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Kiel (ots) - Fußballeinsatz:
Am gestrigen Abend (4. Februar) fand das Fußballspiel anlässlich des
Viertelfinales des DFB-Pokals zwischen der KSV Holstein Kiel und dem VfB
Stuttgart im nahezu ausverkauften Holstein-Stadion statt.
Am Nachmittag reisten die Gastfans an und hielten sich im Bereich der Innenstadt
auf. Die Fans aus Stuttgart haben das Kartenkontingent komplett ausgeschöpft und
sind zahlreich an die Kieler Förde gereist.
Gegen 18:30 Uhr führten rund 300 Stuttgart-Fans von der Kieler Innenstadt über
die Kaistraße entlang der Kiellinie zum Holstein-Stadion einen Fanwalk durch.
Dieser fand unter polizeilicher Begleitung statt. Es kam zu kurzfristigen
Verkehrsbeeinträchtigungen im Stadtgebiet und später auch um das Stadion herum.
Vor Spielbeginn zündeten Holstein-Fans im Stadion mehrfach Pyrotechnik. Auch
während der gesamten ersten und zweiten Halbzeit zündeten Heimfans Pyrotechnik.
Nach jetzigem Stand gab es keine Verletzten durch das Abbrennen. Die weitere
Spielphase verlief ohne Vorkommnisse.
Nach Spielende verließen die Gästefans geschlossen das Stadion. Polizeikräfte
beaufsichtigten die Nachspielphase. Diese verlief insgesamt ohne Zwischenfälle.
Aufenthaltsverbote gegen Gewalttäter:
Im Vorfeld des Fußballspiels von Holstein Kiel hat die Polizei erneut ein
Aufenthaltsverbot ausgesprochen und eine Gefährdersansprache durchgeführt.
Hintergrund sind Gewalttaten, die nicht im Zusammenhang mit dem heutigen Spiel
standen, aber im Umfeld gewaltbereiter Fußballgruppierungen begangen wurden.
Die Polizeidirektion Kiel reagiert auch damit konsequent gegen derartige
Gewalttäter und hat daher in diesem Jahr bereits gegen zwei weitere Personen
Aufenthaltsverbote für die nächsten Spiele von Holstein erlassen, um friedliche
Besucher zu schützen.
Unsere Maßnahmen dienen dem Schutz friedlicher Fußballfans sowie allen
Bürgerinnen und Bürgern. Die Aufenthaltsverbote sind den Beteiligten durch
Polizeikräfte persönlich ausgehändigt worden.
Bereits im August des vergangenen Jahres hatte die Polizei insgesamt sechs
Aufenthaltsverbote gegen Personen ausgesprochen. Hintergründe waren ebenfalls
schwere Gewalttaten, die im Umfeld gewaltbereiter Fußballgruppierungen begangen
wurden. Dabei kam es unter anderem zu einem schweren Raub und einem
Landfriedensbruch, bei dem ein unbeteiligter Mann schwer verletzt wurde.
Die Polizei wird auch künftig bei ähnlich gelagerten Sachverhalten konsequent
präventivpolizeiliche Maßnahmen ergreifen, um Gewalttaten frühzeitig zu
unterbinden.
Rechtsgrundlage:
Die angeordneten Aufenthaltsverbote stützen sich auf § 201 des
Landesverwaltungsgesetzes des Landes Schleswig-Holstein (Platzverweise,
Aufenthalts- und Betretungsverbote). Gefährderansprachen erfolgen im Rahmen der
allgemeinen Aufgaben der Gefahrenabwehr nach dem Landesverwaltungsgesetz.
Nicht angezeigte Versammlungslage:
Gestern am frühen Abend (4. Februar) kam es zu einer nicht angezeigten
Versammlung mit Aufzug im Kieler Stadtgebiet zum Thema "Freiheit für Maja".
Knapp 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer versammelten sich am Dreiecksplatz. Der
Aufzug setzte sich gegen 17:50 Uhr in Richtung Exerzierplatz in Bewegung.
Einsatzkräfte sorgten für einen reibungslosen Ablauf dieser Versammlung.
Gegen 18:30 Uhr fand die Abschlusskundgebung auf dem Exerzierplatz statt. Im
Anschluss gegen 18:40 Uhr entfernten sich die Versammlungsteilnehmer. Zu
nennenswerten Zwischenfällen kam es nicht.
Bilanz:
Der Einsatzleiter Polizeirat Carsten Ebsen zeigte sich mit dem Einsatzverlauf
des Fußballeinsatzes und der Versammlungslage insgesamt zufrieden und dankte den
Einsatzkräften für die reibungslose und professionelle Einsatzwahrnehmung,
insbesondere unter den kalten Witterungsbedingungen.
Stephanie Lage / Babette Weiß - Pressesprecherinnen der Polizeidirektion Kiel
Rückfragen bitte an:
Polizeidirektion Kiel
Pressestelle
Gartenstraße 7
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OTS: Polizeidirektion Kiel
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