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Mittelhessen: Gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Gießen sowie des Polizeipräsidiums Mittelhessen: Folgemeldung nach Brand vor Synagoge

14.01.2026 19:11 Uhr Polizeipräsidium Mittelhessen - Pressestelle

Giessen (ots) - Nach Brand vor Synagoge: Tatverdächtiger in psychiatrischem Krankenhaus untergebracht

Gießen: Nachdem es am gestrigen Abend (13.01.2026) zu einem Brand vor der Synagoge der jüdischen Gemeinde Gießen gekommen ist (https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/154582/6195844), wurde noch am Abend ein 32-jähriger deutscher Staatsangehöriger wegen des dringenden Tatverdachts der schweren Brandstiftung sowie des Verwendens verfassungswidriger Kennzeichen festgenommen.

Dem Beschuldigten wird nach derzeitigem Erkenntnisstand vorgeworfen, zunächst mehrere auf der Straße befindliche und mit Pappe und Altpapier befüllte Rollcontainer in den Eingangsbereich der Synagoge geschoben und das darin befindliche Papier sowie die Container in Brand gesetzt zu haben. Darüber hinaus wird dem Beschuldigten vorgeworfen, im Zuge dessen den sog. "Hitlergruß" in Richtung der Synagoge gezeigt zu haben.

Aufgrund des zügigen Einschreitens eines Passanten konnte der Brand schnell gelöscht und ein Ausbreiten der Flammen auf das Wohngebäude sowie die Synagoge verhindert werden. Ein Zeuge sprach den Mann an und hielt ihn, zusammen mit einem weiteren Zeugen, bis zum Eintreffen der Polizei vor Ort fest. Im Zuge des Brandes entstand sowohl im Eingangsbereich der Synagoge, als auch am Gebäude selbst Sachschaden in bislang unbekannter Höhe.

Im Rahmen der Ermittlungen haben sich Hinweise auf eine psychische Erkrankung des Tatverdächtigen ergeben. Inwiefern dem Tatgeschehen eine gezielte politische Motivation zugrunde lag, ist Gegenstand der weiteren Ermittlungen. Der Tatverdächtige wurde auf Antrag der Staatsanwaltschaft Gießen am Nachmittag (14.01.2026) der zuständigen Haftrichterin des Amtsgerichts Gießen vorgeführt. Diese ordnete die vorläufige Unterbringung des Beschuldigten in einem psychiatrischen Krankenhaus an. Aufgrund der laufenden Ermittlungen können derzeit keine weiteren Auskünfte erteilt werden.

Volker Bouffier, Staatsanwalt und stellvertretender Pressesprecher der Staatsanwaltschaft Gießen, Tel.: (0641) 934-3321

Pierre Gath, Polizeihauptkommissar und Pressesprecher des Polizeipräsidiums Mittelhessen

Rückfragen bitte an:

Polizeipräsidium Mittelhessen Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Ferniestraße 8 35394 Gießen

Telefon: +49 641/7006-2055 (Pressetelefon) E-Mail: pressestelle.ppmh@polizei.hessen.de

Außerhalb der Regelarbeitszeit

Polizeiführerin/Polizeiführer vom Dienst (PvD) Telefon: +49 641/7006-3381 E-Mail: ful.ppmh@polizei.hessen.de

Weiteres Material: http://presseportal.de/blaulicht/pm/154582/6196515 OTS: Polizeipräsidium Mittelhessen - Pressestelle


Quelle: ots / newsaktuell - Pressemitteilung - Polizeipräsidium Mittelhessen - Pressestelle
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