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Berlin (ots) - Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) kritisiert den Vorstoß von
Bundeskanzler Merz, die Pendlerpauschale von 38 auf 45 Cent pro Kilometer zu
erhöhen. Das wäre ein sozial ungerechtes Steuergeschenk für Besserverdienende:
Bei gleichem Arbeitsweg profitieren Menschen mit hohem Einkommen stärker, da sie
einen höheren Steuersatz zahlen. Menschen mit einem Einkommen unterhalb des
Steuerfreibetrags profitieren gar nicht.
Dazu sagt DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch:
"Die hohen Spritpreise sind vor allem ein Problem für Menschen, die am Ende des
Monats jeden Euro zweimal umdrehen müssen. Mit der Anhebung der Pendlerpauschale
präsentiert Bundeskanzler Merz ein Steuergeschenk für Besserverdienende als
angebliche Lösung. Eine höhere Pendlerpauschale subventioniert das Schaufahren
gegen den Klimaschutz mit spritdurstigen Fahrzeugen noch weiter - und spart
keinen einzigen Liter Sprit und Benzin. Allein durch ein Tempolimit könnten bis
zu 4,7 Milliarden Liter Sprit eingespart werden, durch die sinkende Nachfrage
würden die Spritpreise sinken. Dazu braucht es ein Tempolimit von 100 km/h auf
Autobahnen, 80 km/h außerorts und 30 km/h innerorts. Wovon Menschen mit geringem
Einkommen am meisten profitieren, wäre ein attraktiver und bezahlbarer
öffentlicher Nahverkehr. Wir fordern, den Preis für das Deutschlandticket für
mindestens 12 Monate auf 29 Euro zu senken."
Pressekontakt:
Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer
0171 3649170, mailto:resch@duh.de
DUH-Newsroom:
030 2400867-20, mailto:presse@duh.de
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OTS: Deutsche Umwelthilfe e.V.
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