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Düsseldorf (ots) - Warum Müdigkeit im Frühling normal ist und was wirklich hilft
Wenn die Tage länger werden und die Temperaturen steigen, erwarten viele
Menschen einen Energieschub. Stattdessen fühlen sich jedoch erstaunlich viele
schlapp, antriebslos und morgens wie "festgeklebt" im Bett. Doch laut der
Apothekerkammer Nordrhein lässt sich gegen die Frühjahrsmüdigkeit etwas tun.
Der Grund für die Frühjahrsmüdigkeit liegt vor allem in der hormonellen
Umstellung. In den dunklen Wintermonaten produziert der Körper vermehrt
Melatonin - das Schlafhormon, das unseren Tag-Nacht-Rhythmus steuert. "Mit dem
zunehmenden Licht im Frühjahr wird die Melatonin-Produktion gedrosselt", erklärt
Dr. Armin Hoffmann, Präsident der Apothekerkammer Nordrhein. Diese Umstellung
kostet Kraft und kann den Organismus vorübergehend aus dem Gleichgewicht
bringen. "Gleichzeitig bewegen sich viele Menschen im Winter weniger, wodurch
der Kreislauf im Frühjahr erst wieder "hochfahren" muss."
Um diese Phase gut zu überstehen, lohnt es sich, den Körper bewusst zu
unterstützen. Ausreichend Schlaf bildet einen wichtigen Baustein - besonders am
Wochenende darf man ruhig einmal etwas länger liegen bleiben. Hoffmann:
"Bewegung an der frischen Luft tut ebenfalls gut. Das Sonnenlicht signalisiert
dem Gehirn, weniger Melatonin zu bilden, und bringt den Kreislauf in Schwung."
Spaziergänge, Radfahren oder leichte Sporteinheiten reichen dafür oft schon aus.
Auch Wechselduschen, Massagen, Joggen oder Schwimmen regen den Kreislauf an.
"Viel trinken - am besten Wasser oder ungesüßte Kräutertees - unterstützt
zusätzlich den Stoffwechsel", weiß Apotheker Hoffmann. Eine ausgewogene
Ernährung mit frischen Kräutern und saisonalen Lebensmitteln liefert wichtige
Vitamine und Mineralstoffe, die nach dem Winter oft zu kurz kommen.
Unterstützung aus der Apotheke
Viele Apotheken bieten ergänzende Möglichkeiten, um die Übergangszeit leichter
zu bewältigen. Dazu gehören Vitaminpräparate, insbesondere Vitamin D oder
B-Vitamine, wenn ein Mangel vermutet wird. "Sie können", so Hoffmann, "bei
Bedarf den Energiestoffwechsel unterstützen." Auch pflanzliche Mittel kommen zur
Stärkung von Konzentration und Kreislauf zum Einsatz. "Kreislauftropfen oder
-tees wirken anregend und können bei niedrigem Blutdruck helfen."
Magnesiumpräparate unterstützen, falls zusätzlich Muskelverspannungen auftreten.
"Solche Produkte ersetzen keine medizinische Diagnose, können aber - richtig
eingesetzt - eine sinnvolle Ergänzung sein", berichtet Dr. Armin Hoffmann. Die
Apotheke vor Ort berät individuell, welche Präparate sich eignen und worauf man
achten sollte. "Frühjahrsmüdigkeit ist also kein Grund zur Sorge, sondern eine
normale Reaktion des Körpers auf den Wechsel der Jahreszeiten. Mit Licht,
Bewegung, guter Ernährung und etwas Unterstützung lässt sich diese Phase gut
überstehen - und der Frühling kann kommen."
Über uns: Apothekerkammer Nordrhein
Die Apothekerkammer Nordrhein (AKNR) ist als Körperschaft des öffentlichen
Rechts Trägerin der berufsständischen Selbstverwaltung der Apothekerinnen und
Apotheker, die in den Regierungsbezirken Köln und Düsseldorf arbeiten oder
leben. Sie vertritt die Interessen der über 12.200 Kammerangehörigen, die in
öffentlichen Apotheken, Krankenhäusern, Wissenschaft, Industrie und Verwaltung
oder bei der Bundeswehr tätig sind. Die Apotheke vor Ort übernimmt eine
hoheitliche Aufgabe: die sichere, vom Heilberuf getragene, wohnortnahe
Versorgung der Menschen mit Arznei- und Hilfsmitteln, 365 Tage im Jahr, rund um
die Uhr.
Pressekontakt:
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Leiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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