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Giessen (ots) - Nach Brand vor Synagoge: Tatverdächtiger in psychiatrischem
Krankenhaus untergebracht
Gießen: Nachdem es am gestrigen Abend (13.01.2026) zu einem Brand vor der
Synagoge der jüdischen Gemeinde Gießen gekommen ist
(https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/154582/6195844), wurde noch am Abend
ein 32-jähriger deutscher Staatsangehöriger wegen des dringenden Tatverdachts
der schweren Brandstiftung sowie des Verwendens verfassungswidriger Kennzeichen
festgenommen.
Dem Beschuldigten wird nach derzeitigem Erkenntnisstand vorgeworfen, zunächst
mehrere auf der Straße befindliche und mit Pappe und Altpapier befüllte
Rollcontainer in den Eingangsbereich der Synagoge geschoben und das darin
befindliche Papier sowie die Container in Brand gesetzt zu haben. Darüber hinaus
wird dem Beschuldigten vorgeworfen, im Zuge dessen den sog. "Hitlergruß" in
Richtung der Synagoge gezeigt zu haben.
Aufgrund des zügigen Einschreitens eines Passanten konnte der Brand schnell
gelöscht und ein Ausbreiten der Flammen auf das Wohngebäude sowie die Synagoge
verhindert werden. Ein Zeuge sprach den Mann an und hielt ihn, zusammen mit
einem weiteren Zeugen, bis zum Eintreffen der Polizei vor Ort fest. Im Zuge des
Brandes entstand sowohl im Eingangsbereich der Synagoge, als auch am Gebäude
selbst Sachschaden in bislang unbekannter Höhe.
Im Rahmen der Ermittlungen haben sich Hinweise auf eine psychische Erkrankung
des Tatverdächtigen ergeben. Inwiefern dem Tatgeschehen eine gezielte politische
Motivation zugrunde lag, ist Gegenstand der weiteren Ermittlungen. Der
Tatverdächtige wurde auf Antrag der Staatsanwaltschaft Gießen am Nachmittag
(14.01.2026) der zuständigen Haftrichterin des Amtsgerichts Gießen vorgeführt.
Diese ordnete die vorläufige Unterbringung des Beschuldigten in einem
psychiatrischen Krankenhaus an. Aufgrund der laufenden Ermittlungen können
derzeit keine weiteren Auskünfte erteilt werden.
Volker Bouffier, Staatsanwalt und stellvertretender Pressesprecher der
Staatsanwaltschaft Gießen, Tel.: (0641) 934-3321
Pierre Gath, Polizeihauptkommissar und Pressesprecher des Polizeipräsidiums
Mittelhessen
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