier,
frisch, von Hühnern).
Meldepflichtig im Intrahandel (Handel mit EU-Ländern) ab dem Jahr 2025 sind
umsatzsteuerpflichtige Unternehmen deren Versendungen in andere
EU-Mitgliedstaaten den statistischen Wert von 1 Million Euro bzw. deren Eingänge
aus anderen EU-Mitgliedstaaten den statistischen Wert von 3 Millionen Euro im
Vorjahr überschritten haben. Bis 2024 betrug die Meldeschwelle in der Versendung
500 000 Euro und im Eingang 800 000 Euro.
Zur Eierproduktion werden Eier berücksichtigt, die in Betrieben von Unternehmen
mit mindestens 3 000 Hennenhaltungsplätzen erzeugt werden.
Den heimischen Eier-Verbrauch pro Kopf berechnet die Bundesanstalt für
Landwirtschaft und Ernährung (BLE) auf Basis der Produktions- und
Außenhandelsdaten, wobei bei der Eierproduktion seitens der BLE eine Zahl
produzierter Eier in Betrieben mit weniger als 3 000 Hennenhaltungsplätzen
hinzugeschätzt wird. Daher unterscheidet sich die dort angegebene Zahl der
Eierproduktion.
Weitere Informationen:
Außenhandelsergebnisse in der Gliederung nach Warennummern sind in der Datenbank
GENESIS-Online im Bereich Außenhandel über die Tabelle 51000-0016 abrufbar.
Zeitreihen zur Eierproduktion können über die Tabellen 41323-0001 (Ergebnisse
für Deutschland) und 41323-0004 (Ergebnisse nach Bundesländern) sowie weitere
Tabellen in der Datenbank GENESIS-Online abgerufen werden.
Diese Zahl der Woche ist, gegebenenfalls ergänzt mit weiteren Informationen und
Verlinkungen zum Thema, veröffentlicht unter www.destatis.de/pressemitteilungen.
Weitere Auskünfte:
Pressestelle
Telefon: +49 611 75 3444
www.destatis.de/kontakt
Pressekontakt:
Statistisches Bundesamt
Pressestelle
www.destatis.de/kontakt
Telefon: +49 611-75 34 44
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/32102/6246782
OTS: Statistisches Bundesamt
|