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Frankfurt (ots) - Der Großteil der Syrerinnen und Syrer, genauer: 80 Prozent von
ihnen, sollen nach dem Willen von Friedrich Merz in den nächsten Jahren
Deutschland verlassen. Er schloss sich darin dem syrischen Übergangspräsidenten
Ahmed al-Scharaa an. Merz will, dass diese Menschen nicht dazugehören. Dabei
leben und arbeiten sie mitten in Deutschland. Hunderttausende werden damit in
Unsicherheit gestürzt, dazu ganze Wirtschaftsbereiche, die auf sie angewiesen
sind. Eine Viertelmillion von ihnen sind hierzulande
sozialversicherungspflichtig beschäftigt, viele Fachkräfte aus Engpassberufen
sind darunter. Sie würden schmerzlich fehlen. Zudem hat ein Kanzler die Aufgabe,
für Zusammenhalt zu sorgen, nicht für Spaltung. Wenn Merz der AfD-Anhängerschaft
ihren Traum von massenhafter "Remigration" erfüllen will, ist das
verhängnisvoll. Die AfD dürfte sich bestätigt fühlen - und sie wird Merz vor
sich hertreiben, wenn er seine Ankündigung, wie zu erwarten ist, nicht erfüllen
kann.
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