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Berlin (ots) - An Ostern verbringen wir viel Zeit mit Familie und Freunden - oft
auch in der freien Natur. Bei der Suche nach Ostereiern im heimischen Garten
oder beim Ausflug in den nahegelegenen Park können allerdings auch Zecken
lauern, denn die kleinen Blutsauger sind mit steigenden Temperaturen ab dem
Frühling im Grünen wieder vermehrt aktiv [1]. Zecken befinden sich vor allem auf
Gräsern und bodennahen Sträuchern - Kinder sind somit besonders gefährdet [2].
Schon mit einem Zeckenstich können gefährliche Krankheiten wie Borreliose und
die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) übertragen werden. Fast die Hälfte
aller deutschen Stadt- und Landkreise gilt inzwischen als FSME-Risikogebiet. Die
richtige "Zeckenvorsorge" - zum Beispiel durch Impfen - ist daher zunehmend in
ganz Deutschland wichtig [3].
FSME-Risiko in Deutschland steigt
Allein im Jahr 2026 hat das Robert Koch-Institut (RKI) zwei neue Regionen als
"FSME-Risikogebiete" ausgewiesen: den Stadtkreis Halle (Saale) in Sachsen-Anhalt
sowie den Landkreis Nordsachsen in Sachsen. Damit zählt nun fast die Hälfte
aller Stadt- und Landkreise zu den insgesamt 185 FSME-Risikogebieten in
Deutschland.3 Das zunehmende Risiko wird auch durch vermehrte FSME-Fälle
verdeutlicht: 2025 wurde mit 693 Erkrankungen der dritthöchste Stand seit
Aufzeichnungsbeginn gemeldet - bei Kindern und Jugendlichen stiegen die
FSME-Fälle in den letzten zehn Jahren um 175 % an [3,4].
Ausflugsziele unter der Lupe: Zecken können überall vorkommen
Wenn die Osterferien starten, gilt zu bedenken: An vielen beliebten
Ausflugszielen lauern Zecken. Das zeigte eine bundesweite Erhebung [A] aus dem
Jahr 2025, bei der das Zecken-Risiko beliebter Freizeitgebiete in ganz
Deutschland untersucht wurde. Dabei zeigte sich, dass die kleinen Parasiten
nicht nur in ländlichen Bereichen, sondern auch in Naherholungsgebieten und
Stadtparks, wie zum Beispiel in den Isarauen in München (Bayern) oder im Großen
Garten in Dresden (Sachsen) vorkommen.
Impfung bietet zuverlässigsten Schutz
Laut RKI bietet die Impfung den zuverlässigsten Schutz gegen FSME [3]. Die
FSME-Impfung wird daher allen Menschen empfohlen, die sich in einem Risikogebiet
aufhalten und mit Zecken in Kontakt kommen können - egal, ob sie dort leben,
arbeiten oder einen Ausflug bzw. Urlaub machen [5]. Für Aufenthalte in deutschen
FSME-Risikogebieten trägt die gesetzliche Krankenkasse die Kosten und auch bei
Reisen in ausländische Risikogebiete übernehmen viele Krankenkassen die Kosten
als freiwillige Leistung.
Impfschutz auch kurzfristig möglich
Die Impfung kann ab dem ersten Geburtstag erfolgen und besteht aus drei Spritzen
in einem Abstand von mehreren Monaten [3]. Falls ein kurzfristiger Schutz (z. B.
für geplante Ausflüge oder Reisen) benötigt wird, ist auch ein schnelles
Impfschema möglich: Mittels diesem kann ein ausreichender Schutz für die
aktuelle Zeckensaison innerhalb weniger Wochen aufgebaut werden. Wer bereits
eine oder zwei Impfungen erhalten hat, sollte unbedingt an den Abschluss der
Impfserie für einen längerfristigen Schutz denken. Danach ist eine erste
FSME-Auffrischung nach 3 Jahren, anschließend je nach Alter und Impfstoff in
regelmäßigen Abständen nötig, um bestmöglich vorgesorgt zu haben [6].
FSME ist eine Erkrankung der Hirnhäute und des zentralen Nervensystems, die
nicht mit Medikamenten heilbar ist. Schwere Verläufe können Lähmungen, Schluck-
und Sprechstörungen hervorrufen und in einigen Fällen sogar tödlich enden [1].
Auch Spätfolgen wie Müdigkeit, Kopfschmerzen, Konzentrationsstörungen und
Lähmungserscheinungen sind möglich [7]. Zwar steigt das Risiko für einen
schweren Verlauf mit dem Alter an, doch auch bei Kindern können ernsthafte
Beeinträchtigungen auftreten [8,9].
Tipps, um Zecken fernzuhalten
Damit es gar nicht erst zu einem Zeckenstich kommt, empfiehlt sich das Tragen
von langer und geschlossener Kleidung. Auf heller Kleidung können die Blutsauger
zudem schnell entdeckt werden. Auch Anti-Zeckensprays können helfen, wirken aber
nur für eine gewisse Zeit und müssen immer wieder neu aufgetragen werden. Trotz
aller Vorsorge sollte der Körper nach jedem Aufenthalt im Grünen gründlich nach
Zecken abgesucht werden [1].
Zecken stechen bevorzugt in dünne, warme und geschützte Hautstellen - daher
sollte bei der Suche besonders auf Kniekehlen, Bauch, Brust und den Intimbereich
geachtet werden. Bei Kindern findet man Zecken zudem oft am Kopf bzw. Haaransatz
oder im Nacken. Im Falle eines Stichs ist es wichtig, die Zecke schnellstmöglich
zu entfernen und die Einstichstelle mehrere Wochen zu beobachten. Kommt es zu
Hautveränderungen oder treten Grippe-Symptome auf, sollte ärztlicher Rat
eingeholt werden. Mit der richtigen Vorsorge können Jung und Alt das Osterfest
unbeschwert genießen!
[A] Im Zeitraum vom 27.05.2025 bis zum 04.07.2025 wurden bundesweit an 10
beliebten Ausflugszielen eine Tick-Flagging-Kampagne im Auftrag der Pfizer
Pharma GmbH durchgeführt. Zum Einsatz kam beim Zeckenfang die klassische
Flaggmethode, bei der ein Flanelltuch über die bodennahe Vegetation oder die
Laubstreu gezogen wird. Aktive Zecken krallen sich bei Kontakt an der Unterseite
der Flagge fest und können dann gezählt und abgesammelt werden.
Umfangreiches Pressematerial sowie weitere Informationen und Hintergründe zum
Thema gibt es auf http://www.pfizer.de/fsme-pressematerialien und
https://www.zecken.de/ .
Über Pfizer - "Breakthroughs that change patients' lives"
Bei Pfizer arbeiten wir weltweit täglich daran, die Lebensqualität von Menschen
zu verbessern, indem wir ihnen Zugang zu innovativen Medikamenten und
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Netzwerk aus Forschungs-, Entwicklungs-, Produktions- und Vertriebszentren. Es
ist unser Anspruch, bei der Entdeckung, Entwicklung und Herstellung innovativer
Arzneimittel neue Standards zu setzen. Das gilt für ihre Qualität, ihre
Sicherheit und ihren Nutzen für Patient:innen. Sowohl in Industrie- als auch in
Schwellenländern treiben unsere Kolleg:innen die Prävention, Behandlung und
Heilung der schwerwiegendsten Erkrankungen unserer Zeit voran. Als einer der
weltweit führenden forschenden Arzneimittelhersteller fördern wir gemeinsam mit
medizinischem Fachpersonal, Gesundheitseinrichtungen, Regierungsorganisationen
und lokalen Gemeinschaften überall auf der Welt eine verlässliche und bezahlbare
Gesundheitsversorgung. Seit mehr als 175 Jahren arbeiten wir daran, für alle,
die sich auf uns verlassen, etwas zu bewegen.
Der Hauptsitz von Pfizer ist in New York. In Deutschland arbeiten mehr als 3.000
Mitarbeiter:innen an den Stand-orten Berlin, Freiburg und Karlsruhe. Unser Werk
in Freiburg ist eine der modernsten Pharmaproduktionsstätten der Welt und die
größte von Pfizer für Tabletten und Kapseln. Es ist Vorreiter bei Nachhaltigkeit
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Quellen:
[1] Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG). Erregersteckbrief FSME.
Stand: 01.03.2024. http://www.infektionsschutz.de/erregersteckbriefe/fsme .
Letzter Zugriff: 20.03.2026.
[2] Robert Koch-Institut (RKI). Antworten auf häufig gestellte Fragen zu Zecken,
Zeckenstich, Infektion. Stand: 28.11.2024.
http://www.rki.de/SharedDocs/FAQs/DE/Zecken/Zecken.html . Letzter Zugriff:
20.03.2026.
[3] RKI. FSME-Risikogebiete in Deutschland. Stand: 26.02.2026. Epid Bull.
2026;9:1-23.
[4] RKI. SurvStat@RKI2.0. Web-basierte Abfrage der Meldedaten gemäß
Infektionsschutzgesetz (IfSG). https://www.rki.de/DE/Aktuelles/Publikationen/For
schungsdaten/survstat_inhalt.html . Stand: 20.02.2026. Parameter:
Krankheit/Erreger: FSME; Referenzdefinition: klinisch-labordiagnostisch;
Altersgruppierung: 1-Jahresintervalle <18-Jährige; sortiert nach Meldejahr.
[5] RKI. Empfehlungen der Ständigen Impfkommission beim Robert Koch-Institut
2026. Stand: 22.01.2026. Epid Bull. 2026;4:1-75.
[6] RKI. RKI-Faktenblatt zur FSME-Impfung. Stand: 27.08.2025.
http://ots.de/HtyFNo . Letzter Zugriff: 20.03.2026.
[7] RKI. Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) und verwandte Virusenzephalitiden
(TBE, tick-borne encephalitis). RKI-Ratgeber. Stand: 07.02.2025. http://www.rki.
de/DE/Aktuelles/Publikationen/RKI-Ratgeber/Ratgeber/Ratgeber_FSME.html . Letzter
Zugriff: 20.03.2026.
[8] Rose MA. Frühsommer-Meningoenzephalitis bei Kindern und Jugendlichen.
Neurologische Langzeitfolgen nicht unterschätzen. Pädiatrie. 2022;34(1):28-31.
[9] Nygren TM et al. Tick-Borne Encephalitis: Acute Clinical Manifestations and
Severity in 581 Cases from Germany, 2018-2020. J Infect. 2023;86(4):369-375.
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