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München (ots) - Die Kraftstoffpreise sind in der ersten Aprilwoche in
Deutschland erneut dramatisch gestiegen. Wie die aktuelle ADAC Auswertung zeigt,
verteuerte sich Diesel gegenüber der Vorwoche um 13,1 Cent je Liter, Super E10
um 8,1 Cent. Angesichts eines für beide Stichtage vergleichbaren Ölpreises und
dennoch stark zulegender Kraftstoffpreise, kann man das so genannte
Österreich-Modell als gescheitert ansehen. Es gilt in Deutschland seit dem 1.
April 2026 und erlaubt es, den Tankstellen nur noch einmal täglich um 12 Uhr die
Preise anzuheben, jedoch beliebig oft im Tagesverlauf zu senken.
Wie die ADAC Auswertung zeigt, kostet Super E10 derzeit 2,188 Euro, vor einer
Woche lag der Preis noch bei 2,107 Euro. Für Diesel müssen die Autofahrerinnen
und Autofahrer aktuell 2,447 Euro (Vorwoche: 2,316 Euro) bezahlen, so viel wie
noch nie. Das bisherige Allzeithoch nach Beginn des Ukraine-Kriegs wurde mit
Einführung des Österreich-Modells überschritten und im Laufe der vergangenen
Woche an jedem Tag ein Stück weiter nach oben geschraubt. Das zeigt auch, dass
das Österreich-Modell dazu geführt hat, dass die Dieselpreise jeden Tag um 12
Uhr mittags stärker gestiegen sind, als sie in den darauffolgenden 24 Stunden
wieder gesunken sind. Auch der Preis von Super E10 hat fast an allen Tagen im
Vergleich zum Vortag spürbar zugelegt.
Nach Einschätzung des ADAC kann die neue Preisregelung zwar möglicherweise für
etwas mehr Planbarkeit bei den Verbrauchern sorgen, dies wird allerdings durch
insgesamt steigende Preise und ein höheres Preisniveau teuer erkauft. Die
Regelung wirkt aus Sicht des ADAC somit kontraproduktiv.
Nach der Verkündung des zweiwöchigen Waffenstillstands zwischen den USA und Iran
ist der Ölpreis zeitweise um gut 15 Prozent auf aktuell etwa 95 US-Dollar
abgestürzt. Dies muss nun von der Mineralölindustrie zügig an die Verbraucher
weitergegeben werden. Die Kraftstoffpreise befinden sich auf einem sehr hohen
Niveau. Der jetzt abgestürzte Rohölpreis sollte sich unverzüglich auch an den
Zapfsäulen widerspiegeln.
Unterstützung bei der Suche nach preiswerten Tankstellen bietet die
Spritpreis-App "ADAC Drive": Hier lassen sich rund um die Uhr die aktuellen
Preise an den mehr als 14.000 Tankstellen in Deutschland vergleichen.
Ausführliche Informationen zum Kraftstoffmarkt und aktuelle Preise gibt es unter
http://www.adac.de/tanken .
Pressekontakt:
ADAC Kommunikation
T +49 89 76 76 54 95
mailto:aktuell@adac.de
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/7849/6251479
OTS: ADAC
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