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Berlin (ots) - Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) kritisiert die Beschlüsse des
Koalitionsausschusses, die Steuer auf Benzin und Diesel um 17 Cent pro Liter zu
senken. Zudem greift die Bundesregierung erneut das Verbrenner-Aus an und
fordert unter anderem, Plug-in-Hybride mit PS-starken Verbrennungsmotoren auch
zukünftig schönzurechnen.
Dazu sagt DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch:
"Eine niedrigere Steuer auf Benzin und Diesel subventioniert das Schaufahren
gegen den Klimaschutz mit spritdurstigen Fahrzeugen noch weiter - und spart
keinen einzigen Liter Sprit. Wir müssen unsere Abhängigkeit von Ölimporten
endlich senken und das funktioniert am besten, indem wir den Verbrauch
reduzieren. Ein Tempolimit spart bis zu 4,7 Milliarden Liter Sprit und Millionen
Euro bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern. Wir fordern deshalb ein
Tempolimit von 100 km/h auf Autobahnen, 80 km/h außerorts und 30 km/h innerorts.
Wovon Menschen mit geringem Einkommen am meisten profitieren, wäre ein
attraktiver und bezahlbarer öffentlicher Nahverkehr. Anstatt Milliarden in die
weitere Subventionierung von Sprit zu stecken, sollte die Bundesregierung Geld
in einen bezahlbaren, zuverlässigen Nahverkehr investieren. Wir fordern, den
Preis für das Deutschlandticket für mindestens 12 Monate auf 29 Euro zu senken.
Die Abkehr vom Verbrenner-Aus ist angesichts der aktuellen Ölkrise besonders
absurd: So sollen klimaschädliche Plug-in-Hybride mit mehreren hundert PS
starken Verbrennungsmotoren schöngerechnet werden. Das wäre ein klimapolitisches
Desaster."
Pressekontakt:
Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer
0171 3649170, mailto:resch@duh.de
DUH-Newsroom:
030 2400867-20, mailto:presse@duh.de
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OTS: Deutsche Umwelthilfe e.V.
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