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Mönchengladbach (ots) - Viele Unternehmer glauben, ihre Steuerlast sei einfach
"gegeben". In Wirklichkeit verschenken aber gerade kleine und mittelständische
Betriebe regelmäßig erhebliche Beträge - allein weil sie Chancen zur
Steueroptimierung, richtigen Verlustnutzung oder korrekten Abschreibungen nicht
kennen oder nicht nutzen. Verpasste Freibeträge, falsch angesetzte
Betriebsausgaben und ungeprüfte Altverträge können auf Jahresbasis fünf- bis
sechsstellige Summen ausmachen.
Viele Unternehmer zahlen nicht mehr Steuern, weil ihr Geschäft so gut läuft -
sondern weil sie nicht wissen, was sie steuerlich wirklich nutzen dürfen. Hier
erfahren Sie, wo die größten Stolperfallen liegen, welche Gestaltungsspielräume
Unternehmer oft übersehen und wie man mit smarter Planung und strukturiertem
Steuer-Check bares Geld im Unternehmen behalten kann.
Wo Unternehmer Jahr für Jahr unnötig Geld verlieren
Viele Unternehmer kennen das Gefühl: Das Geschäft läuft gut, der Umsatz steigt -
und am Ende des Jahres folgt der Schock beim Blick auf die Steuerlast. Häufig
zeigt sich dann, dass ein erheblicher Teil des Gewinns an den Fiskus fließt.
Ursache ist jedoch oft weniger die Steuerhöhe selbst als eine
Unternehmensstruktur, die über Jahre nicht überprüft oder angepasst wurde.
Gerade kleine und mittelständische Unternehmen wachsen häufig schneller als ihre
organisatorischen Strukturen. Was in der Anfangsphase sinnvoll war, bleibt
bestehen, obwohl Umsatz und Gewinne längst deutlich höher sind. Dadurch bleiben
wichtige steuerliche Gestaltungsmöglichkeiten ungenutzt.
Typische Fehler, die Unternehmer viel Geld kosten
Fehler Nr. 1: Zu lange im Einzelunternehmen bleiben
Viele Unternehmer starten als Einzelunternehmer oder in einer
Personengesellschaft. Diese Form ist zu Beginn meist sinnvoll, weil sie
unkompliziert und kostengünstig ist. Mit zunehmendem Wachstum kann diese
Struktur jedoch steuerlich nachteilig werden. Einzelunternehmer versteuern ihren
gesamten Gewinn über die Einkommensteuer, wodurch bei steigenden Gewinnen
schnell der Spitzensteuersatz greift.
Kapitalgesellschaften bieten dagegen mehr Gestaltungsmöglichkeiten. Gewinne
können im Unternehmen bleiben, reinvestiert oder strategisch verteilt werden.
Wer trotz wachsender Gewinne dauerhaft im Einzelunternehmen bleibt, zahlt daher
oft mehr Steuern als notwendig.
Fehler Nr. 2: Geschäftsführer zahlen sich kein Gehalt
Ein weiterer häufiger Fehler entsteht nach der Gründung einer GmbH. Manche
Unternehmer zahlen sich kein Geschäftsführergehalt und beziehen ihr Einkommen
ausschließlich über Gewinnausschüttungen.
Steuerlich kann das nachteilig sein, weil Ausschüttungen beim Gesellschafter
erneut besteuert werden. Ein angemessenes Geschäftsführergehalt reduziert
hingegen den Gewinn der Gesellschaft und kann insgesamt steuerlich günstiger
sein. Zudem eröffnen sich über ein Gehalt weitere Möglichkeiten, etwa bei der
betrieblichen Altersvorsorge oder bei Zusatzleistungen, die ohne entsprechende
Vergütungsstruktur nicht genutzt werden können.
Fehler Nr. 3: Gewinne bleiben in der operativen Gesellschaft
Viele Unternehmer lassen erwirtschaftete Gewinne dauerhaft in der operativen
Gesellschaft stehen. Das kann jedoch Risiken bergen. Gerät das operative
Geschäft in Schwierigkeiten oder entstehen Haftungsfälle, können auch diese
Rücklagen betroffen sein.
Aus diesem Grund trennen viele Unternehmensstrukturen operatives Geschäft und
Vermögensaufbau. Gewinne werden beispielsweise regelmäßig in eine separate
Gesellschaft übertragen, etwa für Immobilien oder Beteiligungen. Dadurch lassen
sich sowohl steuerliche Vorteile als auch zusätzlicher Vermögensschutz
erreichen.
Warum diese Fehler so häufig auftreten
Die Ursachen für steuerliche Fehlstrukturen liegen selten in mangelnder
unternehmerischer Kompetenz. In vielen Fällen fehlt schlicht der strategische
Blick auf die eigene Unternehmensstruktur. Steuerberatung beschränkt sich häufig
auf die korrekte Erstellung von Steuererklärungen und Jahresabschlüssen.
Strategische Gestaltungsmöglichkeiten werden dagegen deutlich seltener aktiv
analysiert.
Gleichzeitig konzentrieren sich Unternehmer im Alltag stark auf ihr operatives
Geschäft. Themen wie Struktur, Steuerplanung oder langfristige Gewinnverwendung
geraten dadurch leicht in den Hintergrund.
Steuerplanung ist ein kontinuierlicher Prozess
Der entscheidende Unterschied zwischen Unternehmen mit dauerhaft hoher
Steuerbelastung und solchen mit effizienter Struktur liegt meist in der Planung.
Steueroptimierung ist kein einmaliges Projekt, sondern ein kontinuierlicher
Prozess. Unternehmensstruktur, Gehaltsmodelle, Gewinnverwendung und
Investitionsstrategien sollten regelmäßig überprüft und an neue Entwicklungen
angepasst werden.
Wer diese Hebel frühzeitig nutzt, schafft gleich mehrere Vorteile. Die
Steuerquote lässt sich oft deutlich reduzieren. Gleichzeitig entsteht mehr
finanzieller Spielraum für Investitionen, Wachstum und Vermögensaufbau. Darüber
hinaus können klare Strukturen auch den Schutz des aufgebauten Kapitals
verbessern.
Der größte Fehler besteht daher selten darin, zu viele Steuern zu zahlen,
sondern darin, die eigene Unternehmensstruktur über Jahre nicht aktiv zu
gestalten.
Über Michael Schattmann
Michael Schattmann ist Jurist und geschäftsführender Gesellschafter der
Schattmann & Partner Wirtschaftskanzlei. Er berät Unternehmer und Selbstständige
in der strategischen Strukturierungsgestaltung. Sein Fokus liegt auf individuell
entwickelten, langfristig tragfähigen Unternehmensstrukturen. Weitere
Informationen unter: https://www.schattmann-partner.de/
Pressekontakt:
Schattmann & Partner Wirtschaftskanzlei GmbH
Vertreten durch: Benedict Schön
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Ruben Schäfer
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