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Frankfurt am Main (ots) -
- 62 Prozent der Arbeitnehmer:innen halten Soft Skills für relevant für ihren
beruflichen Erfolg
- Trotzdem können vier von zehn Arbeitnehmer:innen nicht einschätzen, ob
fachliche oder persönliche Kompetenzen die Ursache ihrer größten
Herausforderungen im Job sind
- Fast die Hälfte (49 Prozent) der Führungskräfte gibt an, Soft Skills werden in
ihrem Unternehmen zu wenig vorgelebt
Während für L&D-Expert:innen vom World Economic Forum (https://www.weforum.org/s
tories/2025/01/future-of-jobs-report-2025-jobs-of-the-future-and-the-skills-you-
need-to-get-them/) Soft Skills längst den Großteil der nötigen
Zukunftsfähigkeiten ausmachen, zeigt sich in der Arbeitswelt noch ein anderes
Bild. Die Mehrheit (62 Prozent) erkennt Soft Skills als beruflichen
Erfolgsfaktor an. Bei konkreten Herausforderungen im Job sind jedoch 40 Prozent
unsicher, ob ihnen Soft Skills oder Fachkompetenzen eher weiterhelfen. Das
verdeutlicht eine aktuelle, repräsentative Studie von Civey im Auftrag des
E-Learning-Anbieters GoodHabitz
(https://www.goodhabitz.com/de-de/ressourcen/blog/soft-skills-guide) . Die 2.500
befragten Beschäftigten in Deutschland nennen neben mangelnder Wertschätzung und
fehlenden Vorbildern eine schwere Messbarkeit als Ursache für eine ausbaufähige
Förderung ihrer Soft Skills.
Soft Skills holen auf, liegen aber noch hinter den Hard Skills
Die Studie zeigt: Fachwissen ist wichtig, aber längst nicht mehr der einzige
Faktor für beruflichen Erfolg. 57 Prozent haben eine starke Meinung dazu, welche
Skills sie wichtiger finden. Soft Skills (27 Prozent) werden dabei geringfügig
weniger genannt als Hard Skills (33 Prozent). Doch ein nicht unwesentlicher Teil
(40 Prozent) kann nicht konkret angeben, ob eher Hard oder Soft Skills Ursache
ihrer beruflichen Herausforderungen sind. Besonders auffällig ist außerdem, dass
die wahrgenommene Bedeutung von Soft Skills mit dem Alter steigt: Während 41
Prozent der 18- bis 29-Jährigen Soft Skills als relevant einstufen, sind es bei
den 40- bis 49-Jährigen sowie 50- bis 64-Jährigen bereits zwei Drittel (66
Prozent).
Doch auch bei großer Berufserfahrung fehlt vielen Befragten in ihrem Unternehmen
ein "Learning by Seing". 49 Prozent der Führungskräfte geben an, dass Soft
Skills in ihrem Unternehmen zu wenig vorgelebt werden. Dabei stufen gerade
leitende Angestellte Soft Skills im Vergleich zu andern Positionsgruppen
häufiger als relevant ein, sind aber gleichzeitig diejenigen, die sich am
stärksten nach Vorbildern sehnen. Rund ein Drittel (32 Prozent) der leitenden
Angestellten wünscht sich Vorbilder für die eigene Soft-Skill-Entwicklung.
Energiefresser im Alltag sind selten fachlicher Natur
Oft genutzte Soft Skills zeigen sich im Kontext von Energiefressern im Alltag.
Laut Umfrage geht die meiste Energie bei Zusammenarbeit und Arbeitsorganisation
verloren. Am häufigsten nennen die Befragten mangelnde Wertschätzung und
Anerkennung (36 Prozent), ständige Unterbrechungen und Störungen (35 Prozent),
interne Konflikte und Spannungen (31 Prozent) und Probleme mit Technik (z. B.
mit Software) (28 Prozent). Auch Überforderung, etwa durch hohe Arbeitslast (23
Prozent) kostet die Befragten Energie im Alltag. Fehlendes Fachwissen wird
hingegen nur von sieben Prozent als Energiefresser wahrgenommen.
Die wichtigsten Soft Skills
Gefragt nach den am häufigsten genutzten Soft Skills nennen Befragte:
- Kommunikationsfähigkeit (43 Prozent)
- Problemlösungskompetenz (37 Prozent)
- Kritisches Denken (27 Prozent)
- Konfliktfähigkeit (21 Prozent)
- Team/Kollaborationsfähigkeit (26 Prozent)
- Selbstmanagement (rund 25 Prozent)
Auffällig dabei ist, dass die Befragten bei der Konfliktfähigkeit das höchste
Entwicklungspotenzial für ihre berufliche Zukunft sehen (21 Prozent). Danach
folgen Kommunikationsfähigkeit (20 Prozent), Selbstmanagement (19 Prozent) und
Resilienz (18 Prozent). Kritisches Denken weist mit rund neun Prozent das
geringste Entwicklungspotenzial auf. "Soft-Skill-Entwicklung gelingt im
Berufsalltag vor allem dann, wenn sie wertgeschätzt und vorgelebt wird. Viele
sagen, Soft Skills werden für 'zu selbstverständlich gehalten' (41 Prozent) und
26 Prozent wünschen sich mehr Anerkennung. Wertschätzung wird also mehr denn je
zum Bindungsfaktor", sagt Oliver Hahn, Regional Director DACH/PL bei GoodHabitz.
Entwicklung braucht Feedback-Kultur und Idealbilder
Welche Form der Unterstützung Beschäftigte bevorzugen, hängt von Faktoren wie
Alter, Geschlecht und Berufsposition ab. Jüngere Beschäftigte der Kohorten 18-29
Jahre (26 Prozent) und 30-39 Jahre (25 Prozent) wünschen sich mehr regelmäßiges
Feedback zu ihren eigenen Kompetenzen als ältere Beschäftigte (50-64-Jährige, 16
Prozent). Letztere haben vor allem den Wunsch nach stärkerer Anerkennung (23
Prozent). Weibliche Befragte nennen am häufigsten, dass ihnen mehr Anerkennung
ihrer Kompetenzen helfen würde (rund 31 Prozent), während männliche Befragte
Vorbilder am stärksten vermissen (26 Prozent).
"Die Ergebnisse zeigen klar: Wer Soft Skills nachhaltig stärken will, braucht
beides - wirksame Lernangebote und eine Kultur, die persönliche Entwicklung im
Alltag trägt", ordnet OIiver Hahn ein. "Das gelingt, wenn HR klare Prioritäten
setzt, Führungskräfte Soft Skills vorleben und das Top-Management sie zur
Erwartung macht."
Weitere Ergebnisse der Umfrage und konkrete Empfehlungen von GoodHabitz lassen
sich hier nachlesen.
(https://www.goodhabitz.com/de-de/ressourcen/downloads/soft-skills-studie-2026)
Über die Studie
Civey hat für GoodHabitz via Oseon vom 19.11. bis 26.11.2025 online 2.500
abhängig Beschäftigte befragt. Die Ergebnisse sind aufgrund von Quotierungen und
Gewichtungen repräsentativ unter Berücksichtigung des statistischen Fehlers von
4,0 bis 4,1 Prozentpunkten beim jeweiligen Gesamtergebnis. Die Fragen wurden
u.a. getrennt nach der beruflichen Stellung (Arbeiter, Angestellte, leitende
Angestellte und Beamte) und nach den Branchen Industrie/Produktion/Verarbeitung,
öffentliche Verwaltung, Energie, Logistik und Handel ausgewertet. In den
Auswertungen bilden Angestellte die Mehrzahl, beziehungsweise stammen die
meisten Befragten aus den Branchen Industrie/Produktion/Verarbeitung, gefolgt
von der öffentlichen Verwaltung, der Logistik und der Energiebranche.
Über GoodHabitz
GoodHabitz ist ein international tätiger Anbieter digitaler Lernlösungen mit
Hauptsitz in Eindhoven, Niederlande. Seit der Gründung im Jahr 2011 unterstützt
das Unternehmen Organisationen dabei, kontinuierliche Weiterbildung fest im
Arbeitsalltag zu verankern. Das Portfolio umfasst praxisnahe Online-Trainings
und Selbsttests in den Bereichen Soft Skills, digitale Kompetenzen und Sprachen.
Ein zentrales Element ist die enge Begleitung durch persönliche Coaches, die
Unternehmen beim Aufbau einer nachhaltigen Lernkultur unterstützen. Heute setzen
mehr als 3.000 Kund*innen - darunter Unternehmen wie Puma, Siemens, Haribo,
Signal Iduna und der ADAC - auf die Lösungen von GoodHabitz. Weltweit sind über
350 Mitarbeitende an 9 Standorten für das Unternehmen tätig.
Weitere Informationen unter: https://www.goodhabitz.com/de-de/
Pressekontakt:
Alina Nagel
Oseon GmbH
+49 16094945047
mailto:goodhabitz@oseon.com
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/165449/6246970
OTS: GoodHabitz
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