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München (ots) - Die vbw - Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V.
gratuliert dem bisherigen Oppositionsführer Peter Magyar zu seinem Wahlsieg bei
der gestrigen Präsidentschaftswahl in Ungarn. "Die ungarischen Bürgerinnen und
Bürger haben ein deutliches Zeichen pro Europa gesetzt. Jetzt bleibt zu hoffen,
dass Ungarn schnell wieder auf einen demokratischeren und europafreundlichen
Kurs kommt", so vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt.
Bayern exportierte 2025 Waren im Wert von 4,851 Mrd. Euro nach Ungarn, das waren
2,1 Prozent aller bayerischen Exporte. Die Importe aus Ungarn sind mit rund 11,5
Milliarden Euro deutlich größer, dies entspricht fünf Prozent aller Importe.
Damit weist Bayern mit Ungarn ein Handelsvolumen von über 16 Milliarden Euro
auf, das sind 3,6 Prozent des gesamten Außenhandels Bayerns. Ungarn ist damit
der zehntgrößte Handelspartner Bayerns. Seit dem EU-Beitritt 2004 konnte Ungarn
seine Position als Vorlieferer bayerischer Industrien etablieren und damit
zahlreiche industrielle Arbeitsplätze schaffen. Durch die Freizügigkeit im
EU-Binnenmarkt ist die Zahl an ungarischen Fachkräften, die in Bayern arbeiten,
stark gestiegen. "Insgesamt arbeiteten 2025 knapp 46.000 Personen aus Ungarn in
Bayern, das waren vier Prozent aller ausländischen Beschäftigten in Bayern.
Diese sind häufig im Baugewerbe tätig und unterstützen den vom Fachkräftemangel
betroffenen Bereich mit dringend benötigter Arbeitskraft und Knowhow. Dies
zeigt: Ungarn ist ein wichtiger Partner. Wir sind sehr zuversichtlich, dass sich
die Zusammenarbeit zwischen Bayern und Ungarn nun hoffentlich wieder vertieft",
erläutert Brossardt.
Die vbw rief dazu auf, in Zeiten existentieller Bedrohungen, die der russische
Angriffskrieg darstellt, die europäische Einheit nicht durch innereuropäische
Konflikte zu gefährden. "Wir setzen sehr darauf, dass sich Ungarn der Vorteile
seiner EU-Mitgliedschaft und der damit verbundenen Verantwortung bewusst ist und
einen Beitrag dazu leistet, dass Europa nach außen mit einer Stimme spricht",
fordert Brossardt.
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Charlotte Offermann, +49 (0) 89-551 78-203,
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