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Düsseldorf/Bonn (ots) - Nachdem der Satiriker und Wagenbauer Jacques Tilly
während eines Live-Interviews mit dem Fernsehsender phoenix von dem Urteil des
russischen Gerichts erfahren hatte, dass ihn in Abwesenheit zu einer Haftstrafe
von acht Jahren und sechs Monaten verurteilt hat, zeigte er sich unbeeindruckt:
"Im Grunde genommen betrifft mich das Urteil, solange das Grundgesetz hier in
Deutschland gültig ist und ich nicht in Länder reise, wo es wirklich gefährlich
werden kann, solange trifft mich das Urteil eigentlich nicht." Ganz im Gegenteil
sei das Urteil auch "eine kleine zusätzliche Motivation", denn man sehe "Satire
tut weh, meine Arbeit wirkt", so Tilly bei phoenix.
Man müsse das Urteil hinnehmen und akzeptieren, dass es so ausgesprochen sei,
"innerlich akzeptiere ich es natürlich nicht, weil Russland nun mal kein
Rechtsstaat ist und weil das ganze ein Farce ist", so der Bildhauer. Er werde
seine Arbeit genauso wie vorher fortführen und auch in derselben Weise leben wie
vorher.
Aus der Politik habe Tilly "sehr viel Rückenwind bekommen" und fühlt sich
gesehen. Er sei auch im engen Kontakt mit der Botschaft in Moskau und rede mit
dem Verfassungsschutz und dem Staatsschutz: "Ich fühle mich da auf jeden Fall
gut aufgehoben und einigermaßen sicher hier", so Tilly bei phoenix.
Das gesamte Interview finden Sie hier:
https://www.youtube.com/watch?v=hnzzVuojFCg
Pressekontakt:
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OTS: PHOENIX
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