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Hamburg (ots) - In neuen Folgen des Podcasts "Raus aus der Depression" von ARD
Gesund und der Stiftung Deutsche Depressionshilfe und Suizidprävention stehen
die Angehörigen von Menschen mit Depression im Mittelpunkt: Influencerin
DominoKati & Partner, Frank "Buschi" Buschmann und "Germany's Next
Topmodel"-Gewinner Jermaine Kothé berichten Entertainer Harald Schmidt und
Psychiater Prof. Ulrich Hegerl über die Depression in ihrem engsten Umfeld. Es
geht um die Auswirkungen, welche die Erkrankung auf die Familie oder
Partnerschaft hat und wie Angehörige damit umgehen können.
DominoKati: Wenn der Partner depressiv ist (ab 31.3.26)
Am 31. März erscheint die erste Folge dieser Reihe mit der Influencerin
DominoKati. Gemeinsam mit ihrem Partner spricht sie über seine Depression und
deren Auswirkungen auf die Beziehung: "Das Zusammenleben war eine große
Challenge während der starken depressiven Phase. Zumal bei uns die besondere
Situation ist, dass ich von zuhause aus arbeite. Wir waren jeden Tag zusammen -
auch während meiner Arbeitszeit. Ich hatte einen stark depressiven, sehr
traurigen Menschen, der gerade im Wohnzimmer sitzt oder im Bett liegt. Und ich
wiederum musste irgendwie meine Videos drehen. Das war schon ein Spannungsfeld."
Offen erzählen die beiden Gastgeber Harald Schmidt und Prof. Ulrich Hegerl von
der Stiftung Deutsche Depressionshilfe, mit welchen Gefühlen diese Zeit
verbunden war: "Ich war extrem wütend und fand die ganze Situation richtig
unfair. Wieso ich? Wieso wir?" Inzwischen geht es Katis Partner wieder besser,
und rückblickend berichtet Kati über die Zeit: "Ich habe zwischendurch immer
gedacht: wenn wir das zusammen schaffen, schaffen wir alles. Und jetzt haben wir
das geschafft", resümiert DominoKati.
Frank "Buschi" Buschmann: Mein Vater hat sich das Leben genommen (ab 14.4.26)
Frank Buschmann ist einer der bekanntesten Sportmoderatoren Deutschlands. In
seiner Jugend musste Frank "Buschi" Buschmann den Suizid seines Vaters erleben.
Jahrelang stellt er sich danach immer wieder die quälende Frage: "Warum? Wie
konnte er das tun?" Ich hatte so ein enges Verhältnis zu meinem Vater: warum
habe ich nichts gespürt?", berichtet Buschmann. Im Podcast-Gespräch, das am 14.
April erscheint, betont Psychiater Prof. Ulrich Hegerl daraufhin: "Ich halte es
für ganz, ganz wichtig, dass man sich klar macht, dass Suizide in aller Regel in
Verbindung mit einer psychischen Erkrankung erfolgen und dass der Hauptschuldige
diese Erkrankung ist und nicht die Familie". Hegerl ist Vorstandsvorsitzender
der Stiftung Deutsche Depressionshilfe mit langjähriger Erfahrung in der
Behandlung psychisch erkrankter Menschen.
Jermaine Kothé: Kind einer schwer depressiven Mutter (ab 28.4.26)
Jermaine Kothé ist der erste männliche Sieger bei "Germany's Next Topmodel". Er
beschreibt die Zeit dort als die beste Zeit seines Lebens - gleichzeitig ist
jedoch seine Mutter schwer depressiv, wie er im Podcast "Raus aus der
Depression" erzählt. Bereits in seiner Kindheit kommt es zu einem Suizidversuch.
"Meine Mutter hat einmal versucht, sich umzubringen. Das war das Schlimmste, was
jemals passiert ist, dass ich das als Kind miterleben musste. Das einzige
Problem sollten eigentlich die Hausaufgaben sein", erzählt Kothé. Im Umgang mit
dieser schweren Situation hilft ihm selbst seit seinem 7. Lebensjahr immer
wieder Psychotherapie. Dort lernt er, gut auf sich selbst zu achten: "Man darf
ja sein eigenes Leben auch nicht vernachlässigen und vergessen. Man lebt ja
quasi nicht nur für die Person. Natürlich ist man da, ich liebe meine Mutter
über alles und würde auch immer alles für sie tun, aber trotzdem habe ich auch
noch mein eigenes Leben", so Kothé.
Die kompletten Folgen sind ab dem Veröffentlichungsdatum in der neuen ARD Sounds
App sowie überall, wo es Podcasts gibt, verfügbar.
Über den Podcast:
"Raus aus der Depression" ist ein gemeinsames Projekt von ARD Gesund und der
Stiftung Deutsche Depressionshilfe und Suizidprävention. Prominente Gäste
sprechen mit Entertainer Harald Schmidt, Schirmherr der Stiftung Deutsche
Depressionshilfe, über Erfahrungen mit Depression und Wege aus der Erkrankung.
Die fachliche Einordnung im Podcast kommt von Prof. Ulrich Hegerl, Vorsitzender
der Stiftung Deutsche Depressionshilfe. Seit 2021 wurden 38 Folgen u.a. mit
Hazel Brugger, Howard Carpendale oder Karl-Theodor zu Guttenberg veröffentlicht.
Über die Stiftung Deutsche Depressionshilfe und Suizidprävention
Ziel der 2008 gegründeten Stiftung Deutsche Depressionshilfe und
Suizidprävention ist es, einen wesentlichen Beitrag zur besseren Versorgung
depressiv erkrankter Menschen und zur Reduktion der Zahl der Suizide in
Deutschland zu leisten. Neben Forschungsaktivitäten bietet die Stiftung
Betroffenen und Angehörigen vielfältige Informations- und Hilfsangebote wie das
deutschlandweite Info-Telefon Depression (0800 33 44 5 33). Unter dem Dach der
Stiftung Deutsche Depressionshilfe koordiniert das Deutsche Bündnis gegen
Depression zahlreiche lokale Maßnahmen: In 90 Städten und Kommunen haben sich
Bündnisse gebildet, die auf lokaler Ebene Aufklärung über die Erkrankung
leisten. Die Schirmherrschaft hat der Entertainer und Schauspieler Harald
Schmidt übernommen. Vorstandsvorsitzender ist Prof. Dr. Ulrich Hegerl, der eine
Professur an der Goethe Universität Frankfurt innehat.
http://www.deutsche-depressionshilfe.de
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