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Bad Laasphe (ots) - Ständiger Preiskampf, fehlende Mitarbeiter, endlose
Arbeitstage - was für die meisten Handwerker bittere Realität ist, war für
Christian Bernshausen vor allem innerer Antrieb: Entwicklung als Fundament,
Wachstum als Motivation. Heute erwirtschaftet sein Familienbetrieb mehr als 30
Millionen Euro Jahresumsatz, von fehlender Planbarkeit, Überstunden oder
finanziellen Sorgen keine Spur mehr. Wie ihm das gelang und inwieweit auch
andere Handwerker von seinen Erfahrungen profitieren können? Hier gibt es die
Antwort.
Engelbert-Strauss-Shirt, schnörkellose Erscheinung, seine Ausdrucksweise klar
und ungeschönt: Schon auf den ersten Blick schreit das Auftreten von Christian
Bernshausen nach Handwerk. Ein Eindruck, der sich nur umso mehr festigt, je
länger man sich mit ihm unterhält. Er spricht über Zeitmangel, über die
Schwierigkeiten dabei, heute noch ein gutes Team aufzubauen, über die
finanziellen Zugeständnisse, zu denen sich die meisten Betriebe fast täglich
gezwungen sehen - Themen also, die in der Branche nahezu jeden beschäftigen. Und
doch unterscheidet er sich in einem Punkt von seinen Berufskollegen: Anders als
vielen von ihnen ist ihm der Sprung zum Millionenunternehmer gelungen.
Wirtschaftlicher und zeitlicher Druck gehören für ihn der Vergangenheit an. Auch
privat sind finanzielle Sorgen verschwunden, stattdessen bleibt dem zweifachen
Vater endlich wieder etwas Zeit für die Familie. Dafür gekämpft hat er
allerdings nicht aus Profitgier, sondern vielmehr aus Ehrgeiz - und letztlich
auch aus der Notwendigkeit heraus.
"Ich glaube tatsächlich, dass es uns gar nicht mehr geben würde, wenn ich nicht
vom traditionellen ins moderne Handwerk gegangen wäre. Es funktioniert eben
nicht mehr alles so, wie es einmal war", erzählt Christian Bernshausen heute und
spricht damit etwas an, das viele in der Branche spüren: Die Überlebensfähigkeit
von Handwerksbetrieben hängt vor allem davon ab, inwieweit sie sich
weiterentwickeln und wie sehr sie auf dieser Basis wachsen können. Genau dabei
und bei allem darüber hinaus unterstützt er die Branche heute mit der Christian
Bernshausen Akademie. Kern seines Coachings ist seine persönliche Erfahrung. Aus
gutem Grund, denn auch sein Weg war alles andere als geradlinig. Die typischen
Herausforderungen des Handwerks hat er selbst erlebt und Schritt für Schritt
gemeistert. Entstanden ist daraus gewissermaßen eine Mustervorlage, an der sich
jeder Betriebsinhaber problemlos orientieren kann - unabhängig davon, wo er
gerade steht.
Im Handwerk großgeworden: Was Christian Bernshausen zu dem machte, der er heute
ist
Das Handwerk lag Christian Bernshausen dabei schon von Kindesbeinen an im Blut.
Wo seine Klassenkameraden ihre Bauerfahrung bestenfalls mit Klemmbausteinen
sammelten, schraubte er bereits an ersten Baumhäusern. Einmal wurde er dabei
erwischt, das Ordnungsamt zwang ihn zum Abriss seines neuesten Werkes. Ein Grund
zum Aufgeben? Nicht für ihn! Kurzerhand zog er die Nägel aus dem Holz, klopfte
sie wieder gerade und nutzte sie für sein nächstes Projekt. "Das war mit sieben
Jahren schon eine Meisterleistung", erinnert er sich heute scherzhaft. Sein
Ehrgeiz sowie seine Leidenschaft sollten Christian Bernshausen schließlich auch
auf seinem beruflichen Weg begleiten.
Angefangen hat alles als Maurerlehrling im familieneigenen Betrieb.
Firmenhistorie: knapp 110 Jahre. Der Chef: sein Vater. Umso mehr wurde von ihm
erwartet. Tag für Tag musste er sich aufs Neue beweisen. Seine Lehre bestand er
letztlich nur mit großer Mühe. "Denken können die anderen - ich bin der, der
anpackt", begründet er seinen zunächst eher geringen Fokus auf schulische
Leistungen. Nur ein Fach lag ihm schon damals, heute sieht er es als
Steckenpferd eines jeden Handwerkers: "Mathe hat mir dank meines Lehrers immer
Spaß gemacht. Gerade in den vergangenen Jahren habe ich außerdem gelernt, wie
wichtig es auch für mich als Betriebsinhaber ist. Dabei spreche ich nicht von
hochtrabenden Formeln, die nach der Schule niemand mehr braucht. Ich meine vor
allem solides Kopfrechnen."
Dass fachliche Grundlagen absolut entscheidend sind, stellte Christian
Bernshausen auch in den Monaten nach bestandener Lehre fest. Er packte an,
arbeitete teils 70 Stunden die Woche. Vor allem aber erweiterte er seinen
handwerklichen Horizont: Umgang mit Statik, Lesen von Bewehrungsplänen,
Abwicklung ganzer Projekte. So sicherte er sich nicht nur den Respekt seiner
Kollegen, sondern leitete schnell auch seine ersten Baustellen. Für einige Jahre
ging es steil bergauf.
Unternehmerische Herausforderungen, weitreichende Learnings und ein erster
Aufschwung
2005 dann aber der Rückschlag: Völlig unerwartet musste eines der wenigen
Tiefbauunternehmen der Region, bis dato langjähriger Partner der Bernshausen Bau
GmbH, seine Tore schließen. Damit stand der Maurerbetrieb vor der Frage:
entweder das Ausschachten der Baugruben an einen Mitbewerber auslagern oder
alles selbst machen? "Im ersten Moment war das natürlich beängstigend, doch
letztendlich mussten wir eine Entscheidung treffen. Also haben wir gesagt: 'Von
nun an schachten wir unsere Baugruben eben selbst aus'", erzählt Christian
Bernshausen.
Was dabei mit einem geliehenen Bagger begann, stieß schnell auf wachsende
Nachfrage. Rasch kamen auch erste Privatkunden, plötzlich kümmerte sich
Christian Bernshausen um Kanal- und Wasseranschlüsse sowie Außenanlagen. Davon
angespornt, entwickelte der Betrieb seine neu gewonnene Expertise weiter, baute
sein Angebot zunehmend aus und stellte weiteres Personal ein, ehe 2006 der erste
Auftrag aus öffentlicher Hand folgte. "Erst dachten wir, wir stünden vor einer
nahezu unüberwindbaren Hürde. Rückblickend entpuppte sich all das aber als eine
der größten Chancen unserer Firmengeschichte", ordnet Christian Bernshausen
diese Entwicklung ein.
Von der Praxis zur Betriebswirtschaft, vom Unternehmer zum Investor
"Trotz des zeitweisen Erfolgs ließ mich aber eine Sache nicht los: Als
Handwerker bringen wir die Gesellschaft voran, uns vergisst man dabei aber nur
allzu gern. Es fühlte sich an, als würde ich auf der Stelle treten", verrät
Christian Bernshausen. Kein Wunder, denn seine damalige Freundin und heutige
Frau sah er kaum noch. Stattdessen noch mehr Arbeit als zuvor. Und finanziell?
Auch in dieser Hinsicht zahlte sich all der Aufwand kaum aus. Um das zu ändern,
nahm er die Meisterprüfung ins Visier.
An einem Montag im Jahr 2008 sollte es losgehen, als ihn altbekannte, eigentlich
längst abgelegte Muster einholten: Der Dozent erzählte von grauer Theorie, aus
Plus wurde plötzlich Minus, die anfängliche Motivation schlug schnell in
Lustlosigkeit um. Auch am nächsten Tag wollte es nicht besser werden, die
Fragezeichen in Christian Bernshausens Kopf häuften sich. Statt brauchbarer
Notizen schrieb er lediglich eine Handvoll Ausreden auf, warum er das Ganze bald
wieder abbrechen werde. Trotzdem blieb er am Ball, wiederholte noch am
Donnerstag derselben Woche das bisher Gelernte - und siehe da: Plötzlich machte
es "klick". Letztendlich absolvierte er nicht nur die Prüfung zum Maurermeister,
sondern schob direkt noch seinen Straßenbauermeister hinterher. Beides bestand
er als Bestmeister.
Viel geändert hat sich dadurch aber zunächst nicht. Noch Jahre nach seinen
Prüfungen stand Christian Bernshausen von früh bis spät auf der Baustelle. Geld
war da, wenn er arbeitete - Zeit für die Familie jedoch nicht. Erst 2015 fing er
allmählich an, seinen Fokus mehr und mehr auf die betriebswirtschaftlichen
Aspekte seiner Firma zu verschieben und seinen Arbeitsmittelpunkt ins Büro zu
verlegen. Erst einen Tag pro Woche, danach fast täglich. Neben dem Betrieb
entwickelte er sich dabei auch selbst stetig weiter und beschäftigte sich
zunehmend mit dem Thema Selbstständigkeit. In 2019 dann ein Schlüsselmoment:
"Wie so oft versuchte mich ein Bauträger im Preis zu drücken. Dieses Mal aber
sagte ich mir nur: 'Christian, wenn er es schafft, Hochbauprojekte abzuwickeln,
dann kannst du das doch auch.'" Mit dieser Überzeugung sowie ersten Gedanken an
seinen Ruhestand im Gepäck wickelte er schließlich seine ersten
Immobilienprojekte ab.
Ausblick: Wo Christian Bernshausen heute steht - und was andere von ihm lernen
können
"Meine erste Immobilie hatte ich Mitte 2020 fertig", erzählt Christian
Bernshausen. Weitere Projekte folgten, auch seinen Betrieb baute er konsequent
weiter aus. Mitarbeitergewinnung, Digitalisierung, private Vorsorge - alles nahm
Fahrt auf. Die wichtigste Erkenntnis dabei: "All das bringt dir keine
Meisterschule bei. Fachliche Bildung ist zwar wichtig, aber vieles lernt man
eben nur in der Praxis. Aus Fehlern, aus eigenen Versuchen, aus Hartnäckigkeit."
Heute ist er alleiniger Geschäftsführer der Bernshausen Bau GmbH, leitet ein
Team von mehr als 85 hochkompetenten Mitarbeitern und hat im Grunde all seine
bisherigen Ziele erreicht - sowohl in beruflicher und betrieblicher als auch in
privater Hinsicht.
"Lange hatte ich gar nicht auf dem Schirm, dass sich Handwerk und
Immobilieninvestments so gut miteinander verbinden lassen. Schlussendlich war
genau das aber der entscheidende Gamechanger für mich", blickt er zurück. So
zeigt sich: Wer fleißig, erfolgshungrig und willensstark genug ist, kann im
Handwerk auch heute noch eine Menge erreichen. Der Weg von Christian Bernshausen
demonstriert dabei nicht nur, was auf dieser Basis möglich ist, sondern vor
allem auch, wie sich die typischen Hindernisse konkret überwinden lassen: Was
ist auf welcher Stufe der Selbstständigkeit zu tun? Wie lässt sich Entwicklung
fördern und Wachstum ankurbeln? Welche Maßnahmen machen tatsächlichen Erfolg auf
beruflicher wie privater Ebene planbar? "Handwerk soll sich für jeden lohnen.
Dafür muss man am Ende aber immer einmal mehr aufstehen, als man hingefallen
ist", so Christian Bernshausen abschließend.
Mehr Informationen über Christian Bernshausen finden Sie hier:
https://christian-bernshausen.de
Pressekontakt:
Christian Bernshausen Akademie GmbH
E-Mail: mailto:info@christian-bernshausen.de
Website: https://christian-bernshausen.de
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/182323/6252103
OTS: Christian Bernshausen Akademie GmbH
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