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Berlin (ots) - Mit einer feierlichen Eröffnung im Kino der Kulturbrauerei und
rund 450 Gästen wurde heute das Human Rights Film Festival Berlin (HRFFB)
gestartet. Im Mittelpunkt des Auftakts stand die Berlin-Premiere des
international ausgezeichneten Dokumentarfilms YANUNI. Noch bis zum 18. April
präsentiert das HRFFB insgesamt 24 herausragende Dokumentarfilme, die globale
Perspektiven vereinen und eindrucksvoll zeigen, wie engagiertes Kino
gesellschaftliche Debatten bereichert und verändert.
"Perspektiven sind entscheidend - es geht nicht nur darum, was erzählt wird,
sondern auch wie und von wem. Filme können über die Schlagzeilen hinausgehen,
sie bringen Stimmen und gelebte Erfahrungen zur Geltung, die im öffentlichen
Diskurs oft fehlen", sagt Lydia Spiesberger bei der Eröffnung des Festivals.
Jan Sebastian Friedrich-Rust, der gemeinsam mit Lydia Spiesberger das Festival
leitet, ergänzte: "Unsere heutige Welt wird mehr denn je von Narrativen geprägt.
Leider sind die erfolgreichsten und reichweitenstärksten Erzählungen allzu oft
nicht jene, die dazu beitragen, diese Welt zu einem besseren Ort zu machen. Wir
können es uns nicht leisten, den Raum globaler Narrative denjenigen zu
überlassen, die Hass, Rassismus und Fake News verbreiten."
Festivalmotto 2026: Where Stories Fight Back
Der Abend begann mit einem energiegeladenen Auftritt der Künstlerin Gotopo, die
mit ihrer Performance die Selbstbestimmung indigener Gemeinschaften ins Zentrum
rückte.
Moderiert von Jenny Perez erläuterte die Festivalleitung - Jan Sebastian
Friedrich-Rust und Lydia Spiesberger - das diesjährige Leitmotiv Where Stories
Fight Back. Vor dem Hintergrund globaler Krisen, zunehmender populistischer
Tendenzen und steigender Hasskriminalität setzt die 8. Festivalausgabe ein
deutliches Zeichen: Die ausgewählten Filme machen sichtbar, was in öffentlichen
Debatten oft marginalisiert wird. Die Festivalleitung betonte, dass diese Filme
nicht nur dokumentieren, sondern herausfordern - sie eröffnen Räume für
Reflexion, stellen drängende Fragen und appellieren an gesellschaftliche
Verantwortung.
Baro Vicenta Ra Gabbert, Sprecherin sozial-ökologische Gerechtigkeit des
diesjährigen Hauptpartners Greenpeace, betonte: "Menschenrechte sind untrennbar
mit Klimaschutz verbunden. Durch Extremwetterereignisse, Hitzewellen und
Umweltzerstörung geraten sie massiv in Bedrängnis. Der Schutz unseres Planeten
ist damit eine notwendige Voraussetzung für Menschenrechtsschutz."
Im Anschluss an die Vorführung von YANUNI kamen Regisseur Richard Ladkani und
Produzentin Anita Ladkani zu einem moderierten Filmgespräch auf die Bühne, um
Fragen zum Film zu beantworten.
Eröffnungsfilm Yanuni - Die Stimme des Amazonas
Über Jahre begleitete der österreichische Regisseur die indigene Aktivistin Juma
Xipaia in ihrem entschlossenen Kampf für das Existenzrecht ihres Volkes und
gegen die Zerstörung des Amazonas. Als Anführerin der Xipaya-Gemeinschaft
überlebt sie Mordanschläge und Repressionen, und setzt ihren Weg bis in das
weltweit erste Ministerium für Indigene Völker fort. Ein Film über indigene
Souveränität, Liebe und den dringenden Kampf für den Schutz unseres Planeten,
produziert u. a. von Leonardo DiCaprio.
HRFFB zeigt 24 herausragende Dokumentarfilme vom 10. bis 18. April 2026
Insgesamt präsentiert das HRFFB in diesem Jahr 24 Dokumentarfilme, die ein
breites Themenspektrum abdecken: von Klimagerechtigkeit, Konflikten und Frieden
sowie Dekolonisierung bis zu wirtschaftlicher Gerechtigkeit, Meinungsfreiheit,
Geschlechtergerechtigkeit und Flüchtlingsrechten. Zahlreiche Filmemacher*innen,
Protagonist*innen und Aktivist*innen kommen nach Berlin, um mit dem Publikum
nach den Filmscreenings zu diskutieren.
Für das vollständige Programm und weitere Informationen zum Festival:
http://www.hrffb.de/
Hinweis an die Redaktionen:
- Fotos von der Eröffnung: Unter Angabe des Copyrights: "Human Rights Film
Festival Berlin / Maria Svidryk können diese frei verwendet werden: 2026 HRFFB
Eröffnung Opening Ceremony. Copyright Human Rights Film Festival Berlin -
Maria Svidry (https://aktiongegendenhunger.sharepoint.com/:f:/s/Presse_Medien/
IgALnFQkHWJ0Ro7mDc6JFB4jAU5MPgpJyQkezujwBddA4Ds?e=ZW7shv)
- Interviewanfragen und Screener: Für Interviewanfragen, Pressekits und Screener
kontaktieren Sie bitte das Presseteam
- Akkreditierung: Hier können Sie sich online akkreditieren
(https://www.humanrightsfilmfestivalberlin.de/de/form/veranstaltung-a)
- Filmmaterialien: Zusätzliche Infos zu den Filmen sowie Bilder stellen wir
Ihnen gerne bereit: HRFFB 2026 Pressematerialien (https://aktiongegendenhunger
.sharepoint.com/:f:/s/Presse_Medien/IgA6VaptuRu_TooDXEzyvGC0ARjwHfJO7Ta2CMWGVj
J63hY?e=bNUccF)
Über das Human Rights Film Festival Berlin
Das Human Rights Film Festival Berlin wurde 2018 von Jan Sebastian
Friedrich-Rust, Geschäftsführer der humanitären und entwicklungspolitischen
Organisation Aktion gegen den Hunger, ins Leben gerufen. Heute gilt es als eines
der wichtigsten Menschenrechtsfilmfestivals in Deutschland mit internationaler
Ausstrahlung. Das HRFFB zeigt Filme aus aller Welt, die auf eindrucksvolle Weise
von Menschenrechtsverletzungen und dem Widerstand dagegen erzählen. Mit einem
umfassenden Begleitprogramm bietet das Festival zudem eine einzigartige
Plattform für den Austausch und die Vernetzung zwischen NGOs, Filmschaffenden,
Aktivist*innen, Politik und dem Publikum. Prominente Menschenrechtler*innen,
Politiker*innen und Künstler*innen wie Ai Weiwei, Nadia Murad, Filippo Grandi,
Loujain al-Hathloul, Gesine Schwan, Enissa Amani und Can Dündar haben in den
vergangenen Jahren die Schirmherrschaft übernommen.
Das HRFFB 2026 findet vom 10. bis 18. April statt und wird von Aktion gegen den
Hunger ausgerichtet. Hauptpartner in diesem Jahr ist Greenpeace. Weitere
zivilgesellschaftliche Unterstützer sind u.a. Reporter ohne Grenzen und SOS
Humanity. Die Bundeskanzler-Willy-Brandt-Stiftung stiftet den Willy Brandt
Dokumentarfilmpreis.
Das diesjährige Festival wird finanziell gefördert von der Deutschen Postcode
Lotterie, dem Medienboard Berlin-Brandenburg und durch das Bundesministerium für
wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).
Pressekontakt:
Vassilios Saroglou / Markus Winkler
mailto:presse@aktiongegendenhunger.de
030 279 099 776
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/145487/6253225
OTS: Aktion gegen den Hunger gGmbH
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