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Berlin (ots) - Kaum ein EU-Land verliert seine Häuser so schnell wie
Deutschland. Und mit ihnen den Garten. Doch die Deutschen erfinden ihr Grün neu.
Kein anderes Land in Europa priorisiert den privaten Außenraum beim Wohnen so
stark wie Deutschland. 54 % der Deutschen nennen Garten, Balkon oder Terrasse
als wichtigstes Kriterium bei der Wohnungswahl, der absolute Spitzenwert in
Europa. Gleichzeitig gehört Deutschland zu den Ländern mit einem der niedrigsten
Hausanteile des Kontinents , und wer in einer Wohnung statt im Haus lebt, muss
sich meist mit deutlich weniger Außenfläche begnügen.
Eine neue Datenanalyse von https://home24.de/ und DataPulse Research
(https://www.datapulse.de/) zeigt, wie weit Wunsch und Wirklichkeit beim Zugang
zu privatem Grün auseinanderklaffen, in Deutschland und in ganz Europa.
Ein Kontinent im Wandel: Europa verliert seine Häuser
- Der Anteil der Europäer:innen, die in einem Haus leben, sinkt seit Jahren.
2010 betrug der Vorsprung des Hauses gegenüber der Wohnung noch 8,3
Prozentpunkte, 2024 sind es nur noch 3,5. Bei gleichbleibendem Tempo könnte
die Wohnung das Haus als dominierende Wohnform in Europa in den 2030er Jahren
ablösen.
- Am stärksten betroffen sind Malta (-14,3 Prozentpunkte seit 2010), Portugal
(-11,5 PP) und Norwegen (-10,0 PP). Deutschland liegt mit -6,5 PP auf Platz
fünf der Länder mit dem stärksten Rückgang.
Deutschland: Höchster Anspruch, niedrigster Hausanteil
- Der ländliche Wohn-Mythos: Nur noch 38,5 % der Bevölkerung leben in einem
Haus. Besonders überraschend: Selbst auf dem Land leben in Deutschland nur 61
% in Häusern, der EU-Schnitt für ländliche Gebiete liegt bei 83 %.
- Die harte 4.000-Euro-Grenze: Bei einem Haushaltsnettoeinkommen unter 1.500
Euro wohnt nur gut jede fünfte Person in einem Haus (22 %). Erst ab 4.000 Euro
netto kippt das Verhältnis: Ab hier wohnt die Mehrheit (56 %) im Eigenheim.
- Die Balkon-Revolution: Der Balkon rückt immer stärker ins Zentrum des
deutschen Wohnens. 67 % der Haushalte besitzen einen Balkon oder eine
Terrasse. Diese wenigen Quadratmeter werden nicht mehr als Notlösung
betrachtet, sondern zunehmend als vollwertiges "Mikro-Sanctuary" und grünes
Wohnzimmer eingerichtet.
"Wir sehen aktuell zwei Entwicklungen: Auf der einen Seite wird der klassische
Garten zunehmend zum Premium-Gut, das großzügig eingerichtet wird. Auf der
anderen Seite beobachten wir eine kreative Revolution in den Städten: Die
Menschen gestalten ihren Balkon als grüne Oase" sagt Steven Schneider
Einrichtungsexperte und TV-bekannt als "Dr. Home". "Ob 3 Quadratmeter Balkon
oder 300 Quadratmeter Garten, das Bedürfnis nach einem privaten Wohnzimmer an
der frischen Luft ist bei allen Menschen gleich." .
Die vollständige Studie mit interaktiven Grafiken finden Sie hier:
https://www.home24.de/garten-studie/
Methode
Die Analyse basiert auf Eurostat-Daten zur Verteilung der Bevölkerung nach
Wohnform (Datensatz ilc_lvho01, Zeitraum 2010-2024), dem Mikrozensus 2022 des
Statistischen Bundesamtes sowie Daten des Bundesverbands Deutscher
Gartenfreunde.
Über home24
home24 ist eine führende europäische Online Plattform für Möbel und Home &
Living mit Sitz in Berlin. Das Unternehmen bietet ein breites Sortiment aus
Eigenmarken und bekannten Herstellern und erreicht Kundinnen und Kunden in
mehreren europäischen Märkten. Als Teil der XXXLutz Gruppe verbindet home24
digitale Kompetenz mit internationaler Beschaffung und leistungsfähiger
Logistik, um stilvolles Einrichten einfach und erschwinglich zu machen.
Über DataPulse Research
DataPulse Research ist ein unabhängiges Datenstudio mit Fokus auf
Datenjournalismus und datengetriebene Visualisierungen. Wir machen komplexe
Zusammenhänge verständlich und setzen Zahlen in einen klaren Kontext. Unsere
Studien erscheinen regelmäßig in Medien wie Zeit, FAZ, Tagesschau, Welt, Focus,
Bild, Statista und Wikipedia.
Pressekontakt:
Nicolas Caramella
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