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Mainz (ots) - Ins Rennen um die begehrten Auszeichnungen bei den Internationalen
Filmfestspielen von Cannes, einem der bedeutendsten Filmfestivals der Welt,
gehen insgesamt fünf Produktionen: Die ZDF/ARTE-Koproduktionen "Gentle Monster",
"Das geträumte Abenteuer" und "Minotaurus" sind im Wettbewerb dabei. Aus der
ZDF-Redaktion Das kleine Fernsehspiel laufen in der Sektion Un Certain Regard
die Filme "Everytime" und in Zusammenarbeit mit ARTE "Elephants in the Fog".
Weltpremiere feiert in der Sektion Cannes Premiere Volker Schlöndorffs
Verfilmung von Jenny Erpenbecks Bestseller "Heimsuchung" als weitere
ZDF/ARTE-Koproduktion.
"Gentle Monster" von Marie Kreutzer (Wettbewerb)
Aus Liebe ist Lucy (Léa Seydoux) mit Philip (Laurence Rupp) nach dessen Burnout
aufs Land gezogen, obwohl das berufliche Einschränkungen für sie bedeutet. Elsa
(Jella Haase) hingegen lebt für ihren Beruf bei der Polizei, wird jedoch von der
Verantwortung für ihren dementen Vater in Atem gehalten. Was beide Frauen
gemeinsam haben: Sie bauen ihr Leben um Männer herum, deren dunkle Seiten sie
eigentlich lieber nicht sehen wollen. Das Drama von Marie Kreutzer ist eine
Koproduktion von ORF, ZDF und ZDF/ARTE und wurde produziert von Film AG in
Koproduktion mit Komplizen Film und Kazak Productions, Kjellson & Wik und Film i
Väst. Die Redaktion liegt bei Daniel Blum (ZDF) und Holger Stern (ZDF/ARTE).
"Das geträumte Abenteuer" von Valeska Grisebach (Wettbewerb)
Im Zentrum des Spielfilms, bei dem Autorin und Regisseurin Valeska Grisebach mit
einem Ensemble bulgarischer Laiendarsteller arbeitete, steht die Archäologin
Veska (Yana Radeva). Sie trifft ihren alten Bekannten Saïd (Syuleyman Letifov)
wieder, der an der Grenze zwischen der Türkei und Bulgarien ein kleines Geschäft
mit Benzinschmuggel machen will. Saïd hilft Veska bei ihren Ausgrabungen, doch
er verschwindet dann unerklärlicherweise - noch bevor sein Deal beendet ist.
Kurzentschlossen übernehmen Veska und ihre Freundinnen das Benzin und
durchkreuzen damit die Interessen konkurrierender Mafia-Paten. Die
ZDF/ARTE-Koproduktion wurde produziert von Komplizen Film, Kazak Productions,
Miramar und Panama Film. Die Redaktion haben Holger Stern (ZDF/ARTE) und Olivier
Père (ARTE France).
"Minotaurus" von Andrei Zvyagintsev (Wettbewerb)
Der Film des im Exil lebenden Regisseurs Andrei Zvyagintsev erzählt schonungslos
von den Eliten Russlands: Der erfolgreiche russische Unternehmer Gleb (Dmitriy
Mazurov) gerät in eine Krise, als er zu Beginn des Überfalls auf die Ukraine
wichtige Mitarbeiter verliert, weil diese in den Westen abwandern. Schlimmer
noch: Er soll laut Beschluss der Regierung zusätzlich 14 seiner Angestellten für
die "Spezialoperation" abstellen. Zeitgleich findet er heraus, dass seine Frau
eine Affäre hat. Beider Probleme entledigt sich Gleb mit größtmöglicher Kälte
und Gewalt. Die ZDF/ARTE-Koproduktion "Minotaurus" wurde unter anderem
produziert von MK Production, CG Production und Razor Film Produktion. Die
Redaktion liegt bei Holger Stern (ZDF/ARTE) und Olivier Père (ARTE France).
"Everytime" von Sandra Wollner (Un Certain Regard)
Das Drama "Everytime" bringt eine Mutter (Birgit Minichmayr), ihre Tochter
(Lotte Shirin Keiling) und einen Teenager (Tristan Lopez) zusammen. Ihre Reise
führt sie bis nach Teneriffa - auf einen Familienurlaub, den es nie gab. Im
gleißenden Licht der Sonne beginnen Vergangenheit und Gegenwart langsam zu
verschwimmen. Der Spielfilm von Sandra Wollner wurde produziert von The
Barricades und Panama Film in Koproduktion mit ZDF/Das kleine Fernsehspiel in
Zusammenarbeit mit dem ORF Film/Fernseh-Abkommen. Die Redaktion liegt bei
Burkhard Althoff.
"Elephants in the Fog" von Abinash Bikram Shah (Un Certain Regard)
Das Drama spielt in einem kleinen nepalesischen Dorf, das tief im Herzen eines
von wilden Elefanten bevölkerten Waldes liegt. Pirati (Pushpa Thing Lamaist) ist
die Matriarchin einer Kinnar-Gemeinschaft. Sie träumt davon, mit dem Mann, den
sie liebt, in ein "normales" Leben zu fliehen. Doch als eine ihrer Töchter
verschwindet, muss sie Nachforschungen anstellen und sich zwischen der Liebe und
ihrer Verantwortung gegenüber ihrer Gemeinschaft entscheiden. Der Film ist eine
Produktion von Die Gesellschaft DGS in Koproduktion mit zischlermann
filmproduktion, Underground Talkies, Les Valseurs, Enquadramento Produções,
Bubbles Project, Storm Films, Jayantii Creations und ZDF/Das kleine Fernsehspiel
in Zusammenarbeit mit ARTE. Die Redaktion haben Martin Gerhard (ARTE/ZDF) und
Jakob Zimmermann (ZDF/Das kleine Fernsehspiel).
"Heimsuchung" von Volker Schlöndorff (Cannes Première)
Mit Volker Schlöndorffs Verfilmung von Jenny Erpenbecks Bestseller "Heimsuchung"
feiert eine weitere ZDF/ARTE-Koproduktion Weltpremiere bei den Internationalen
Filmfestspielen von Cannes: in der offiziellen Auswahl in der Sektion "Cannes
Premiere" außerhalb des Wettbewerbs. Setting des Films ist ein malerisches
Grundstück an einem See nahe Berlin, das als Schauplatz für Geschichten und
Lebenswege der wechselnden Besitzer und ihrer Schicksale fungiert. Diese sind
miteinander verwoben und werden von den historischen Erschütterungen des 20.
Jahrhunderts geprägt. "Heimsuchung" wurde produziert von Ziegler Film und
Volksfilm, in Koproduktion mit STUDIOCANAL, Studio Babelsberg und Mideu Films.
Die Redaktion liegt bei Daniel Blum (ZDF) und Julius Windhorst (ZDF/ARTE).
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